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MONGOLIAN PING PONG

MONGOLIAN PING PONG

Regie Ning Hao
Kinostart 15.12.2005

Kritiken • MONGOLIAN PING PONG

18. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • Der Tagesspiegel

Herzergreifend komisch, kindlich weise, atemberaubend schön nennt Christiane Peitz den Film. "Der erst 28-jährige Regisseur Ning Hao setzt auf Kontraste: Auf den prosaischen Augenblick, der den Witz gebiert, auf die Kollision der Stille mit der Pointe und die Poesie des schier unendlichen Horizonts, der den Mikrokosmos des nomadischen Alltags beherbergt. ... Ning Hao gehört zu jener chinesischen Regie-Generation, die zwischen Propaganda und Dissidenz einen dritten Weg versucht, indem sie die Zensur mit Bauernschläue umgeht. Er arbeitet minimalistisch, verzichtet zum Beispiel auf jeglichen Soundtrack und hat ein feines Gespür für Timing sowie für die Komik des zweiten Blicks."

16. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • Der Freitag

Weniger idyllischen Momente eines Familienalltags weitab von der Hauptstadt Peking hat Silvia Hallensleben gesehen. "Dabei ist MONGOLIAN PING PONG aber ein Stück weniger sentimental als etwa DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL: Fast ganz ohne Tierbabies kommt er aus, und auch die harschen Familienverhältnisse - der Vater trinkt, Prügel sind gang und gäbe - sprechen eine wenig idyllische Sprache. Ein Familiendrama soll der Film aber nicht sein, dafür geht er viel zu sehr auf Distanz: Die präzise Kamera von Du Jie zeigt die - bei uns gerne häuslich genannten und hier draußen vor der Jurte sich ereignenden - Familienszenen gerne aus der Totale, so dass sie ihren beklemmenden Charakter fast ganz an die Lust des Beobachtens verlieren."

15. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt meint wohlwollend: "Es ist doch ein großes Ding, im Kino zu sitzen und all seine Tentakeln ausfahren zu können. Und zu lachen. Nicht über die lieben Steppenmenschen. Wohl aber über die Würde und Komik, mit der das Einerseits und das Andererseits aufeinander prallen und umschlingen. Wobei das Beste ist, dass sich Ning Hao in einer Miniparabel darüber, beides gelten zu lassen, Yin und Yang, wiederum lustig macht. Denn ist das nicht ein blöder Kompromiss, wenn der Vater den Streit von zwei Jungs mit dem Messer schlichtet? Jeder beansprucht den Nationalschatz. Lösung? Der Ball wird halbiert. Überzeugt? Nö. Aber vom Film."

15. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • Die Zeit

Anke Leweke mag, wie der Regisseur seiner Heimat huldigt. Der "Film führt in eine Landschaft, deren kaum zu erfassende Weite etwas Beunruhigendes hat. Wo auch immer die Kamera hinschaut, setzen sich die mongolischen Ebenen fort, verliert sich der Blick in der Unendlichkeit des Horizonts. Auch hier geht es um den - wenn auch ganz heiteren - Einbruch des Fremden in eine nach eigenen, anderen Regeln funktionierende Welt."

14. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • Berliner Zeitung

Schon wieder hat sich ein Märchenfilm gekonnt als Dokumentarfilm verkleidet, meint Jan Brachmann. "Warum der Mongolenmärchenfilm so erfolgreich ist, liegt auf der Hand. Der Fantasyfilm lebt von Spezialeffekten. Aber die digitale Revolution hat, seitdem sie am Heimcomputer die Massen ergreift, den Effekten ihren Zauber genommen. Wunder im Zeitalter ihrer technischen Produzierbarkeit sind keine Wunder mehr, sondern bis zum Überdruss alltäglich geworden auch durch die Bilder der Werbung. ... Wie weit das Leben in der Steppe von nationalen Ideologien entfernt ist, wie leicht aber Kinder für solche Ideen zu begeistern sind, das hat der Film hier ausgesprochen, ohne uns zu agitieren. MONGOLIAN PING PONG tut ganz undramatisch so, als wolle er - mit lauter Laiendarstellern - nur das Leben in der Steppe dokumentieren."

14. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • fluter.de

Cristina Moles Kaupp ist fasziniert von MONGOLIAN PING PONG, "weil er so tief und einfühlsam in die Fantasiewelt der Kinder taucht. Laiendarsteller/innen bestimmen das Spiel und zeigen, wie es zugeht draußen in der kargen Weite. Leise, mit wunderschönen Naturbildern führt der 1977 geborene chinesische Regisseur Ning Hao in ein Leben jenseits der Zivilisation, in dem traditionelle Werte wie Freundschaft und Ehrlichkeit noch viel gelten. "Freunde der Steppe teilen alles", sagen die Väter der Jungs, die sich irgendwann wegen des Balles bitter streiten. Und als sie dann den Ball mit dem Messer halbieren, ist das eine der schönsten und schmerzlichsten Szenen zugleich."

06. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • film-dienst 25/2005

Als kurios und liebevoll bezeichnet Hans Jörg Marsilius die Geschichte. Der Regisseur "mischt Dokumentarisches und Fiktion, gleitet dabei aber leicht in die Nähe des Selbstgefälligen; das märchenhaft-poetische Moment wirkt stellenweise bemüht. ... Das Schielen auf die Pointe, das bei INCENSE und dessen rauem Stil nicht auffiel, ist in MONGOLIAN PING PONG bei allem Charme eine Spur zu ausgeprägt. Im Gegenzug erfährt man allzu wenig über die harten Lebensbedingungen der Menschen in der unendlichen Landschaft der Inneren Mongolei."

06. Dezember 2005 | MONGOLIAN PING PONG • Kritik • br-online.de

Ein filmisches Kleinod ist MONGOLIAN PING PONG für Heidi Reutter. "Man kann sich diesem Zauber nicht entziehen, zu keiner Zeit. Der Film hat kaum angefangen, und schon ist man gebannt, ist hingerissen von den liebenswerten Protagonisten, von der farbigen Pracht dieser endlos erscheinenden Landschaft. Und von der sanften Komik dessen, was der Film erzählt. Nicht überheblich, aber mit Augenzwinkern und einem sicheren Gespür für Emotionalität. ... Und ein Film, der wieder eine traumhafte Geschichte erzählt. Rührend, irgendwie nicht von dieser Welt."

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