Inhalt • PRINZESSIN
Während noch überall die Weihnachtsdekoration hängt, knallen schon die ersten Silvesterkracher. An den drei Tagen "zwischen den Jahren" - inmitten von Automatenhotels, Möbelhäusern und Wohnsilos - hängt die 18-jährige Spätaussiedlerin Katharina mit Yvonne und den anderen aus der Clique lieber draußen in der Kälte ab als in irgend einer beengten Wohnung. Unruhig streifen die Mädchen durch ihr Revier. Die Freundinnen warten. Auf was ist ihnen nicht ganz klar. Jedenfalls nicht auf Silvester.
Laut Rüdiger Suchsland ist Verunsicherung das Schlüsselwort des Films. "Noch mehr, als die starke Geschichte und ihre Darsteller beeindruckte der Stil von Prinzessin, der in seinem Zusammenspiel von Realismus und Poesie von fern an Werke Michael Kliers erinnert: Nüchtern und intensiv zugleich blickt der Film nie weg, ohne in Verismus abzugleiten. Stattdessen fängt er den Zauber seiner Figuren ein und hält bis zum Schluss seine Spannung. Nie kann man sicher sein, was als nächstes passiert. Diszipliniert und ökonomisch lebt er vom Sinn für feine Unterschiede und genauer Beobachtung."