Inhalt • DER FREIE WILLE
Theo, ein Vergewaltiger, kommt nach neun Jahren aus dem Maßregelvollzug. Seine Angst vor Frauen und die damit verbundene unerfüllte Sehnsucht machen sein Leben in der Normalität zu einem Martyrium. Nettie schafft es mit 27 Jahren endlich, sich von ihrem Vater zu lösen, der sie ihr ganzes Leben lang psychisch missbraucht hat. Theo und Nettie begegnen sich. Als sie anfangen, sich zu lieben, beginnt ihre gemeinsame Reise an die Grenzen des freien Willens.
Kritik • DER FREIE WILLE • 24. August 2006 • Frankfurter Rundschau
Vorsichtige Annäherung gibt es bei dem Film nicht, meint Daniela Sannwald. "Vielmehr hat [der Regisseur] seinen Protagonisten in eine melodramatische Handlung gesteckt, die ihn jedoch weniger zu interessieren scheint als dessen innere Zwänge. Das führt dazu, dass DER FREIE WILLE stellenweise unklar wirkt, sich verzettelt in Nebenhandlungen und -figuren, die dann plötzlich, wie bei einer schlechten Fernsehserie, auf die Reise geschickt werden. Und er hat dem versierten Jürgen Vogel, der den Vergewaltiger mit aller obsessiven Kraft aus sich herauszupressen scheint, die vergleichsweise schwache, auf Trotz und Verstocktheit abonnierte Sabine Timoteo an die Seite gestellt, die es nur in wenigen Szenen mit ihrem Partner aufnehmen kann."