| Regie | Tomer Heymann |
In der Dokumentation PAPER DOLLS von Tomer Heymann wird Israel der Spiegel vorgehalten, meint Bettina Spoerri. "Beinahe fünf Jahre lang hat Tomer Heymann die Dragqueen-Gruppe begleitet, wobei sich die Grenzen zwischen Beobachter und Beobachteten immer mehr verwischten. Das Endprodukt vom Schneidetisch leugnet diesen Prozess nicht, sondern macht ihn im Gegenteil zu einem substanziellen Bestandteil. Heymann dokumentiert, wie er in Dialog mit seinen Protagonisten tritt, wie sich Ablehnung und Befremdung in neugierige Fragen, Faszination und schliesslich in Vertrautheit und Zuneigung verwandeln."
Wie Kirsten Riesselmann meint, zeigt der Film "einen ambivalenten Alltag in Tel Aviv: liberal auf der einen, ungerecht und riskant auf der anderen Seite.
PAPER DOLLS ist laut Philip Bühler "ein sensibles und trauriges Dokument globaler Migration, dessen Diskurspotenzial ein wenig darunter leidet, dass die senilen Herren von der sexuellen Identität ihrer Helfer keine Ahnung haben."