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ELEMENTARTEILCHEN

ELEMENTARTEILCHEN

Regie Oskar Roehler
Kinostart 23.02.2006

Kritiken • ELEMENTARTEILCHEN

23. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Marcus Rothe führt ein Gespräch mit Regisseur Oskar Roehler über Sex, Tabus, Nihilismus, Houellebecq und seinen Film ELEMENTARTEILCHEN.

23. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Ein pathetisch verlängertes Pubertätsdrama sah Kathrin Bettina Müller. Vom "Schizophrenien des Romans bleibt in der Verfilmung nicht viel. Nur die emotionale Gemengelage der Gefühle, das gleichzeitige Angezogen- und Abgestoßenwerden von den Figuren und ihren Bedürfnissen, transportiert der Film, nicht die intellektuellen Konflikte, nicht das Kokettieren mit einem Wettrennen zwischen Kunst und Pornografie. Von seinem gesellschaftskritischen Potenzial sind nur die Hiebe auf Bewegungen der Vergangenheit, Hippietum, Emanzipation der Frauen und Geist der 68er übrig geblieben, aber nicht das keineswegs beruhigendere Protokoll des Zynismus der Gegenwart."

22. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • br-online.de

Die durch alles hindurch schimmernde Gesellschaftskritik an den Achtundsechzigern und der frühen Frauenbewegung ist für Kirsten Liese unübersehbar, aber der Film hat die Kritikerin nicht überzeugt. "Es liegt an der Machart: Produziert von Bernd Eichinger ist der Film zu sehr dem Mainstream verpflichtet. Regisseur und Produzent haben einfach zu viele Stars versammelt, von denen sie einige wie Jasmin Tabatabai, Uwe Ochsenknecht oder Herbert Knaup nur kurz ins Bild rücken in Szenen, die letztlich verzichtbar sind, und sie überziehen die subtilen Liebesgeschichten mit einem kitschigen Soundtrack."

22. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • epd-film 03/2006

Katharina Dockhorn spricht mit dem Regisseur.

17. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Der Freitag

Kein Klischee, keine Karikatur, kein Witz: Das ist der - in gewisser Weise: unroehlerhafte - Ton, der in ELEMENTARTEILCHEN herrscht, meint Matthias Dell. "Eine leichte Ernsthaftigkeit, eine zärtliche Verzweiflung, die am Ende des Films zu seinem Mangel wird. Es passiert nichts mehr: Christian Ulmen setzt, trotz späten Glücks mit der Jugendliebe (Franka Potente), sein unbeteiligt-scheues Grinsen nicht ab, und der furiose Moritz Bleibtreu braucht absichtsvoll zu lange, um sich zu der Behinderung seiner neu entdeckten Zuneigung (Martina Gedeck) zu bekennen. Der gereifte Roehler hat den krakehligen Houellebecq befriedet, aber das ein wenig zu sehr."

16. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • film-dienst 04/2006

Margret Köhler empfiehlt, ELEMENTARTEILCHEN in seiner filmischen Eigenständigkeit zu betrachten. "Beim unmittelbaren Vergleich mit der im Prinzip unverfilmbaren literarischen Vorlage muss er notgedrungen den Kürzeren ziehen. Roehler erzählt primär vom Werdegang der beiden Halbbrüder, plakatiert Sex und männliche Unfähigkeit zur Liebe und entwickelt in der zweiten Hälfte dann eine hohe suggestive Kraft – dies nicht zuletzt aufgrund der komplexen weiblichen Charaktere. Insgesamt beeindruckt der konventionell inszenierte Film vor allem durch das Schauspiel-Ensemble."

13. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Der Spiegel

Martin Wolf bescheinigt ELEMENTARTEILCHEN, eine tragische Sexklamotte zu sein. "Statt sarkastischem Weltekel präsentiert Roehler dem Publikum also die herzige Geschichte zweier Männer, denen das Schicksal übel mitspielt ... Houellebecq, der Zyniker, zog sein Klischee-Personal lustvoll in den Abgrund; Regisseur Roehler, eigentlich ein Romantiker, hat dagegen Mitleid mit diesen Figuren. An diesem Widerspruch arbeitet sich der Film hingebungsvoll ab; das Ergebnis dürfte ein eigenes Genre bilden: die tragische Sexklamotte. Dem Zuschauer bleibt die Erkenntnis, dass man ELEMENTARTEILCHEN nicht verfilmen kann."

13. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer findet den Film "tatsächlich so weinerlich, frauenfeindlich, reaktionär, gedankenarm und arschlangweilig wie die literarische Vorlage ist. Was im Buch an, sagen wir mal, philosophischen Thesen enthalten war, wurde im Film rundweg getilgt, übrig bleibt die bewegungslose Beziehungsgeschichte und der besinnungslose Hass auf die 68er-Generation. Weder Regie noch Schauspieler lassen freilich die leiseste Idee davon erkennen, was sie an Beziehungsgeschichte und Hass interessierte und warum sie beides überhaupt zu verfilmen gedachten."

13. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte bekam nicht das Drama, welches er erwartet hat, sondern eine Nummernrevue. "Als solche hat Roehlers Film einen eigenen Unterhaltungswert, den man nicht gering schätzen sollte, auch wenn er immer wieder mit allem kollidiert, was er sonst noch erreichen möchte. ... Die Verlegung des Stoffes in den deutschen Kulturraum ist dabei weit weniger problematisch als das Aufspalten in Kabinettstückchen ohne inneren Zusammenhalt. Wenn man Reohler etwas nicht vorwerfen kann, so ist es, dass er seine Figuren zu wenig liebte. Er verhätschelt sie geradezu. Die Stars lässt das mitunter zu Höchstleistungen aufblühen."

13. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Junge Welt

Irre lustig findet Alexander Reich den Film und macht sich über ihn lustig.

12. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

ELEMENTARTEILCHEN hat für Jan Schulz-Ojala soetwas wie Seele. "Erste Sensation: Oskar Roehler hat den unspektakulären Houellebecq nach eigenem Drehbuch äußerst sorgfältig, mithin unspektakulär ins Bild gesetzt. ... Roehler hat] diszipliniert gestrichen; wo wiederum sexuelle Schlüsselreize die Romanhandlung illustrieren, inszeniert er sie exakt, ohne sie visuell auszubeuten; und für die notwendigen Rückblenden des auf verschiedenen Zeitebenen hin und her springenden Geschehens findet er immer wieder hinreißende, fast auf Traumbilder reduzierte Szenen. Zweite Sensation: Der souveräne Umgang mit dem schwierigen Material bereitet den Boden für zwei der schönsten, melancholischsten, gebrochensten Skizzen der Liebe, die man seit langem im Kino hat sehen können."

11. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Berliner Zeitung

Jens Balzer hat einige Fragen: "ELEMENTARTEILCHEN ist ein Buch, das viele Fragen aufwirft. Zum Beispiel diese: Welcher Teufel hat bloß Bernd Eichinger und Oskar Roehler geritten, diesen längst ausgekauten Schinken ein halbes Jahrzehnt nach dem Verlöschen des Houellebecq-Hypes noch mit viel Geld in die Kinos zu bringen? Ist das ein Abschreibungsprojekt? Oder glaubt Eichinger, dass er mit diesem Männerselbstfindungsdrama an den Erfolg seines Männerselbstfindungsdramas DER UNTERGANG anschließen kann? Aber wieso spielt Bruno Ganz dann nicht mit?"

11. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Die Tageszeitung

Katrin Bettina Müller spricht mit Regisseur Oskar Roehler über die Erblast der 68er, Identifikation mit seinen Figuren, monströse Mütter und Sexszenen im Swinger-Club.

10. Februar 2006 | ELEMENTARTEILCHEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Deike Diening fragt, warum die Deutschen die trostlosen ELEMENTARTEILCHEN - Buch, Theaterstück, Film - mögen.

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