Für Bert Rebhandl wälzt sich INVISIBLE WAVES in Trance durch sein Genre. "Der aus vielen Filmen von Wong Kar-wai bekannte Kameramann Christopher Doyle sorgt auch in INVISIBLE WAVES für eine trance-ähnliche Stimmung, die der mysteriöse Muzak-Soundtrack noch verstärkt. Der harte Gangsterfilm, das Genre, verfällt hier in einen Schlaf, durch den aber viele vertraute Figuren geistern (Hongkong-Star Eric Tsang hat zwei markante Auftritte). Man wälzt sich unruhig durch diesen Film, ist fasziniert von den Stimmungen und staunt am Ende ein wenig darüber, mit welcher Kunstfertigkeit das asiatische Kino sich in sich selbst zu verstricken weiß."
Für Michael Hanisch ist dies ein Film "über einen einsamen Gangster, der kalt ist und einen – leider – auch kalt lässt."
Solch Film wäre früher im 3-Programm des WDR gelandet, behauptet Jürgen Elsässer. "Man schaltet eine paar Batterien im Kleinhirn ab und versinkt tiefer im Sessel, beobachtet die vorbeitreibende Handlung und kommt auf niederem Niveau ins Philosophieren. ... Diese Katerstimmung verwechseln manche mit Existentialismus, und der Film unterstützt die Lüge kräftig mit psychedelischer Backgroundmusic und schlierigen Bildern."
Kalte Bilder zeigt der Regisseur laut Wolfgang Höbel. "INVISIBLE WAVES ist ein bleischwer erzählter, allzu ambitionierter Kunstkrimi ohne große Spannung, immerhin aber bietet er ein paar aufregende, traumverlorene Bilder. Einmal zum Beispiel drehen sich in einer zauberhaften Tanzszene Mann, Frau und Kind innig im Kreis."
Susanne Messmer spricht mit dem thailändischen Regisseur Pen-ek Ratanaruang, der hier wieder eine Geschichte von schwachen Helden erzählt.