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ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM

ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM

Regie Alex Gibney
Kinostart 25.01.2007

Kritiken • ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM

27. Januar 2007 | ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM • Kritik • Die Tageszeitung

Sehenswert nennt Sven von Reden den Film über Wirtschaftskriminalität. "Was Gibney zusammengetragen hat, ist daher umso bemerkenswerter, besonders entlarvend ist das Bild- und Tonmaterial aus der Firma selber, deren Quelle ungenannt bleibt. ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM hat einen Vorteil gegenüber dem gleichnamigen Sachbuchbestseller der Fortune-Reporter Bethany McLean und Peter Elkind, der Gibney als Vorlage diente: Der Regisseur kann anhand der von ihm zusammengetragenen Firmenvideos und Fernsehausschnitte zeigen, dass der kometenhafte Aufstieg der Firma in den Neunzigerjahren auch dem schauspielerischen und inszenatorischen Talent seiner Führungsgarde zu verdanken war."

25. Januar 2007 | ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM • Kritik • Berliner Zeitung

Spannend nennt Bert Rebhandl den Film. "Der Enron-Konkurs war auch ein Desaster für die Wirtschaftsprüfer, was im Film ein wenig zu kurz kommt. Ausführlich wird hingegen in den Worten der Journalistin Bethany MacLean dokumentiert, wie sich die Vernunft am Ende doch durchsetzte: Der Markt ließ sich nicht endlos hintergehen. Der Fall Enron ist von Interesse, weil er eine allgemeine Ebene hat: Sie erzählt davon, was der Kapitalismus anrichtet, wenn er zu einer Ideologie der Euphorie wird. Dieser Film zeigt nachdrücklich, dass auch die Vernunft eine Energie ist, mit der zu rechnen ist - wenngleich manchmal mit Verspätung."

25. Januar 2007 | ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal hat den Regisseur nicht im Bild gesehen. "Seine persönliche Perspektive offenbart sich weniger in der Anordnung und der Aufbereitung dieses Materials. Sie tritt allenfalls in der - meist ironischen - Auswahl der Rocksongs zutage, mit denen Gibney einzelne Szenen unterlegt hat. Trotzdem ist sein Film genauso wie Moores Arbeiten Teil einer ganzen Welle von Dokumentationen, die auch THE CORPORATION und THE TAKE hervorgebracht hat. All diese Filme haben es sich mal direkt, mal eher indirekt zum Ziel gesetzt, ihrem Publikum die Folgen der neo-liberalen Wirtschaftsideologie zu veranschaulichen und ihm so einen Einblick in die ökonomischen Strukturen der Welt in den Zeiten der Globalisierung zu vermitteln."

25. Januar 2007 | ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM • Kritik • Die Zeit

Thomas Assheuer hat sich von der Dokumentation überzeuge lassen: "In den besten Augenblicken gibt Regisseur Alex Gibney die eigene Fassungslosigkeit einfach an den Zuschauer weiter, und gerade dies macht den mit gespenstischer Präzision montierten Film überaus spannend. ... Eindrucksvoll zeigt dieser Film, wie das Geld imaginär wurde, während die Folgen real blieben. Als Enron zusammenkrachte, verloren Tausende Amerikaner ihren Job und ihre Alterssicherung. Get poor."

24. Januar 2007 | ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM • Kritik • epd-Film 02/2007

Laut Andreas Busche gelingt es dem Regisseur, "ein schlüssiges Bild des gesellschaftlichen Klimas zu zeichnen, in das die Enron-Krise platzte. Gibney erklärt Enron nicht als Unfall, als einen von George W. Bushs 'bad apples', sondern als logisches Produkt einer außer Kontrolle geratenen neoliberalen Wirtschaftsordnung. Die Diagnose ist scharf und sachlich, so dass der Film nie Gefahr läuft, in jenen empörten Tonfall zu verfallen, wie ihn sich Michael Moore oft nicht verkneifen kann. Allenfalls im von Peter Coyote gesprochenen, nüchternen Off-Kommentar ist ein leicht sarkastischer Unterton zu vernehmen."

18. Januar 2007 | ENRON: THE SMARTEST GUYS IN THE ROOM • Kritik • film-dienst 02/2007

Für Oliver Rahayel wirft der Film ein schales Licht auf die gesamte US-Wirtschaft sowie die Politik, die sie viel zu lasch kontrolliert. "Der Film ist schnell, bunt und unterhaltsam und sammelt alles erdenkliche Material: von Zeitungsausrissen über Tonbänder, Fernsehausschnitte, öffentliche Befragungen und Firmenvideos bis zu selbst gedrehten Interviews mit Ex-Enron-Mitarbeitern, Anwälten und Journalisten. Unterlegt ist das Ganze mit inhaltlich passender Rock-Musik – und bleibt doch konsequent sachlich und journalistisch."

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