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SWINGER CLUB

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Regie Jan Georg Schütte
Kinostart 21.09.2006

Kritiken • SWINGER CLUB

21. September 2006 | SWINGER CLUB • Kritik • Berliner Zeitung

Ganz banale Themen tischt der Regisseur dem Zuschauer auf, meint Philipp Bühler. "Liebe und Lieblosigkeit, Treue und Verrat, der ganze Beziehungsmüll einer Generation, die sich in ihrer Verlogenheit gerade erst häuslich eingerichtet hat. Erzählt wird die Art von Klatsch, die einen im Privaten brennend interessiert, die wir aber als noch so fein ausgedachtes Drehbuch niemals akzeptieren würden. Schüttes Vorteil: Er hatte nie ein Drehbuch. Sein Film ist zum größten Teil improvisiert. Die Darsteller kannten ihre Rollen und deren Geheimnisse, nicht aber die der anderen. Das sich daraus ableitende Reiz-Reaktions-Schema gegenseitiger Enthüllungen und Vorwürfe produziert also Authentizität am laufenden Band, wenn auch in ihrer denkbar manipuliertesten Form."

20. September 2006 | SWINGER CLUB • Kritik • Jungle World

Jürgen Kiontke sah eine Live-Improvisation mit Wackelkamera und ohne Drehbuch. "Man befindet sich im Lebenslügen-Genre, nicht von ungefähr gemahnt das ganze Setting an Tho­mas Vinterbergs DAS FEST oder gern auch DIE 120 TAGE VON SODOM – die Leute, die sich zum Liebhaben treffen, die tun sich auch ordentlich weh. SWINGER CLUB stellt die Frage, warum die Teilsaturierten auch heute noch nichts Vernünftiges mit sich anzustellen wissen."

14. September 2006 | SWINGER CLUB • Kritik • film-dienst 19/2006

Die experimentelle Konzeption klingt für Felicitas Kleiner vielversprechend. "Auch wenn das Spiel der Akteure durchaus beachtlich ist, so sind doch die filmischen Mängel allzu gravierend, um den nötigen "Swing" in diese bürgerliche Beziehungsfarce kommen zu lassen. Von einer kärglichen Bildsprache zu reden, ist fast schon eine Übertreibung, da der Film überhaupt kein erkennbares visuelles Konzept aufweist. Heutzutage kann jeder Studentenfilm mit einer versierteren Kamera- und Lichtarbeit aufwarten; Ähnliches gilt für den Ton. Darüber, dass der Film optisch eine reine Zumutung ist, tröstet einen auch nicht die Handlung hinweg, die zugunsten der Improvisation notgedrungen ohne jede durchdachte Dramaturgie auskommen muss; auch dem Schnitt gelingt nicht die nötige Verdichtung des Materials."

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