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DER LEBENSVERSICHERER

DER LEBENSVERSICHERER

Regie Bülent Akinci
Kinostart 07.12.2006

Kritiken • DER LEBENSVERSICHERER

08. Dezember 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • Berliner Zeitung

Julia Teichmann unterhält sich mit dem Schauspieler Jens Harzer, der in diesem Jahr auch auf der Leinwand präsent ist, in REQUIEM und DER LEBENSVERSICHERER.

08. Dezember 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • Der Tagesspiegel

Ein sensibles Kinodebüt sah Christina Tilmann. "Doch wäre DER LEBENSVERSICHERER mit seinen düsteren, unterkühlten Bildern vielleicht ein etwas zu konstruiertes, etwas zu ambitioniertes Debüt – wenn nicht der Theaterschauspieler Jens Harzer wäre. Zu Recht ist er in der "Perspektive Deutsches Kino" auf der vergangenen Berlinale und auf Festivals von Moskau bis Montreal gefeiert worden. DER LEBENSVERSICHERER ist seine One-Man-Show. Blass, als habe er monatelang keine Sonne gesehen, geht er durch den Film, verfolgt seine Opfer fast wie ein Stalker, manisch, gnadenlos, treibt sie vor sich her. Lacht sein irres Lachen. Und das hallt nach."

07. Dezember 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • Die Tageszeitung

Für Jan Kedves ist DER LEBENSVERSICHERER "ein alptraumhaftes Roadmovie, das von der Paradoxie lebt, dass jemand, der anderen Menschen Sicherheit verkauft, sich selbst verloren geht. "Der Regisseur Bülent Akinci, der selbst einmal als Versicherungsvertreter gearbeitet hat, lässt seinen Film bevorzugt nachts und im Nebel spielen. Auf einer heruntergekurbelten Rücklehne schläft es sich schlecht, deswegen sitzt Burkhard Wagner häufig mit fahlem Gesicht in den Cafés von Autobahnraststätten. Dass die Bilder, die der Kameramann Henner Besuch dort eingefangen hat, in ihrer Tristesse an die neonbeleuchtete Bar in Edward Hoppers Gemälde "Nighthawks" erinnern, gibt keinen Grund für Trost."

07. Dezember 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok lobt den Regisseur. Er hat die Geschichte "souverän in stilisierte, genaue Bilder gesetzt. Der Blick des talentierten Regisseurs sei einer auf die Peripherie, wird ihm gelegentlich attestiert. Doch diese ist – das wissen wir trotz Aufschwungsmeldungen in den Medien – das Zentrum. Deutschland im Transit. ... Allerdings hat man manchmal den Eindruck, dass Harzer, der auf dem Internationalen Filmfestival in Moskau den Darstellerpreis für diese Rolle erhielt, hier sein Schauspielen ausstellen muss. Auch die schwingende Leichtigkeit der französischen Filme der 70er, die Vorbild sind, auf die angespielt wird, hat Akinci noch nicht erreicht."

05. Dezember 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • film-dienst 25/2006

Laut Jens Hinrichsen hätte sich der Regisseur nicht allein ans Drehbuch machen sollen: "Abgesehen von diversen Plattitüden in den Dialogen überfrachtet eine Reihe prätentiöser Episoden den Film, der andererseits allzu spurtreu vom rasenden Stillstand berichtet, ohne der Figur die eine oder andere dramaturgische Kurve zu gönnen. Um das Defizit an Charakterentwicklung auszugleichen, bauscht Akinci den familiären Hintergrund seines Helden zum Rätsel auf, dessen Lösung sich weder als stimmig noch als aufregend erweist. Auch in der Geisterbahn kann es zwischendrin etwas langweilig werden."

04. Dezember 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • br-online.de

Margret Köhler ist durchaus angetan von dem Erstling: Dem Regisseur "gelingt in seinem ersten langen Spielfilm die atmosphärisch dichte Tragödie eines Mannes auf der Flucht vor sich selbst und den Furien der Vergangenheit – unspektakulär und ohne Kameramätzchen. Eine melancholische Aura der Verlorenheit umgibt die zwischen Wirklichkeit und Fantasie oszillierende Hauptfigur, die erst jeglichen Selbstzweifeln ausweicht, Selbstbestätigung durch billige Tricks sucht und letztendlich ohne Ziel vor Augen sukzessive den Halt verliert."

18. Februar 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • Begründung der Jury auf der Berlinale

„Der Preis 'Dialogue en Perspective' geht an DER LEBENSVERSICHERER von Bülent Akinci, weil er mit atmosphärischer Dichte und visueller Kraft das Leben von Randfiguren beschreibt."

10. Februar 2006 | DER LEBENSVERSICHERER • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Ralf Schenk führt der Regisseur "den Helden, der Tag und Nacht auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, um zufälligen Bekanntschaften seine Policen aufzuschwatzen, immer mehr in surrealistische Gefilde zwischen Leben und Tod. Das letzte Bild zeigt ihn neben Dutzenden frisch gewaschenen, zum Trocknen aufgehängten weißen Laken. Es ist die Vision, alle Schuld hinter sich zu lassen und das Buch des Lebens neu beschreiben zu können. Ob die Szene schon im Jenseits spielt oder noch auf der Erde, lässt der allegorische Film offen."

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