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PRINZESSIN

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Regie Birgit Grosskopf
Kinostart 04.10.2007

Kritiken • PRINZESSIN

18. Oktober 2007 | PRINZESSIN • Kritik • artechcock.de

Mit geradezu märchenhafter Sicherheit gelingt dem Film, dass Rüdiger Suchsland sofort auf der Seite der Mädchen war. "Noch mehr, als die starke Geschichte und ihre Darsteller beeindruckt der Stil von PRINZESSIN. In seinem Zusammenspiel von Realismus und Poesie erinnert er von fern an Werke Michael Kliers: Nüchtern und intensiv zugleich blickt der Film nie weg; doch ohne in Verismus abzugleiten, fängt er stattdessen den Zauber seiner Figuren ein, und hält bis zum Schluss seine Spannung: Nie kann man sicher sein, was als nächstes passiert."

04. Oktober 2007 | PRINZESSIN • Kritik • kino-zeit.de

Egal wo der Film auch spielt, diese Orte gibt es überall, meint Katrin Knauth; sie sah eine ziemlich bittere Bestandsaufnahme junger Menschen in Deutschland. "Birgit Grosskopf hat einen sehr realistischen Film gedreht, eine Milieustudie, die sich in die anfangs genannten Filme wunderbar einreiht. Dabei gelingt es ihr, sämtliche Klischees außen vor zu lassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren."

28. September 2007 | PRINZESSIN • Kritik • film-dienst 20/2007

Alexandra Wach lobt die Regisseurin: Ihr Blick besticht durch die kompromisslose Handlungsführung und die raue bis erstaunlich ökonomische Machart. "In diesem fast neorealistischen Porträt von Frauen, die sich an zweifelhaften Macho-Vorbildern orientieren, spielt die westdeutsche Vorstadt die eigentliche Hauptrolle: monotone Betonklötze, austauschbare Einkaufspassagen, Sonnenstudios und U-Bahn-Unterführungen, die wie Kulissen aus einem klaustrophobischen Horrorfilm wirken, spiegeln eindrucksvoll die im Asphalt erstarrten Befindlichkeiten einer neuen Unterschicht, die in einem Spielfilm noch nie so lebensecht brutal agieren durfte."

03. Februar 2006 | PRINZESSIN • Kritik • Der Freitag

Bernd Buder hat viele Sorgenkinder auf dem Max Ophüls-Festival ausgemacht. "Mit Birgit Grosskopfs Regiedebüt nimmt sich erstmals ein Film dem Thema gewalttätiger Mädchengangs an. Bei der psychologischen Ausgestaltung ihres Dramas verlässt sich Grosskopf sinnigerweise auf die Zwischentöne, die feinen Spannungen, die hinter dem protzigen Imponiergehabe von Yvonnes Gang virulent werden. Doch als sich die Konflikte in der Mitte des Films als Kriminalhandlung zu entwickeln beginnen, schreckt sie vor banalen Klischees nicht zurück."

31. Januar 2006 | PRINZESSIN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Laut Rüdiger Suchsland ist Verunsicherung das Schlüsselwort des Films. "Noch mehr, als die starke Geschichte und ihre Darsteller beeindruckte der Stil von Prinzessin, der in seinem Zusammenspiel von Realismus und Poesie von fern an Werke Michael Kliers erinnert: Nüchtern und intensiv zugleich blickt der Film nie weg, ohne in Verismus abzugleiten. Stattdessen fängt er den Zauber seiner Figuren ein und hält bis zum Schluss seine Spannung. Nie kann man sicher sein, was als nächstes passiert. Diszipliniert und ökonomisch lebt er vom Sinn für feine Unterschiede und genauer Beobachtung."

29. Januar 2006 | PRINZESSIN • Kritik • Begründung der Jury des Max Ophüls Preises

Plattenbausiedlungen, die Trostlosigkeit der Vorstädte als Brutstätte von Gewalt. Das alles haben wir schon oft gesehen. Dieser Film aber konfrontiert uns mit einem besonders erschütternden Phänomen, einer brutalen Mädchengang, und macht zugleich sichtbar, dass die aufgesetzte Stärke Ausdruck emotionaler Verwahrlosung ist. Jenseits von Klischees mit einem Höchstmaß an Authentizität erzählt der Film getragen von kraftvoll agierenden Darstellerinnen vom Versuch, sich aus dem selbst zerstörerischen Automatismus zu befreien. Der Blick auf diese Mädchen ist unverstellt aber nie unbarmherzig, der Film direkt und packend erzählt. Er ist schonungslos und entlässt uns dennoch nicht ohne Hoffnung.

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