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ABSOLUTE WILSON

ABSOLUTE WILSON

Regie Katharina Otto-Bernstein
Kinostart 12.10.2006

Kritiken • ABSOLUTE WILSON

14. Oktober 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • Die Tageszeitung

Laut Katrin Bettina Müller traut sich die Regisseurin keine eigene Meinung zu. "Man erfährt viel über Wilsons Konzepte, die Arbeit am Minimalismus, die Anerkennung als Künstler, die Professionalisierung des Managements. Und dennoch verspielt die US-amerikanische Dokumentarfilmerin Katharina Otto-Bernstein ihr Thema, weil sie die Bild- und Textebene überlädt, sich ins Kleinteilige und Puzzlige verliert. Zu viele Talking Heads, zu viele Experten."

12. Oktober 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • Der Spiegel

Detektivisch ist die Regisseur vorangegangen, meint Friederike Hofmann. "Für Wilson-Fans ist die Werkschau ein Genuss. Wer indes kein Kenner ist, hat es schwer: Otto-Bernstein packt in ihren Film so viele Informationen wie möglich. Das rasante Tempo erlaubt nur kurze Ausschnitte aus dem Originalmaterial. Wilsons Inszenierungen sind aber so komplex, dass sie in wenigen Sekunden schlicht nicht zu erschließen sind. ... Etwas mehr kritische Distanz hätte dem Film nicht geschadet. Es fällt Otto-Bernstein schwer, ihre ausnahmslose Begeisterung für Wilson zu verbergen. Sogar Wilsons härtester Kritiker, der scharfzüngige John Simons vom "New York Magazine", wirkt in diesem Film milde - die Dokumentation hinterfragt das Werk dieses streitbaren Künstlers nicht."

12. Oktober 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Rüdiger Schaper ist ABSOLUTE WILSON "ein Film mit vielen talking heads, der nach und nach in bekanntes Fahrwasser kommt. David Byrne meint, dass neben Wilson fast alles auf dem Theater altmodisch aussehe. Das gilt gelegentlich auch für Wilson selbst: Längst ist er klassisch. Fünf Jahre hat Katharina Otto-Bernstein ihn begleitet. Man erlebt den durch die Welt rasenden Regisseur als ausgeruhte Kunstfigur. Und der Blick fällt nur da auf Privates (nie Intimes), wo sich eine Verbindung zu Wilsons magischem Werk auftut."

12. Oktober 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • Frankfurter Rundschau

Zunächst scheint ABSOLUTE WILSON tatsächlich seine Zuschauer einzufangen mit den vielen Facetten dieses großen Theatermachers, schreibt Daniel Kothenschulte. "Vielleicht dauert es bis zum Abspann, bis uns auffällt, mit wie wenig Information, mit welch geringen Einsichten in seine Arbeit dieser erstaunliche Effekt gelungen ist. Es ist ein atemloser Film über einen Künstler, der dem Theater so viel Luft zum Atmen gegeben hat. Es ist ein hektischer Film über jemanden, der Zeit in vollen Kübeln ausgegossen hat. ... Wie die Mehrzahl dieser Filme ist Absolute Wilson ein Trailer seiner selbst. Diese Form des Dokumentarfilms ist gesichtslos. Das alte Ethos dokumentarischen Arbeitens, die Zurücknahme der Autorenschaft, haben ihre Filmemacher verinnerlicht bis zur Indifferenz. Reflexion, Interpretation oder gar Kritik scheint ihnen unerwünscht. Wenn das Thema aber Kultur ist, wird diese Kritikfeindlichkeit paradox."

10. Oktober 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • film-dienst 21/2006

Von der Machart ist der Film eher unspektakulär meint Felicitas Kleiner. "Fragen oder Kommentare der Regisseurin bleiben außen vor; Wilson und seine Kunst sprechen für sich. Nur die Montage deutet vorsichtig Zusammenhänge zwischen Leben und Werk an, wenn Otto-Bernstein für bestimmte biografische Einflüsse, die Wilson im Interview erwähnt, Beispiele für deren Ausprägung in einzelnen Produktionen sucht. Trotz oder gerade wegen dieser konventionellen Erzählweise ist der Hamburger Filmemacherin ein fantastisches Künstlerporträt gelungen, in dem sich an keiner Stelle formale Mätzchen zwischen den Zuschauer und das Objekt des Interesses schieben."

16. Februar 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Doris Meierhenrich ist ABSOLUTE WILSON ein "seltsam vergangener Film, auch wenn er sehr raffiniert das erzählte Leben und die archivierte Bühnenkunst ineinander spiegelt und auffrischt, wie Wilson zu Wilson wurde ... ABSOLUTE WILSON zeigt das Leben des "Magiers" als Erfolgsstory mit Startschwierigkeiten: Wie der sprachbehinderte Bob erst durch die Besinnung auf die Langsamkeit das Sprechen lernte. Wie der bekennende Schwule Bob erst durch die Loslösung von der repressiven Umwelt zum eigenen Leben fand, das seine Kunst wurde: Ein langsames Schweben außerhalb der Kontexte. Damals ein Traum. Der Film träumt weiter."

12. Februar 2006 | ABSOLUTE WILSON • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Rüdiger Schaper gleicht der Film einer Expedition in die Kindheit. "Ein überaus ruhiger Film. Der durch die Welt rasende Regisseur – heute ist er mal wieder in Berlin – ist hier eine gut gelaunte, ausgeruhte Kunstfigur."

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