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JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK

JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK

Regie Sam Mendes
Kinostart 05.01.2006

Kritiken • JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK

09. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Alexandra Stäheli zeichnet der Film "mit trockener - die darunterliegende Verletzlichkeit bissig verbergender - Distanz die Strategien der Entindividualisierung, nach denen eine militärische Erziehung funktioniert. ... Es ist nicht nur die Darstellung der leeren Rituale einer selbstbezogenen Militärmaschinerie, die Mendes' Werk zu einem subtilen, zuweilen auch in kurzen surrealen Tableaus kulminierenden Antikriegsfilm macht; auch die Tatsache, dass Anthony und seine Kameraden nicht die Chance bekommen, jene Kriegshelden zu werden, zu denen sie nicht zuletzt durch die Vietnam- Generation vorschnell hochstilisiert werden, wirft ein seltsames Licht auf die Spanne zwischen De- Subjektivierung und Starkult, in der sich ein Leben (und Sterben) als Soldat in der amerikanischen Armee zu bewegen scheint."

08. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Der Spiegel

Leif Kramp spricht mit Regisseur Sam Mendes über die Dreharbeiten in der Wüste zu seinem Film JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK, das schwierige Genre des Kriegsfilms und die Renaissance des Polit-Thrillers.

06. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Berliner Zeitung

Thomas Abeltshauser spricht mit Schauspieler Jake Gyllenhaal über Marines, Nacktszenen und den Mut zum Risiko.

05. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Berliner Zeitung

Knut Elstermann interviewt Regisseur Sam Mendes zu Action in Kriegsfilmen.

05. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal behandelt der Regisseur das Warten auf den Kriegseinsatz als Dauererektion. "Mendes konzentriert sich auf die Konditionierung der Männer zu Killern, und damit keine Unklarheit darüber aufkommt, dass er die Methoden dieser Konditionierung für Wahnsinn hält, wird zur Brandmarkung "Don't worry, be happy" gespielt. ... Tatsächlich hat der Regisseur sein Bestes getan, die Langeweile der Marines so unterhaltsam wie möglich dazustellen. Hollywood verpflichtet. In der Metaphernsprache seines Films ist dieser Reservekrieg eine Dauererektion. Und auch Mendes kommt nicht recht auf den Punkt, weil das Warten seiner Helden auf den Einsatz irgendwie als ungeheure Verschwendung erscheint: Ihnen wird ja fortgesetzt die Befriedigung verweigert."

05. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Frankfurter Rundschau

In doppelter Hinsicht ist JARHEAD für Michael Kohler ein ungewöhnlicher Kriegsfilm. "Dank einer präzisen Mise-en-scène und dem großartigen Raum- und Farbgefühl seines Kamermanns Roger Deakins gewinnt Mendes seinen Schauplätzen den minimalistischen Reiz des Immergleichen ab und verwandelt den quälenden Wartestand in einen ästhetischen Gewinn. Weniger gut ist dieses inszenatorische Konzept dem Thema von Jonathan Swoffords Buchvorlage bekommen. Vor der konsequenten Erkundung der soldatischen Männerfantasie, dieser seltsamen Mischung aus Drill, Allmachtsgefühl, Selbsthass und Adrenalin, schreckt der Schöngeist Mendes letztlich zurück."

04. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Der Tagesspiegel

Die Wüste, Ort eines völligen Stillstands, ist der ideale Schauplatz für einen existenzialistischen Kriegsfilm, meint Christian Schröder. "Es ist ein psychedelischer Trip, eine Höllenfahrt. Die brennenden Ölquellen haben den Himmel verdunkelt, schwarze Asche liegt über dem Wüstensand. Die GIs finden zerbombte Wagenkolonnen mit den verbrannten Leichen ihrer Gegner. Auf halbe Lebensgröße zusammengeschrumpft, erinnern sie an die versteinerten Toten von Pompeji. ... Als Zuschauer, es ist pervers, möchte man den Schützen zurufen: Schießt schon endlich! Das Erschreckende: Der Film konfrontiert den Zuschauer mit seinen eigenen Killerinstinkten."

04. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Die Tageszeitung

Jan Distelmeyer deckt die Schwäche des Films auf: seine radikale Binnenperspektive. "Stellvertretend für jene US-Filmkritiker, die in JARHEAD ein Meisterwerk sehen, hat Roger Ebert die Kraft gelobt, mit der wir hier direkt in eine subjektive Kriegserfahrung gezogen werden. Die Kritik an Sam Mendes' drittem Film nach AMERICAN BEAUTY und ROAD TO PERDITION bemängelte nicht selten eine fehlende Klarheit des Films, seine seltsame Leere oder vermisste eine politische Haltung. Ein Problem von JARHEAD jedoch beginnt wesentlich früher als alle jene Kritikpunkte, denen sich der Film zudem offen stellt. Dieses Problem ist die Entscheidung für die Perspektive des Anthony Swofford."

04. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • epd-film 01/2006

Manfred Riepe hat nur eine bloße Aneinanderreihung origineller Ideen ausgemacht, die in ihrer Gesamtheit keinen zusammenhängenden Film ergeben. Die Geschichte hat den Kritiker kalt gelassen, "und ebenso ungerührt verfolgen wir auch bei Sam Mendes im zweiten Abschnitt das Treiben der kahl geschorenen JARHEAD, deren Gerede über Langeweile in der Wüste auf den Zuschauer eher ansteckend wirkt und deren Darstellung durch Jake Gyllenhaal und Peter Sarsgaard meist nur hysterisch überagiert erscheint. Deshalb wirkt die Pointe dieses von A bis Z politisch korrekten Antikriegsfilms, der fast ohne Blutkonserven auskommt, dabei aber auch im übertragenen Sinne blutleer bleibt, nur in der Nacherzählung interessant."

04. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • fluter.de

JARHEAD steht für Martin Maaß "würdig neben Antikriegsfilmen wie PLATOON von Oliver Stone (1986) oder Stanley Kubricks FULL METAL JACKET (1987). Interessant ist, dass im Gegensatz dazu die begleitende Presseerklärung so betont "patriotisch" daherkommt. Und dass so ein Film überhaupt nötig ist. Als "alter Europäer" fragt man sich eher, wieso manche noch immer nicht begreifen, dass ein Krieg unter seinen Teilnehmenden keine Gewinner/innen zulässt."

04. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Der Spiegel

Einen gewohnten Kriegsfilm, aber doch ganz anders, hat Andreas Borcholte gesehen. "JARHEAD sei kein Film über Krieg, sondern über Soldaten, sagt Mendes, und tatsächlich scheint sich der ehemalige Theaterregisseur vor allem dafür zu interessieren, wie junge US-Soldaten der so genannten dritten Generation, unbeleckt von Weltkrieg und Vietnam, ihr durch Filme und Medien geformtes Bild vom Krieg an der Realität messen lassen müssen. ... Dass JARHEAD nicht an seiner zwangsweise schleppenden Dramaturgie scheitert, ist nicht zuletzt den hervorragenden Darstellern zu verdanken, allen voran Jake Gyllenhaal (DONNIE DARKO), der hier seine bisher beste Leistung zeigt. Mit schüchternen Blicken aus großen Träumeraugen gibt er den großen, schlaksigen Naiven, der die Dinge um sich herum zunächst nur wahrnimmt, sie einfach erlebt, statt sie zu begreifen."

02. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers ist fasziniert von Peter Sarsgaard: Er ist ein Geheimtipp, der unauffällig, aber kontinuierlich ins Rampenlicht rückt.

02. Januar 2006 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • film-dienst 01/2006

Wer eine Auseinandersetzung mit der Irak-Politik erwartet, sitzt im falschen Film, schreibt Franz Everschor. "Die Absurdität der Situation wird nicht hinterfragt, sie ist einfach da. Es wird wenig gekämpft, aber umso mehr geschrieen, gerauft und masturbiert. Der Film ist noch nicht halb vorbei, da sehnen sich die GIs, und mit ihnen das Publikum, nach einem handfesten Krieg. Was ist schief gelaufen bei dem Versuch, die drastische, aber ehrliche Introspektion des Buches in einen Film zu verwandeln? Zunächst einmal haben die Produzenten aus der passiven Situation des permanenten Wartens und der sich steigernden Frustration einen Film machen wollen, der die Fans des heute so beliebten Actionkinos nicht enttäuscht. Die Rechnung konnte schlechterdings nicht aufgehen."

22. Dezember 2005 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Die Zeit

In Sam Mendes' skandalösem Antikriegsfilm JARHEAD kommen die Scharfschützen nicht zum Schuss, schreibt Jakob Augstein. "Nun zeigt uns Sam Mendes den Marine Anthony Swofford, einen sympathischen, intelligenten amerikanischen Jungen, der ernsthaft Bock aufs Ballern hat. Der endlich einen Iraker umlegen will. Einfach so. Kein Hass, keine Rache, weder Pflicht noch Trauma, noch Wahn. Nur Lust aufs Jagen und Töten. Und dessen größtes Problem dann darin besteht, dass es dazu niemals kommt. Dass er nicht einen einzigen Schuss abfeuern darf in diesem ganzen gottverdammten Krieg, weil die Luftwaffe immer schneller ist. Das ist skandalös und unmoralisch und vollkommen neu."

01. Dezember 2005 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • Der Spiegel

Laut Martin Wolf gehört der Film jetzt schon zu den besten des Jahres. Regisseur Mendes zeigt, wie die Praxis aussah: "die hirnerweichende Langeweile beim Warten in der Wüste, die Alkoholexzesse der jungen Soldaten, ihre von Vorgesetzten angestachelten Aggressionen, die sie - wo bleibt der Feind? - an ihren Kameraden abreagieren. Einige komische Szenen - etwa ein Footballspiel in der sengenden Wüstensonne, bei dem die Soldaten Gasmasken tragen müssen - erinnern an Leander Haußmanns "NVA"-Klamotte. Doch bei Mendes folgt darauf, für den Zuschauer ebenso unvermittelt wie für die US-Soldaten, das Entsetzen: jene Straße von Kuweit nach Basra, auf der US-Bomber am 25. Februar 1991 einen irakischen Konvoi zusammenschossen. In den Trümmern der Autos sitzen noch die Insassen."

Dezember 2005 | JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK • Kritik • ray 12/2005-01/2006

Leslie O'Brien spricht mit Regisseur Sam Mendes.

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