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TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME

TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME

Regie Margaret Brown
Kinostart 22.12.2005

Kritiken • TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME

23. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • Der Spiegel

Die Dokumentation über den traurigen Troubadour findet Peter Luley rührend. "Zugleich dürfte die angenehm zurückhaltend gestaltete Hommage selbst der einschlägig informierten Gefolgschaft neben nostalgischen Momenten neue Einblicke bieten. Sie habe passend zur Musik Van Zandts einen handgemachten Film vorlegen wollen, "Vinyl, nicht CD, analog, nicht digital", sagt Regisseurin Margaret Brown, Tochter des amerikanischen Musikers Milton Brown, über ihren ersten Film. Es ist ihr auf fesselnde Weise gelungen."

23. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • Junge Welt

Sehr schön zu sein bescheinigt Tina Heldt der Dokumentation. "Nicht nur für die Fans von Van Zandt, von denen es letztlich noch immer so sehr viele nicht gibt, aber doch mehr, als man denkt. Sie hat etwas allgemeineres herausgearbeitet über diese Legende des amerikanischen Ausnahme- und Außenseiterkünstlers einer Generation - Van Zandt war Jahrgang 1944 -, die fast noch straflos versuchen konnte, dieses Außenseitertum einerseits authentisch zu leben und andererseits doch breite Wirkung zu hinterlassen. ... Das ist alles meilenweit vom einschlägigen Musiker-Doku-Format entfernt und vermittelt viel von der Zerrissenheit, die Van Zandt wohl ausmachte."

22. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • Berliner Zeitung

Einen persönlichen Film über einen traurigen Musiker hat Bert Rebhandl gesehen. "Margaret Brown hält sich bei psychologischen Erklärungen zurück. Sie setzt ganz auf die anrührende und verstörende Präsenz ihres Protagonisten. Trotz seines unsteten Lebens sind zahlreiche Filmaufnahmen auch privater Natur überliefert, sodass sich aus diesen Szenen, aus Interviews mit seinen Ehefrauen und Kindern ein facettenreiches Bild von Townes van Zandt zusammensetzt. ... Zwischen der Idealisierung des "verrückten Künstlers" und dem Psychogramm eines Opfers der Gesellschaft gibt es hier so viele Stereotypen, dass es als Überraschung gelten kann, wie selbstverständlich Margaret Brown dazwischen ihren Weg findet."

22. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Margaret Brown hat sich für einen leisen, melancholischen Ton in ihrer Dokumentation entschieden und für ein langsames Tempo. Das passt zu einem Mann, der alles geopfert hat, um seine Musik machen zu können; der von seinen Songs sagt, dass nicht alle traurig, sondern manche auch hoffnungslos seien; der auf die Frage, warum er so viel trinkt, antwortet: "Warum nicht?""

22. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Daniel Kothenschulte entwirft die Regisseurin "eine umfassende Chronik knapp verfehlter Durchbrüche und ebenso knapp überlebter Selbstattacken. ... Bemerkenswert an diesem bei aller Auslassung - die möglicherweise aus übermäßiger Diskretion erklärlich ist - überaus sehenswerten Film ist, wie konsequent Brown jeder äußerlichen Emotionalisierung widersteht. Die hätte dieses Leben auch wahrlich nicht nötig. Man stelle sich einfach einen Vincent-Van-Gogh-Film ohne Melodram vor, eine erstaunliche Leistung wäre das. Das hätte Townes gefallen."

22. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • Der Tagesspiegel

Lebhaft sind die Geschichten um den Künstler für Christine Heise. "Die Schönheit seiner Verse trifft gerade heute, in ungleich zynischeren Zeiten. Kurz bevor er am 1. Januar 1997 mit nur 52 Jahren starb, sah er aus wie 80. Townes, so sagt sein Freund, Dichterkollege und Saufkumpan Guy Clark, konnte Songs schreiben, die einem den Atem rauben, und genau das wollen wir doch alle. Alles so schön amüsant hier, die Aufnahmen von Auftritten und Albereien, die Erinnerungen auch. Und doch niederschmetternd. Warum musste dieses Leben so schief laufen? Warum hatten diese Einzigartigkeit einen so hohen Preis?"

21. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • fluter.de

Die Kultfigur hat es Thomas Winkler angetan. "Der alte Weggefährte Guy Clark erzählt dröhnend Anekdoten, Schulfreunde erinnern sich an erste Erfahrungen mit dem Schnüffeln von Klebstoffen, die drei Ehefrauen berichten vom ernüchternden Leben mit einem Abhängigen, der keine Droge ausließ, die Kinder sprechen von Vernachlässigung und Verlust. Die Frage aber, was den Songwriter Van Zandt so außergewöhnlich machte, droht bisweilen unter dem Detailreichtum des umfangreichen Materials verloren zu gehen. Fast scheint es, als versperrte dieses verrückte, selbstzerstörerische Leben den unverstellten Blick der Filmemacherin auf ihren Protagonisten. Richtig nahe scheint der Film seinem Gegenstand immer erst dann zu kommen, wenn Van Zandt eines seiner Lieder anstimmt."

20. Dezember 2005 | TOWNES VAN ZANDT - BE HERE TO LOVE ME • Kritik • film-dienst 26/2005

Laut Stefan Volk hat die Regisseurin dem Künstler ein Denkmal gesetzt. "Eine riesige Leerstelle tut sich auf, ein menschliches Rätsel, vor dem Brown kapituliert. Ihr Film kratzt ein wenig an der Oberfläche, ohne tief genug zu graben. Es bleibt das Porträt einer Ikone, eine gängige Starbiografie, angerührt mit einigen wenigen persönlichen Versatzstücken und 25 traurig-schönen Songs, die man selbstverständlich auch kaufen kann, auf der Doppel-CD zum Film. Oder ist BE HERE TO LOVE ME vielleicht eher der Film zur CD?"

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