Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

KOMM NÄHER

KOMM NÄHER

Regie Vanessa Jopp
Kinostart 16.03.2006

Kritiken • KOMM NÄHER

20. März 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • Die Tageszeitung

In Vanessa Jopps Ensemblefilm genießen die Schauspieler Gestaltungsfreiheit, meint Cristina Nord. "Das Ergebnis dieser Anordnung hat tatsächlich viel Frische. Es ist schön zu verfolgen, wie die Schauspieler ihre Sätze bald fließen, bald stocken lassen und dabei den Tonfall des Films nah an den alltäglicher Gespräche rücken. Vor allem ist es schön zu beobachten, wie sie immer wieder die grundlegende Situation des Films ausgestalten: Zwei Figuren gehen aufeinander zu, doch bevor aus der Begegnung Nähe entsteht, stoßen sie sich - mal absichtsvoll, mal unfreiwillig - vor den Kopf und ziehen sich daraufhin zurück."

15. März 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • fluter.de

Die Figuren des Film wirken laut Stefanie Zobl wie vom Leben ausgeschlossen. "Vanessa Jopp zeigt ganz normale Menschen mit den dazugehörigen Schwächen und Zweifeln. Der Blick auf sie und ihren Alltag im Berliner Kiez fällt nüchtern und ungeschönt aus. Glücklicherweise ist Jopps Film nicht annähernd so deprimierend, wie es scheinen mag: Der Unterton ist meist heiter und ungezwungen, die Filmemacherin begleitet das Hin und Her in den drei lose miteinander verknüpften Anti-Lovestories mit einem Augenzwinkern – quasi die, wenn auch nicht ganz so hinreißende, Wintervariante von SOMMER VORM BALKON."

13. März 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • br-online.de

Von der Liebe in Zeiten sozialer Kälte erzählt der Film laut Thilo Wydra. "Vanessa Jopp ist eine Unbequeme. Ihre Filme rütteln auf, kommen nicht gefällig daher. Von Jopps Arbeiten geht etwas Unmittelbares, etwas Situatives aus, da ist eine Aufgeladenheit, Energie auch. Es sind unprätentiöse Liebesgeschichten, etwa in der Tradition des sozialkritischen Films à la Ken Loach oder vor allem der Französin Laetitia Masson und ihrer Regie-Generation. Und die Geschichten, die Jopp erzählt, diese Liebesgeschichten, sind existentielle Dramen, mit dem Mut zu großen Gefühlen, zu Authentizität auch. Geschichten und Figuren mit Höhen und Tiefen. In Wahrhaftigkeit. Das ist, in aller Konsequenz, in KOMM NäHER bisher am stärksten ausgeprägt."

13. März 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • film-dienst 06/2006

Für Alexandra Wach erzählt die Regisseurin "unaufdringlich und scheinbar beiläufig von der Not, Intimität zuzulassen und sie gegen den Druck der Routine am Leben zu erhalten. Sie verzichtet auf jegliche Kunstfertigkeit der Inszenierung, die Bilder geben sich halbdokumentarisch und unterbelichtet, eingetaucht in ausgewaschene Grau- und Grüntöne. Inmitten eines nasskalten Berlins beschwört die fiebrige DV-Kamera von Rainer Klausmann eine Art Röntgenbild der Gesellschaft, stellt Menschen, die vom Leben nicht verwöhnt wurden, neben solche, die mit Selbstdisziplin und Tunnelblick der zunehmenden Konkurrenz in der Berufswelt begegnen."

23. Februar 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • Die Tageszeitung

Interessant, daß manchmal nur die Frauen lachen, denkt Wilfried Hippen. "Viel mehr als das nasskalte, winterliche Berlin und eine nervös, hektische Grundstimmung hält diese drei Geschichten nicht zusammen, und doch fällt der Film nicht in die einzelnen Episoden auseinander. Das liegt einerseits an dem durchweg sehr inspiriert und glaubwürdig agierenden Schauspielensemble, aber auch an dem guten Drehbuch, das alle Episoden in überraschende Wendungen voller Witz führt."

16. Februar 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • Berliner Zeitung

KOMM NÄHER ist für Christina Bylow ein ethnografischer Film über das merkwürdige Liebes-Vermeidungsverhalten der autochthonen Berliner. "Es ist recht voll in diesem Film, was dazu geführt hat, dass Jopp ihre Figuren dieses Mal mit grobem Strich skizziert und ihnen zwar viel Zeit aber wenig Möglichkeiten gibt, aus der Karikatur herauszutreten. ... Man wünscht sich, dass sie auf all die Unzumutbarkeiten, die ihnen dieses Frittenbuden-Berlin tagtäglich serviert, endlich anders als mit ihren vorgeschriebenen Reflexen antworten könnten. Mit Ambivalenz, mit Verrücktheit, mit Witz. Zarte Anflüge davon gibt es, aber zu wenige und zu spät."

16. Februar 2006 | KOMM NÄHER • Kritik • Der Tagesspiegel

Man kann um diesen Film herumgehen wie um eine Berliner Litfaßsäule, behauptet Jan Schulz-Ojala. "Etwas Kindlich-Verspieltes hat KOMM NäHER, dabei wird dauernd vor- bis postpubertär geflucht und gestritten, dass es eine wahre Pracht ist, am Ende aber sind alle verdammt lieb in einem Film, dem man in keinem Augenblick böse sein will und kann. ... Vanessa Jopps freundlicher Blick schweift von der einen zur anderen und zur dritten Geschichte, die wir uns allesamt gerne erzählen lassen, und auch der Schnittmengen-Moral - wenn man sich zu seinen Gefühlen bekennt, wird alles gut - ist vorbehaltlos zuzustimmen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,46828