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LÜCKE IM SYSTEM

LÜCKE IM SYSTEM

Regie Romed Wyder
Kinostart 08.12.2005

Kritiken • LÜCKE IM SYSTEM

09. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • Junge Welt

Alexander Reich und Peer Schmitt sprechen mit dem Regisseur über das, was man nicht sieht.

08. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • Berliner Zeitung

Realität und Traum geraten hier zusehends durcheinander schreibt Katja Lüthge. "Wie in MEMENTO arbeitet Wyder mit der Wiederholung von Szenen, die sich stets leicht verschieben. Wie Alex, der nach Meinung seiner Ex-Freundin Lucie zunehmend paranoid wird, kann der Zuschauer nicht mit letzter Gewissheit beurteilen, welche Version der Wirklichkeit entspricht. Zu Beginn und am Ende hat Romed Wyder seinen Spielfilm mit dokumentarischen Material ausgestattet. ... Obwohl LÜCKE IM SYSTEM einen Teil seiner Spannung aus dem nicht ganz auszuräumenden Verdacht bezieht, auf wahren Begebenheiten zu beruhen, hofft man angesichts des tödlichen Finales unbedingt das Gegenteil."

08. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • Die Tageszeitung

Tröstliches sieht Wilfried Hippen in Verschwörungstheorien. Der "halluzinogene Mittelteil seines Films ist dem jungen Schweizer Regisseur Wyder am besten gelungen. Mit ein paar visuellen Leitmotiven schafft er eine in sich geschlossene Wahnwelt, in der Alex etwa immer wieder den gleichen Duschvorhang aufziehen muss. Manchmal droht da das Murmeltier zu grüßen, manchmal erkennt auch ein paar Tricks aus MEMENTO wieder. ... Im letzten Akt wird der Film dann zum altbewährten Politthriller a la Costa Gavras mit dunklen Gestalten in schnellen Autos und mit Polizeimarken, die kurzen Prozess mit den Globalisierungsgegner machen. Wenn schließlich alles zur Entlarvung der großen Verschwörung zusammenführt, kommt offensichtlich die Gesinnung den Filmmachern in die Quere, und während vorher so subtil und vieldeutig erzählt wurde, ist das Finale enttäuschend naiv und plakativ."

08. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Es spricht viel dafür, dass Regisseur Wyder in seinem geschickt zusammengesetzten Film einer Doppelstrategie folgt: Er behauptet Authentizität im Interesse der guten Sache - und der Filmwirkung. So kann er zwei Dinge clever verbinden, nämlich ein politisches Anliegen mit Nachdruck vortragen und einen spannenden Thriller inszenieren. Das ist ihm zweifellos gelungen. Sein Kunstgriff besteht darin, den Zuschauer ständig mit der Frage zu konfrontieren, was eigentlich passiert ist."

08. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • Der Tagesspiegel

Kaum Grobklischees, kaum Filmmusik findet Jan Schulz-Ojala gut. "LÜCKE IM SYSTEM unterspielt eher sein Thema, statt es mit großem Tremolo auszuschlachten. Der Regisseur setzt zudem mehr auf die - auch beziehungsirritierte - Psychologie des Helden Alex, als die technische Seite des Plots visuell auszubeuten: Büro-Rechner hat der Zuschauer ohnehin täglich vor der Nase. Den tremolösen reality suspense liefert eher eine unauffällig-hochwirksame Sequenz kurz vorm Abspann und der werbende Vermerk 'Nach wahren Begebenheiten'."

07. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • fluter.de

Zahlreiche Fragen bleiben für Cristina Moles Kaupp offen. "LÜCKE IM SYSTEM ist ein hochkarätiger Thriller, der extrem geschickt mit wachsender Paranoia und Verschwörungstheorien jongliert. Wie Alex beginnen auch die Zuschauenden die Bilderflut zu überprüfen: Sind sie Traum? Wirklichkeit? Oder gar Traum im Traum? Wie dem auch sei: Das Thema ist brisant und hochaktuell. Außerdem soll sich die Geschichte tatsächlich ereignet haben, wie der Schweizer Regisseur Romed Wyder versichert. Allerdings lässt er die Identität der Figuren und Institutionen im Dunkeln, was den Film noch spannender macht. Vielleicht hat sich die Geschichte tatsächlich so abgespielt. Vielleicht auch nicht. Vielleicht aber war alles noch schlimmer."

06. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • br-online.de

Spannend findet Heidi Reutter den Film. "Die Ebenen von Realität und Illusion sind in LÜCKE IM SYSTEM fließend. Alex bewegt sich permanent zwischen Wahn und Wissen - genauso ergeht es dem Zuschauer. Regisseur Romed Wyder beherrscht dieses Verwirrspiel perfekt, seine nicht-lineare, als Puzzle montierte Inszenierung ist für den Zuschauer ebenso verstörend wie für Alex seine diffuse Situation. Während der Therapie träumt Alex immer wieder; er versucht fast zwanghaft - ähnlich wie der Protagonist Lenny in Christopher Nolans bemerkenswerten Thriller MEMENTO - die Rekonstruktion des Vergessenen: So könnte es gewesen sein. Oder so. Aber sofort wird die Sicherheit einer vermeintlichen Erkenntnis wieder aufgelöst."

06. Dezember 2005 | LÜCKE IM SYSTEM • Kritik • film-dienst 25/2005

Zwingend, spannend und formal radikal ist LÜCKE IM SYSTEM für Jörg Gerle. Der Film ist "ganz im Inszenierungsstil des spröden europäischen Anspruchskinos gehalten. Grobkörnige Kamera, natürliche, fast dogmahafte Lichtsetzung, sparsames Sounddesign - allenfalls avantgardistische Synthesizercluster zur musikalischen Untermalung. Der Naturalismus wird hier in den Dienst einer 'wahren Geschichte' gestellt, die so (oder auch anders) in der Schweiz Anfang des Jahrtausends passiert ist. Während dieser Stilwille auf dem kleinen Fernsehschirm nicht sonderlich stört, wirkt das blasse Bild und die zittrige Kamera auf der großen Leinwand indes kontraproduktiv. Man wird das Gefühl nicht los, einem virtuos angedachten Treatment für einen Major-Film zu folgen, um dessen Rechte künftig mit harten Bandagen gestritten wird."

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