Inhalt • DAS LEBEN DER ANDEREN
Ost-Berlin, November 1984. Fünf Jahre vor seinem Ende sichert der DDR-Staat seinen Machtanspruch mit einem erbarmungslosen System aus Kontrolle und Überwachung. Als Oberstleutnant Anton Grubitz den linientreuen Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman und seine Lebensgefährtin, den Theaterstar Christa-Maria Sieland ansetzt, verspricht er sich davon einen Karriereschub.
Kritik • DAS LEBEN DER ANDEREN • 23. März 2006 • Frankfurter Rundschau
Für Daniel Kothenschulte ist der Film vieles, aber nicht ein Stück Vergangenheitsbewältigung. "DAS LEBEN DER ANDEREN ist schon deshalb ein ungewöhnlicher Film, weil man ihm über weite Strecken mit angehaltenem Atem folgt. Ein deutscher Thriller, ein spannender noch dazu, ist Ereignis genug. ... Man redet nicht gern über Filmenden, aber manchmal entscheidet sich alles an ihnen. Und nun, wo der Film wirklich zum Historiengemälde gerät, da erinnert er plötzlich an andere Versuche kollektiver Vergangenheitsbewältigung im Rahmen von zwei Kinostunden. Wie das Nachkriegskino die vorausgegangene Diktatur gern mit wenigen Oberbösen in hohen Positionen repräsentierte, aber um so mehr Herzensgüte beim Mann auf der Straße, setzt DAS LEBEN DER ANDEREN auf voreilige Versöhnlichkeit mit der eigenen Geschichte."