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11 MEN OUT

11 MEN OUT

Regie Robert Douglas
Kinostart 02.08.2007

Kritiken • 11 MEN OUT

20. September 2007 | 11 MEN OUT • Kritik • Die Tageszeitung

Wie Wilfried Hippen glaubt, ist der Regisseur selbst an Fußball gar nicht interessiert. "Er beschreibt den Sport eher als ein soziales Phänomen, und so gehören zu seinen besten Szenen die Vorstandssitzungen des Profivereins, in denen die Funktionäre einerseits so verächtlich über Schwule herziehen, wie sie es in der Öffentlichkeit nie tun würden, sie andererseits aber auch erkennen, dass der Rausschmiss ihres besten Spielers ihnen selbst am meisten schadet. So hält Douglas auch dramaturgisch den Ball flach und feiert zum Schluss weder den sportlichen Triumph der Außenseiter noch das plötzliches Erblühen der Toleranz. Es siegen die Pragmatiker: Schwul oder nicht - Hauptsache er schießt Tore."

31. Juli 2007 | 11 MEN OUT • Kritik • film-dienst 16/2007

Laut Stefan Volk interessiert sich der Regisseur "weniger für spieltechnische Raffinessen oder taktische Feinheiten als für den Umgang der Isländer mit Homosexualität. ... Eine sinnlich-erotische Schaulust wird in dem angeblich ersten isländischen Film, der Homosexualität offen thematisiert, nicht gestillt. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die sozialen und psychologischen Aspekte eines "klassischen" Coming-Out-Films. ... Die wahren Siege werden außerhalb des Fußballfeldes errungen; im Verhältnis zwischen Ottar und seiner Familie. Mit viel Humor, mal lakonisch, mal albern, fast comicartig karikierend, inszeniert Douglas die sozialen Folgen von Ottars Coming Out."

14. Februar 2006 | 11 MEN OUT • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film problematisiert laut Jan Brachmann, "dass die sexuelle Abweichung in den Medien nur noch als spielerisches Mittel zur Theatralisierung von persönlichen Geschichten dient, in den Familien aber nach wie vor mit echter Dramatik erlebt wird. Die Parade aller Schwulen und Lesben Islands am Ende ist folkloristischer Rummel. Mehr nicht. Gott sei dank wird uns hier kein schwuler Messias mehr verkündigt. Björn Hlynur Haraldson als Ottar erträgt die Aufregung um sich mit Gleichmut. Er verfolgt nur seine Interessen, ohne Rücksicht allerdings auf zerschlagenes Familienporzellan."

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