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COUCHGEFLÜSTER

COUCHGEFLÜSTER

Regie Ben Younger
Kinostart 19.01.2006

Kritiken • COUCHGEFLÜSTER

19. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Carmen Böker haben Meryl Streep und Uma Thurman Spaß an dem, was Männern Freude macht. Dem Regisseur Ben Younger ist es gelungen, "diese Hochglanzoberflächen zu Kulissen einer halbwegs ehrlichen Geschichte zu konstellieren; COUCHGEFLüSTER ist ein Hach-Schmacht-Film für Frauen, den auch Männer bei einem DVD-Abend ertragen können - weil dem Champagnercocktail das Bier aus der Flasche, dem Designeroutfit das olle T-Shirt, der Vernissagenschlenderei der Computerspielexzess und der supergestylten Kollegin der schluffige Kumpel entgegen gesetzt werden. Vertraute Niederungen des Alltags also, aus denen am Ende jedoch wieder nur die These von der Unvereinbarkeit zweier Welten exzerpiert wird."

19. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • Die Tageszeitung

Ganz hat die Komödie Barbara Schweizerhof nicht begeistert, dafür fehlt ihr der Wahnsinn, aber es ist immer wieder schön, zu sehen, wie Schwindeleien den Weg zur Wahrheit verstellen. Der Film ist "allzu sorgsam, seine Figuren zu Karikaturen verkommen zu lassen. Es ist fast ein bisschen viel Gerechtigkeit, die hier alle Seiten über die üblichen peinlichen Situationen hinweg erfahren. Dabei gehört zu einer guten Komödie doch immer auch die Begeisterung für den Wahnsinn. Hudson und Day waren ein unmögliches Paar. Was ihren Filmen, außer der sinnbildlichen hollywoodschen Verlogenheit, auch etwas Absurd-Utopisches verlieh. COUCHGEFLüSTER ist dagegen zu sehr um Vernunft und Ehrlichkeit bemüht."

19. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Alle Register der Situationskomik werden hier laut Heike Kühn gezogen. "Die jiddische Mutter, Auslöser unzähliger Wahnvorstellungen in Woody-Allen-Filmen, schlägt als Deutungsmacht zurück. Aber es kommt noch besser. Die Psychiaterin scheitert an den inzestuösen Einzelheiten und landet neben Rafi auf ihrer eigenen Couch. Ist die Psychoanalyse am Ende, oder gar die Liebe? Beide bekommen eine Chance und entdecken die Abfolge von seliger Blindheit, Verdrängung, Wiederholungszwang, Abnabelung und Aufarbeitung neu. Das wahre Happy End liegt in der Selbsterkenntnis."

19. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Bei Volker Mazassek bleiben einige Fragen offen: "Überhaupt blitzt nur gelegentlich auf, warum für den jungen Kerl in seiner gegenwärtigen Lage eine erfahrene Frau die richtige ist, warum umgekehrt der deutlich jüngere Mann der etwas verunsicherten Geschäftsfrau gerade recht kommt und warum beides zusammen tragisch ist. ... Der Preis dafür ist, dass die Haupthandlung empfindlich gestört und immer diffuser wird. Wenn der Film irgendwann rum ist, fragt sich der Zuschauer, ob er Rafi, Lisa und David eigentlich kennen gelernt hat. Die Antwort: nicht so richtig. Die Charaktere bleiben einfach zu flach, weil der Regisseur seinen Film vor allem funkeln lassen will und das führt halt nur zu schönem Schein."

19. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Daniela Sannwald interessieren den Regisseur dreierlei soziale Beziehungen: "die zwischen jungem Mann und älterer Frau, zwischen Mutter und Sohn und zwischen Therapeutin und Klientin. Mit Sinn für Situationskomik hat er die Dialoge geschrieben - und mit Ironie, aber auch viel Sympathie beobachtet er seine Helden bei ihren Überlebenskämpfen im Gefühlsdschungel. ... Schade, dass Uma Thurman in dieser romantischen Komödie nicht eben ideal besetzt ist; in einer Mischung aus der von Woody-Allen-Darstellerinnen geläufigen flattrigen Verhuschtheit und dem überständigen Niedlichkeitskult einer Meg Ryan agiert sie arg vertüdelt. Leider ist Meryl Streep mit grässlich bunten Holzperlenketten und Halstüchern ein bisschen zu trutschig geraten."

18. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • fluter.de

Eine schöne Komödie sah Philipp Bühler. "Man glaubt, was Rafi und David füreinander empfinden, und hat Spaß an der bizarren Situationskomik in Lisas Psychopraxis. Aber in der Liebe ist es wie beim Drehbuchschreiben: Gewisse Dinge sollte man nicht bis zum Schluss verdrängen. Und romantische Komödien funktionieren eigentlich nur, wenn es um überhaupt nichts geht. Weil die wahre Liebe, leider, überhaupt nicht komisch ist. Mit der Entscheidung, die Rafi und David treffen müssen, ist dieser so schön leichte Film jedenfalls deutlich überfordert."

17. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • film-dienst 02/2006

Für Ulrich Kriest bewegt sich der Regisseur ausgesprochen souverän im angestammten Woody Allen-Country. "Das Milieu ist vergleichbar: intellektuell, sprachgewandt, kunstinteressiert, jüdisch und therapieerfahren. Allerdings haben die Akteure in COUCHGEFLüSTER noch nicht das Rentenalter erreicht; statt klassischem Jazz erklingt die Stimme von Rufus Wainwright, und in den Clubs trägt man keine Cordhosen, sondern hört Le Tigre. Dennoch ist der Geist des verehrten Altmeisters Allen stets mit Händen zu greifen, nur dass das Bild von Maskulinität demjenigen von Allens Klassikern geradezu diametral entgegensteht."

12. Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • br-online.de

Spritzig nennt Margret Köhler die Komödie. "In Ben Youngers spritziger New-York Komödie geht es drunter und drüber mit Herz-Schmerz, Verlust und Verzicht, und allem, was dazu gehört. Pfiffige Dialoge und wunderbare Darsteller, ein Pfund, mit dem Younger wild wuchert. Uma Thurman zeigt sich nach KILL BILL von einer ungewohnt sanften Seite, Bryan Greenberg beglückt durch charmante Naivität, unschlagbar Meryl Streep als Seelenklempnerin mit schlechtem Gewissen, die sich bei einer Kollegin auf die Couch legt und an ihrer Berufung zweifelt. Dazu das pulsierende New York in seiner ganzen Pracht, voller Überraschungen und Zufälle. Da kann nichts mehr schiefgehen."

Januar 2006 | COUCHGEFLÜSTER • Kritik • filmz.de

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