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GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI

GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI

Regie Mike Barker
Kinostart 15.12.2005

Kritiken • GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI

15. Dezember 2005 | GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Film ist vom Dekorativen fasziniert, meint Michael Kohler. "Einen seltsamen Titel haben Mike Barker und Drehbuchautor Howard Himelstein ihrer Adaption von Oscar Wildes Lady Windermere's Fan gegeben: A Good Woman heißt der Film im Original, der deutsche Verleih hat noch die Zeit- und Ortsbestimmung Ein Sommer in Amalfi hinzugefügt. Warum sie ihrer Mrs. Erlynne die charakterliche Unbedenklichkeitserklärung bereits im Vorfeld ausstellen, bleibt rätselhaft. Schließlich hat Wilde seine Figur nicht nur mit einer moralischen Zwielichtigkeit von damals seltener Modernität ausgestattet, sondern auch mit genug Witz und Intelligenz, um es spielend mit jedem kleinkarierten Gegenüber aufzunehmen."

15. Dezember 2005 | GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI • Kritik • Berliner Zeitung

Alles sieht in dem Film laut Daniela Pogade sehr hübsch aus. "Oscar Wildes Komödie "Lady Windermeres Fächer" wurde soeben amerikanisiert und in die dreißiger Jahre (vor)verlegt, so dass nun Hollywood-Schauspieler in überaus kleidsamen, schmeichelnden Kostümen zu begutachten sind und man weit und breit keiner vertrockneten englischen Dame begegnet. Jedoch: Verklemmung und Snobismus gehören in eine angemessen vertrocknete Gesellschaft, und die hier agierenden Amerikaner sind eben Amerikaner; man traut ihnen den verfeinerten Dünkel nicht zu."

15. Dezember 2005 | GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI • Kritik • Neues Deutschland

Glück ist eben immer eine Frage der Einbildung, meint Gunnar Decker. "Diese Verfilmung sei eine 'bissige Komödie' geworden, las ich in einer Zeitung. Bissig vielleicht, aber ohne Zähne. Und Scarlett Johansson als junge Lady Windermere (hier immer kurz und amerikanisch 'Meg' genannt) ist Hollywoods neuer Frauentyp. Von jener falschen Naivität, die die eine Sorte Männer aufregt und die andere nervt. ... Heile Welt an Hollywoods Amalfiküste. Hübscher, hochglanzpolierter, weichgespülter, sentimentaler Kitsch, der bloß mit dem Namen von Oscar Wilde als Autor kokettiert."

14. Dezember 2005 | GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI • Kritik • fluter.de

Andreas Busche sagt es unumwunden: Der Film nicht besitzt nicht mehr die ironischen Untertöne Oscar Wildes. "Von der viktorianischen Etikette Wildes ist in GOOD WOMAN nicht viel übrig geblieben, es geht eher zu wie im "Denver Clan" - nur etwas stilvoller. Barker und sein Drehbuchautor Howard Himelstein haben Wildes Original hinreichend kannibalisiert und modifiziert. Man kann noch vage das Skelett der Vorlage erkennen, aber im Grunde ist diese GOOD WOMAN eine aufgeblasene Seifenoper von hohem Schauwert und niederer Gesinnung."

06. Dezember 2005 | GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI • Kritik • film-dienst 25/2005

Der epigrammatische Witz triumphiert hier noch über jeden Anflug einer sozialen Realität, schreibt Michael Kohler. "Selten wirkte Wildes Pointendrechselei so altmodisch wie in GOOD WOMAN - EIN SOMMER IN AMALFI, und das, obwohl Himelstein die Handlung der Gegenwart um einige Jahrzehnte angenähert hat. Doch gerade die Verlegung des Stücks in die 1930er-Jahre mitsamt seines angedeuteten 'clash of civilizations' macht das Fehlen einer inszenatorischen Idee nur noch schmerzlicher bewusst. Wenn Himelstein zeigen wollte, wie amerikanischer Individualismus auf europäische Traditionen trifft, hätte er besser gleich Henry James verfilmt; wenn ihn das Drama seiner feministischen Untertöne wegen interessierte, merkt man es dem fertigen Film nicht an."

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