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ALLES IST ERLEUCHTET

ALLES IST ERLEUCHTET

Regie Liev Schreiber
Kinostart 15.12.2005

Kritiken • ALLES IST ERLEUCHTET

15. Dezember 2005 | ALLES IST ERLEUCHTET • Kritik • Berliner Zeitung

Souverän folgt der Film dem Roman, schreibt Anke Westphal. "Das alles hat den Schauspieler Liev Schreiber (zuletzt DER MANCHURAI-KANDIDAT) keineswegs verschreckt. Vielmehr wählte er sich ausgerechnet Safran Foers heikel sprachverspielte, familiäre Spurensuche als Vorlage für sein Regiedebüt. Schon im vergangenen September, als Schreibers Film beim Festival von Venedig lief, war abzusehen, dass dieses Debüt ein ähnlicher Überraschungserfolg werden würde wie seinerzeit das von Safran Foers. Wie man sich aus dem Schatten eines anderen Ruhmes heraus ins Licht eigener Bedeutsamkeit setzen kann, das beweist auch Elijah Wood souverän, der den kleinen Hobbit Frodo aus dem HERR DER RINGE mit seiner Rolle als Jonathan endgültig hinter sich lässt."

15. Dezember 2005 | ALLES IST ERLEUCHTET • Kritik • taz

Jonathan Safran Foer ist ein Nerd. Er sammelt alles, was mit seiner Familie zu tun hat. Die Fundstücke bewahrt er auf und ordnet sie akribisch an - auf der Wand seines Zimmers. Als er ein Foto seines Großvaters findet, das ihn mit einer unbekannten Frau zeigt, macht sich Foer zum Ziel, eben jene Unbekannte zu finden. Somit hat seine Sammelwut doch noch Sinn in sein Leben gebracht und führt ihn in die Ukraine. Dort begegnet er Menschen, die noch schrulliger sind als er und ihm bei der Suche helfen. "Alles ist erleuchtet" ist die Verfilmung des gleichnamigem Romans - das erstaunliche Debüt des damals 25-jährigen Jonathan Safran Foer. Leider hat dieser Film ein Manko: Er ist bei weitem nicht so brillant wie seine Vorlage.

14. Dezember 2005 | ALLES IST ERLEUCHTET • Kritik • fluter.de

Laut Andreas Busche beginnt der Film "zunächst als stoische Komödie im Stile Wes Andersons, doch je weiter sich die drei von der Zivilisation entfernen, desto ernster wird der Ton des Films. ... Holocaust-Filme sind immer erst mal problematisch, doch man muss Schreiber zugute halten, dass ALLES IST ERLEUCHTET, wenn auch etwas langweilig, eine respektvolle Distanz zu seinem Thema findet. Letztendlich ist er auch weniger ein Film über den Holocaust als vielmehr über die Erinnerung an den Holocaust. Das Problem der Bebilderung umgeht Schreiber dabei geschickt. Er zieht es vor, die Erinnerungsstücke sprechen zu lassen."

06. Dezember 2005 | ALLES IST ERLEUCHTET • Kritik • film-dienst 25/2005

Eine eindringliche Literaturadaption hat Frank Mehring gesehen. "Elijah Wood fängt mit einer zurückhaltenden, schüchternen Darstellung die Essenz des introvertierten Außenseiters ein, die umso mehr der extrovertierten Persönlichkeit von Alex Raum zur Selbstdarstellung gibt. Dazwischen agiert der Großvater als verschrobener, grantiger Reiseführer aus einem anderen Zeitalter. Alle Hauptdarsteller vermögen im Laufe der Ereignisse, Profil und die Zuneigung der Zuschauer zu gewinnen. Während Foers Buch mit eloquenten und zum Teil bissigen Dialogen glänzt, besitzt Schreiber den Mut, in der Adaption mehr und mehr die Mimik der Schauspieler und die kargen Landschaften Osteuropas sprechen zu lassen."

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