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WHOLETRAIN

WHOLETRAIN

Regie Florian Gaag
Kinostart 05.10.2006

Kritiken • WHOLETRAIN

05. Oktober 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • Berliner Zeitung

Eine Hommage an die Graffiti-Szene sah Julia Teichmann. "Die unterschiedlichen Hintergründe der vier Charaktere, ihre Motivationen und Träume werden vom Regisseur Florian Gaag, der auch Drehbuch und Soundtrack schrieb, genau, sensibel und klischeefrei gezeigt und angedeutet. Der Eindruck allerdings, in die Graffiti-Szene hineinversetzt zu sein, ist der Schauspielführung und den Schauspielern zu verdanken: Sie wirken der Subkultur entsprungen und sind doch alle professionelle Schauspieler."

05. Oktober 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • Die Tageszeitung

Angenehm realistisch nennt Detlef Kuhlbrodt den Film. "Angenehmerweise verzichtet WHOLETRAIN weitgehend auf sich anbietende Überzeichnungen. Weder wird die herrschende Normalität denunziert, noch versucht der Film die solidarische, herzlich raue Gemeinschaft der Rebellen abzufeiern. Schade eigentlich, dass Vorortzüge nicht mehr bemalt werden, denn das Motiv des bemalten Zuges ist von großer Schönheit. In schwer bewachten Hallen schläft der Zug, der sich besprüht in einen wilden Comicdrachen verwandelt, den man dann auf die Leute loslässt, die im Bahnhof warten."

05. Oktober 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke hat wenig vom Leben der Jugendlichen erfahren. "Regisseur Florian Gaag war selbst Graffitiwriter in München. Sein Film ist roh und offenbar auch authentisch, doch er sucht in keinem Moment Abstand zu seinen Figuren. Gaag bemüht sich um schmutzige Bodensatz-Realität, kann aber doch nicht verhindern, dass sein Film letztlich die Funktion eines Hiphop-Videoclips übernimmt: Er verleiht der Selbststilisierung einer männlichen Jugendkultur Ausdruck, ohne deren Blick auf sich selbst jemals zu brechen. Das ist eine Zeitlang unterhaltsam, mitunter sogar packend, auf Spielfilmlänge aber doch ermüdend."

04. Oktober 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • br-online.de

Der Regisseur hat sich laut Carlos Gerstenhauer nicht nur für die Musik, sondern auch für die Graffiti etwas einfallen lassen. "WHOLETRAIN beweist, dass der deutsche Film in Sachen sozialer Realismus Erstaunliches leistet. Florian Gaag gelingt es, von Jugend so zu erzählen, wie man es sonst nur aus dem US-Kino der 70er und 80er Jahre kennt. WHOLETRAIN setzt hier die glorreiche Tradition von Jugend-Filmen wie FOXES oder BAD BOYES fort. Filme, die zum einen gelungene soziale Milieustudien waren, zum anderen die Karrieren von Stars wie Sean Penn und Jodie Foster beflügelten. In diesem Sinne darf man von Mike Adler, Florian Renner und Elyas M'Barek noch viel erwarten."

28. September 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • film-dienst 20/2006

Laut Josef Lederle enthält WHOLETRAIN alle Grundzüge der Graffiti-Kultur, die sich nahezu von selbst erläutern. Der Film "ist ein hochspannendes, emotional packendes Drama, bei dem es nicht allein auf den dramaturgischen Bogen ankommt: Auch der Film selbst will Style, hochartifizielle Graffiti-Kunst sein, indem er sich die Strukturmerkmale ihres Sujets zu eigen macht. Bereits die Eingangssequenz vibriert im Rhythmus der Beats und visuellen Einfällen, mit denen die Figuren eingeführt werden und das Thema wie ein 'Piece' mit groben Strichen vorgezeichnet wird, um im Lauf des Films dann immer plastischer ausgefüllt zu werden."

07. September 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • Der Spiegel

Exzellent nennt Daniel Haas das Kinodebüt. "WHOLETRAIN hat den Look des Dokumentarfilms; schnelle Schnitte und minimale Lichtregie sorgen für den Eindruck von Authentizität. Der Film ist zugleich aber auch eine soziale Utopie, die den Kreativen weder als abgezockten Nutznießer einer medialisierten Gesellschaft noch als Opfer seiner avantgardistischen Ansprüche zeigt. Nicht umsonst wurde der Soundtrack von HipHop-Veteran KRS One eingespielt: Der New Yorker gilt seit den Neunzigern als einer der politischsten Köpfe des Rap. Seine Verbindung von Kritik und Kunst passt gut zu Gaags Projekt einer Vermittlung von Ethik und Ästhetik. In der Sprayer-Crew gehen Stilwille und Loyalität einher. Ehrgefühl und artistischer Anspruch gehören zusammen."

10. Februar 2006 | WHOLETRAIN • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Ralf Schenk zeigt der Regisseur in WHOLETRAIN "jugendliche Graffitisprayer, die nur ihre eigenen Gesetze kennen und "normalen" gesellschaftlichen Regeln nicht mehr zugänglich sind. Sprache und Lebensgefühl scheinen außerordentlich gut getroffen; auch die hektische Kamera und der an Videoclips orientierte Schnitt tragen dazu bei."

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