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DARK HORSE

DARK HORSE

Regie Dagur Kari
Kinostart 12.01.2006

Kritiken • DARK HORSE

12. Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • Berliner Zeitung

Wieder hat der Regisseur laut Jan Brachmann "Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die nicht richtig funktionieren im Verwertungssystem der Gesellschaft. ... Die Bezüge von DARK HORSE sind andere: vordergründig der Film der Sechzigerjahre und der Slapstick. DARK HORSE ist in Schwarz-Weiß gedreht, ein alter Fiat Cinquecento Daniels Gefährt. Zwölf Kapitelüberschriften gliedern den Film als Textblenden. Er folgt einer Stationsdramaturgie. Jedes einzelne Kapitel hat für sich Bestand, jedes Bild seinen eigenen Wert, der sich nicht nach der Funktion für die zu erzählende Geschichte bemessen lässt."

12. Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Hoffnungsvoll daneben ist dieses Drama der ewigen Deplatziertheit, schreibt Daniel Kothenschulte. Trotzdem entdeckt der Kritiker etwas: "Das also ist es, was Kári in seinem Film, der uns erschien wie aus zweiter Hand, beweisen möchte: Dass niemand, auch wenn er sich wie der Kritiker alle Mühe gegeben hat, lange immun ist gegen den offensiven Angriff der Poesie auf die Wirklichkeit. Am Schluss, der Surrealismus hat endgültig die Oberhand ergriffen, fahren dann nur noch Cinquecenti über die Landstraße. Es muss die teuerste Szene des ganzen Films gewesen sein."

12. Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • Der Tagesspiegel

Verspielt findet Jan Schulz-Ojala den Film. "Nicht nur, dass [der Regisseur] für sein neuestes Werk ins dänische Exil ging, wo der meist liebenswert skurrile Humor ähnliche Blüten treibt wie im heimischen Island; nein, für DARK HORSE sind ihm so auffallend viele ausgefallene Vor- und Zwischenfälle eingefallen, dass er da nichts, aber auch gar nichts zum Abfall tun wollte. Das strengt leider an. Und es hat offenbar auch Dagur Kári angestrengt. So sehr, dass er aus seinem putzig-charmant gemeinten, ziemlich überkandidelten und doch mitunter nervtötenden Kreativdelirium rauswollte in so etwas wie Sinn."

12. Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • Junge Welt

Ab einem gewissen Zeitpunkt hat die die liebenswürdige, intelligente Komödie von Dagur Kári für Felix Kubach ein wenig geschwächelt. "Die durchschaubare Odyssee des Helden, seine Entscheidungsfindung und seelische Reifung, verläuft weniger verspielt als schwerblütig. Die besten Stellen des Films, etwa die Auftritte der ziemlich irren Mutter Francas, sind deshalb mit der Hiobsbotschaft vorbei. ... Etwas mehr von diesem Zynismus hätte dem Film gegen Ende ganz gut getan. Sehenswert ist er dennoch, einfach weil er lakonisch von Leuten erzählt, die nicht in die Welt passen, in der sie leben."

11. Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • fluter.de

Wieder erzählt DARK HORSE eine Geschichte über sympathische, diesmal etwas zu skizzenhafte Sonderlinge, schreibt Sascha Rettig. Alle Figuren "bewegen sich hier in der ganz eigenen Wirklichkeit des Films, die Kári als episodische Ideensammlung mit Kaurismäki-Lakonie, kontrastreichem Schwarz-Weiß (bis auf eine erleuchtend farbige Einstellung) und einem Stil einfängt, der an Nouvelle-Vague-Filme aus den 1960ern erinnert. Nicht sehr tief gehend, aber schön und von träumerischer Leichtigkeit."

02. Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • film-dienst 01/2006

Alexandra Wach lobt den Regisseur: Seine raffinierten Einfälle sind gerade so bizarr, dass sie Interesse nicht nur wecken, sondern auch halten können - und gerade konventionell genug, um sein Publikum nicht vor den Kopf zu stoßen. "DARK HORSE gewinnt spätestens in der zweiten, zum Existenzdrama tendierenden Hälfte einen ganz eigenen, zart schwebenden Rhythmus. Kunstvolle Zeitellipsen und meditative Ruhemomente treten an die Stelle gelegentlich allzu gefälliger Pointen, und auch wenn das Happy End in diesem überaus stilbewussten skandinavischen Kleinod nicht ausbleibt, lauert hinter der Versöhnung mit den Anforderungen des Lebens schon der nächste Absturz, und auch der Wille zum Befreiungsschlag ist nicht weit."

Januar 2006 | DARK HORSE • Kritik • filmz.de

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