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REQUIEM

REQUIEM

Regie Hans-Christian Schmid
Kinostart 02.03.2006

Kritiken • REQUIEM

08. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Berliner Zeitung

Regina Kerner erinnert an die realen Begebenheiten im bayerischen Städtchen Klingenberg.

08. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Marc Neller hat sich am Tatort, in der Stadt Klingenberg, nach 30 Jahren wenig geändert.

02. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Die Tageszeitung

Bemerkenswert nennt Cristina Nord den Film. "Hans-Christian Schmids Film geht sparsam mit dem Toben und Wüten der Protagonistin um, er bezieht seine Eindringlichkeit niemals aus Versatzstücken, die einschlägigen Horrorfilmen entlehnt sein könnten, obwohl eine solche Leihnahme angesichts des Sujets nahe läge. Eindringlich ist "Requiem" vielmehr deshalb, weil er mit Szenen wie derjenigen arbeitet, in der Michaela das Kreuz in ihrem Wohnheimzimmer berühren möchte und sich ihre Finger in der Luft krümmen, als stießen sie gegen ein unsichtbares Hindernis. Sie sind außerstande, die letzten 20 Zentimeter bis zum Kruzifix zu überwinden. Sandra Hüller, die Darstellerin der Michaela, schöpft große Intensität aus solchen Gesten und Bewegungen."

02. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal spricht mit dem Regisseur Hans-Christian Schmid über Weltbilder, die Kirche und seinen Film REQUIEM.

02. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz unterhält sich mit Regisseur Hans-Christian Schmid über fromme Katholiken und deutsche Dämonen.

02. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Die Zeit

Der Teufel lebt in der Provinz hat Christian Schüle hier gelernt. REQUIEM "ist weniger die Messe für eine sterbende Seele als ein Abgesang auf die Provinzfamilie als kleinbürgerliche Hölle mit ANTHEM von Deep Purple als Choral. Es ist eine Westdeutschland-Parabel im Retrosound der Siebziger, die Geschichte einer Gottesvergiftung. ... Die große Kunstfertigkeit von Requiem liegt in der Diskretion, mit der das Neurotische behandelt wird. Mit der Kraft der Andeutung fängt Hans-Christian Schmid die existenzielle Verlorenheit seiner Heldin ein. Man sieht die innerlich und äußerlich Leidende im Moment des Zerbrechens meist von hinten oder, wenn sie wimmernd in sich versinkt, von der Seite."

02. März 2006 | REQUIEM • Kritik • Der Spiegel

Eine subtile Studie über religiösen Wahn in der deutschen Provinz sah Christian Buß. "Glaube, Sehnsucht und Aufbegehren kommen hier ebenso zum Ausdruck wie Angst, Zweifel und Schicksalsmüdigkeit. Die Tonspur scheint Feuer zu fangen - wer hätte gedacht, dass Deep Purples olles Kirchenorgelgerocke "Anthem" noch einmal solche Funken schlägt. Aber auch dies ist ein Beweis für die Inszenierungskunst des ehemaligen Dokumentarfilmers Schmid: Rübenackerbraun und Duffelcoatocker ist sein Provinzdrama ansonsten gehalten. Beklemmend und muffig ist das Szenario. Doch wenn die Heldin dann mal die Fenster aufreißt, überträgt sich das Glück von ganz alleine auf den Zuschauer."

18. Februar 2006 | REQUIEM • Kritik • Der Tagesspiegel

Christina Tilmann war bei der Pressekonferenz von REQUIEM.

18. Februar 2006 | REQUIEM • Kritik • Der Spiegel

Laut Olaf Schneekloth könnte Sandra Hüller mit diesem stillen, eindringlichen Porträt die Julia Jentsch der diesjährigen Festspiele werden. "In Schmids skizzenhaftem Drama nach einem wahren Fall aus den siebziger Jahren müssen erst drei Viertel des Films verstreichen, bis Michaelas Wahn Gestalt annimmt. Schmid verzichtet weitgehend auf Effekthascherei, und als der Exorzismus beginnt, blendet er aus. Solche Szenarien überlässt er lieber Horrorfilmen wie DER EXORZISMUS VON EMILY ROSE (2005), der denselben Fall in die amerikanische Provinz übertrug."

17. Februar 2006 | REQUIEM • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi spricht mit Sandra Hüller, einem neuen Stern am Schauspielhimmel.

17. Februar 2006 | REQUIEM • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film erzählt laut Anke Westphal von einem heroischen Emanzipationsversuch, der tragisch scheitert. "Ein atemberaubender Film, der das Kinopublikum mit einem sensationellen Talent bekannt macht: Sandra Hüller. Sie spielt Michaela als eine gläubige junge Frau, deren lebensfrohe Tapferkeit weniger durch die Krankheit boykottiert wird als durch repressive Fürsorge. Es geht bei Schmid auch nicht darum, einen historisch verbürgten Fall zu benutzen, um Religiosität als etwas Hinterwäldlerisches und Schädliches erscheinen zu lassen. "Requiem" schildert vielmehr das Martyrium einer Heldin, die keinen Platz in der Gesellschaft findet, weil sie weder gängigen Vorstellungen von Tradition noch von Modernität entspricht."

17. Februar 2006 | REQUIEM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Schmid behauptet seinen Rang als scharfsinniger Beobachter menschlicher Regungen, lobt Daniel Kothenschulte. "Schmid ist einer der wenigen deutschen Regisseure, die in jedem Land der Welt arbeiten könnten, weil ihm die menschliche Basis des Erzählkinos heilig ist. Jede einzelne Szene dieser beharrlichen Spurensuche führt er an das performative Ultimo. Wie die reifen Früchte arbeitsintensiver Gärtnerkunst reihen sie sich aneinander, doch was fehlt, ist der Baum, der sie alle trägt. Naturalismus ist eine schöne Sache, führt aber für sich alleine noch nirgendwo hin. Sandra Hüller, die sich in der Hauptrolle einer psychisch kranken Studentin in die vorderste Reihe junger deutscher Schauspieltalente spielt, ist so echt, dass wir sie zu kennen glauben."

17. Februar 2006 | REQUIEM • Kritik • Der Tagesspiegel

In REQUIEM versucht der Regisseur, sich diesem frommen, uns heute fremden Mädchen zu nähern. Die Kamera nimmt laut Christiane Peitz aufmerksam Anteil. "Es verschlägt einem den Atem, und man könnte heulen, weil diese junge Frau doch nur ein bisschen frecher sein müsste, dann bräuchte sie sich nicht selbst zu zerstören. 'Sie wollte', sagt Schmid, 'so wahnsinnig wenig. Nur studieren in Tübingen, Sozialpädagogik, nicht Politik. Bei der Anti-Vietnam-Demo hätte sie nicht in der ersten Reihe gestanden.' REQUIEM ist vor allem eine Ballade über die Provinz der siebziger Jahre."

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