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DAS LEBEN DER ANDEREN

DAS LEBEN DER ANDEREN

Regie Florian Henckel von Donnersmarck
Kinostart 23.03.2006

Kritiken • DAS LEBEN DER ANDEREN

21. Februar 2007 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Berliner Zeitung

Wie Eva Schweitzer festgestellt, trifft DAS LEBEN DER ANDEREN in den USA einen Nerv.

18. August 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Geschichtsrevisionismus wirft Claudia Schwartz dem Regisseur vor. "Florian Henckel von Donnersmarck zeigt im Funktionär, der sein Opfer schützt, nicht nur die Ausnahme von der Regel, er will gleich auch noch "Die Sonate vom guten Menschen" (so der Titel von Dreymanns Buch). Mit solcher Verblendung gibt DAS LEBEN DER ANDEREN den derzeit wieder auflebenden geschichtsrevisionistischen Gelüsten alter Stasi-Kader Rückenwind. Darüber sollte nachdenken, wer beim nächsten Mal einem mit historischer Genauigkeit gezeichneten Film wie GOODBYE, LENIN! sein kleines Spreewaldgurkenglück vorwirft."

01. April 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Berliner Zeitung

Helge Hopp spricht mit Schauspieler Sebastian Koch über seinen Part in DAS LEBEN DER ANDEREN, die Nähe zu seinen Figuren, den ewigen Neuanfang und die Lust, mal mit Juliette Binoche zu spielen

31. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Der Freitag

Christine Fischer erklärt, was den Film angeblich zum Meisterwerk macht.
"Die Einordnung in größere Linien wie DDR-Vergangenheits-Darstellungen und Täterfilme sind neben der Beschwörung junger Genies beliebte Feuilletonstrategien, um Einzelphänomene und ihre Rezensionen "interessanter" zu machen. Ebenfalls sehr beliebt ist die Experten- beziehungsweise Prominentenbefragung."

23. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte ist der Film vieles, aber nicht ein Stück Vergangenheitsbewältigung. "DAS LEBEN DER ANDEREN ist schon deshalb ein ungewöhnlicher Film, weil man ihm über weite Strecken mit angehaltenem Atem folgt. Ein deutscher Thriller, ein spannender noch dazu, ist Ereignis genug. ... Man redet nicht gern über Filmenden, aber manchmal entscheidet sich alles an ihnen. Und nun, wo der Film wirklich zum Historiengemälde gerät, da erinnert er plötzlich an andere Versuche kollektiver Vergangenheitsbewältigung im Rahmen von zwei Kinostunden. Wie das Nachkriegskino die vorausgegangene Diktatur gern mit wenigen Oberbösen in hohen Positionen repräsentierte, aber um so mehr Herzensgüte beim Mann auf der Straße, setzt DAS LEBEN DER ANDEREN auf voreilige Versöhnlichkeit mit der eigenen Geschichte."

23. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Neues Deutschland

Einen Film über die DDR ohne Klamauk sah Margit Voss. "Was sich da im Innern des Hauptmanns vollzieht, vergleicht der Filmregisseur mit der Wandlung vom Saulus zum Paulus, was sich, der Apostelgeschichte nach, in Damaskus vollzog. Bekanntlich war dieser Saulus ein Christenhasser, bis ihn der Herr buchstäblich mit Blindheit schlug und nach drei Tagen, mit neuem Sehvermögen ausgestattet, zu einem anderen Menschen machte. Das wird im Film auch ordentlich zu Ende gedacht, inszeniert und gespielt. Da scheint vieles überzeugend, überraschend und gelungen und ist einen Kinobesuch wert."

23. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Junge Welt

Einfach ein gutes Melodrama ist der Film für Jürgen Karl Klauß. "Weil man Donnersmarck für seinen Debütfilm ein beachtliches handwerkliches Können bescheinigen muß, besonders in puncto Schauspielerführung, ist schärferes Kritisieren angebracht als bei den anderen Kasperle-Geschichten aus dem Märchenland DDR. ... Der Film enthält kaum Totalen, auch nicht solche, die möglich gewesen wären und das Cinemascope-Format gerechtfertigt hätten, etwa vom Stasihauptquartier in der Normannenstraße oder dem Knast in Hohenschönhausen. In Nahaufnahmen läßt sich's leichter und unaufwendiger erzählen. Davon leben Action-und Videoclip-Regisseure. Zur Not kann man auch gute Melodramen so erzählen."

23. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Die Zeit

Der Film setzt Maßstäbe, behauptet Evelyn Finger. "DAS LEBEN DER ANDEREN ist politischer als SONNENALLLEE, philosophischer als GOOD BYE, LENIN!, sarkastischer als BERLIN IS IN GERMANY – eine Kinonovelle, die deprimierende Einsichten in die Herrschaftsmechanismen der Diktatur gewährt. Regisseur und Drehbuchautor Florian Henckel von Donnersmarck erzählt darin die Bekehrung eines überzeugten Stasi-Spitzels durch den Kontakt mit jenen Künstlern, die er überwachen soll. Es ist die tragikomische Komplementärgeschichte zum gängigen IM-Skandal vom Künstler, der sich durch die Staatsmacht hat korrumpieren lassen."

22. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Berliner Zeitung

Keine Sensationen bietet der Film allerdings für Anke Westphal, aber er ist der bislang am prominentesten besetzte Film zum Thema. "Tatsächlich hat sich Florian Henckel von Donnersmarck große Mühe gegeben, sich maximal in den Überwachungsalltag in der DDR einzufühlen: in das heikle Verhältnis zwischen Macht und Ohnmacht, Politik und Kunst, Observierern und Observierten, das so viele gebrochene Biografien verschuldet hat. ... Doch die Frage ist, warum DAS LEBEN DER ANDEREN die Verfolgung einer eigentlich linientreuen Figur mit dem Triebstau eines fetten Bonzen motiviert, wo der Film doch auch von einer gesellschaftlichen Verfasstheit sprechen will? Man könnte antworten: Natürlich um die ganze Willkür des Terrorregimes zu zeigen! Und es wird nicht wenige geben, denen das einleuchtet. Aber es ist wohlfeil."

22. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Die Tageszeitung

Leider mischen sich für Claus Löser in die präzisen Beobachtungen des DDR-Überwachungssystems Kolportage-Elemente. "Durch seine differenzierte Perspektive stellt der Film potenziell einen wichtigen Beitrag zur Analyse der 'zweiten deutschen Diktatur' dar. Dennoch scheitert er an seinem Gegenstand. ... Es sind diese Vermischungen von behaupteter Geschichtsschreibung und ungehemmter Kolportage, die DAS LEBEN DER ANDEREN letztlich scheitern lassen. Öfter scheint es, als hätten Geduld und Neugier die Filmemacher zyklisch verlassen. Denn neben sensiblen Passagen stehen plötzlich billigste Klischees. Und auch Ulrich Mühes sympathischer Hundeblick vermag auf Dauer nicht die Untiefen des Films zu kompensieren. Wenn Stasi-Spitzel in Mänteln aufmarschieren, wie sie von der Gestapo getragen wurden, bedeuten jahrelange, im voluminösen Presseheft aufgeführte Recherchen gar nichts mehr."

22. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • fluter.de

Es wurde wohl endlich Zeit, meint Thomas Winkler. "Regisseur und Drehbuchautor Florian Henckel von Donnersmarck hat sich mit seinem Spielfilmdebüt auch vorgewagt an die Grundlagen aller totalitären Systeme. Er beschreibt nicht nur das Klima der Repression genau, ihm ist auch eine Parabel gelungen, die exakt beschreibt, wie eine Unterdrückungsapparatur die Menschen zwangsläufig verformt und schließlich zerstört – die Unterdrücker/innen dabei zum Teil kaum weniger als die Unterdrückten. Er versucht zu klären und zu erklären, wie sich eine Organisation wie die Stasi verselbstständigen kann, bis sie schließlich nur mehr ihre Abläufe perfektioniert, aber längst Ziel und Absicht aus den Augen verloren hat und die Überwachung zum Selbstzweck verkommt."

21. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Der Tagesspiegel

Mit Christiane Peitz spricht die Schauspielerin Martina Gedeck, die die weibliche Hauptrolle in dem Politthriller spielt, über Frauen im deutschen Film und den Blick der Regisseure.

18. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Berliner Zeitung

Frank Junghänel zeigt sich überrascht von DAS LEBEN DER ANDEREN. Der Film "vermittelt ein Gefühl für die DDR, wie man es so noch nicht im Kino erlebt hat, frei von Folklore und Ornamenten. Der Drehbuchautor und Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck legt die Mechanik der Macht bloß. Er modelliert das Überwachungssystem in einer kammerspielartigen Versuchsanordnung. ... Für Ulrich Mühe ist die Rolle des Beobachters eine Vorlage, bei der er alle Finessen seiner Kunst zeigen kann. Die meiste Zeit unter Kopfhörern, eingespannt wie in einen Schraubstock, spielt er oft nur mit den Augen. Und wenn er in den Verhören mit der Bleistiftspitze auf den Block stößt wie mit einem Stilett, bekommt man es tatsächlich mit der Angst zutun."

16. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Berliner Zeitung

Andreas Kurtz war bei der Premiere des Films in Berlin.

15. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • Der Spiegel

Für Reinhard Mohr ist dies einer der spannendsten deutschen Filme der jüngsten Zeit. Unprätentiös und eindringlich erzählt er vom Leben und Leiden im Schatten der Stasi. "Florian Henckel von Donnersmarck erzählt das alles sehr nah und eindrucksvoll, auch wenn man die politisch-persönlichen Metamorphosen der beiden Hauptfiguren nicht in jedem Augenblick glaubwürdig und stringent finden muss. Zudem hätten ein paar Schnitte zum Ende hin den Film noch besser gemacht, sein zuweilen allzu ruhiges Tempo etwas beschleunigt und pointiert. Ohne Ulrich Mühe aber wäre das Drehbuch nicht mehr als eine exakte Laborbeschreibung. Er spielt den Stasi-Hauptmann Wiesler, der anfangs seinen Studenten an gefilmten Verhörbeispielen zeigt, wie man auch den hartnäckigsten Staatsfeind weich kocht, derart grandios, dass der Rest des Staraufgebots dagegen sogar ein wenig verblasst."

15. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • br-online.de

Erstklassig recherchiert ist dieses Drama laut Margret Köhler. "Endlich mal nicht kuschelige DDR-Wärme und bunte SED-Devotionalien, sondern harte DDR-Realität steht im Mittelpunkt dieses Dramas um Macht und Ohnmacht des Individuums im totalitären Staat. ... Er entlarvt die Mechanismen eines monströsen Überwachungssystems, das auf die Zerstörung jeglicher Individualität zielt, demaskiert die Verantwortlichen, die im Dunstkreis von Ideologie ihre persönlichen Ziele verfolgen, zeichnet Brüche in den Biografien, seismografische Erschütterungen im Räderwerk der Macht. Der Film wirft Fragen auf, die weit über die sozialistische Ideologie hinausgehen, übertragbar sind auf jede Form des Fundamentalismus, sei es in Religion oder Politik. Ausstattung, Visualität, Stilisierung, Ensemble - besser geht's nicht."

13. März 2006 | DAS LEBEN DER ANDEREN • Kritik • film-dienst 06/2006

"Endlich ein Debüt, das sich nicht in einer Chronik der eigenen Generationsbefindlichkeiten erschöpft, sondern mit großer Präzision in den an Dramen überquellenden Fundus der deutschen Nachkriegsgeschichte greift, ohne Angst vor großen Gefühlen und einem Thriller-Plot, der das Gesehene ganz nah heranrückt und nicht durch komödiantische Zuspitzungen auf Distanz hält.", lobt Alexandra Wach. "Die Bandbreite dieser komplexen Geschichten ist längst noch nicht erschöpfend erzählt, und es mutet hoffnungsvoll an, dass sich ein junger, westdeutscher Regisseur ihrer mit einem so großartigen Ergebnis angenommen hat, handelt sein frühreifes Gesellschaftsporträt doch im Kern von zeitlosen Grenzsituationen, in denen ein Mensch aufgrund äußeren Drucks Position beziehen muss. Ein aufwühlender Einblick in die deutsche Zeitgeschichte und ein großer Gewinn fürs junge deutsche Kino."

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