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TRANSAMERICA

TRANSAMERICA

Regie Duncan Tucker
Kinostart 16.03.2006

Kritiken • TRANSAMERICA

17. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • Der Freitag

Mit Sympathie zeigt der Film für Andreas Busche die Sehnsucht der Außenseiter nach dem ganz normalen Leben. "Der Titel TRANSAMERICA, reichlich blöd für einen Film über Transsexualität, impliziert dabei auch eine Berührung mit sehr unterschiedlichen demografischen Schichten, die Brees Lebensweise nicht immer offen gegenüberstehen. So entwickelt sich ihre Reise nicht nur zu einem den Genrekonventionen entsprechenden Selbstfindungstrip, sondern wird auch zur definitiven Prüfung ihrer Strategie des, wie sie es nennt, "Untertauchens": bloß nicht auffallen, ein Leben führen wie alle anderen auch. Transamerica ist aufrichtig genug, hier ein Lebensmodell anzubieten, das nicht zwangsläufig im Selbstbetrug endet."

16. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • Berliner Zeitung

Das Geschlecht macht noch keinen Menschen, schreibt Anke Westphal. "Gewiss erzählt der Regisseur Duncan Tucker hier die Geschichte einer Reise, die die Figuren weit weg und deswegen hin zu sich selbst führt. Aber Tucker, und das zählt mindestens ebenso viel, erzählt auch eine Geschichte über das gewöhnliche Amerika von heute. Drogen-Tristesse in New York, Transen-Selbsthilfegruppe in Texas, Indianer-Alltag und konservativer Mittelstand in Arizona - in TRANSAMERICA wird all das ohne Rechthaberei verbunden. Der Film lässt - fast - allen Figuren ihre Sehnsüchte und Unvollkommenheiten, weil seine Schöpfer davon ausgehen, dass so ein Leben mehr ist als die Summe einzelner Teile."

16. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • Die Tageszeitung

Das "Trans" in TRANSAMERICA steht auch für einen irritierenden Streifzug durch die Komplexität amerikanischer Identitäten, meint Claudia Lenssen. "In Duncan Tuckers Spielfilmdebüt hat Transsexualität viel mit der Energie und dem Einsatz zu tun, Weiblichkeit immer wieder neu in Form zu bringen, um Stellung zu behaupten in einem Kleinkrieg gegen die eigene und die fremde Wahrnehmung, um sich so überhaupt ihrer selbst zu versichern. Frausein ist in diesem Film eine schauspielerische Disziplin, ein Trainingsprogramm und Operationsplan, aber auch ein flirrend leichtes Spiel mit den Täuschungseffekten von Genderrollen."

16. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben hat das Motto des Films erkannt: Steh zu Dir selbst! "Was andere Lebensfragen angeht: Man muss nur kurz an BROKEN FLOWERS denken, um zu ahnen, was für ein Film TRANSAMERICA hätte werden können. So bleibt vor allem eine darstellerische Glanzleistung zu bewundern: Felicity Huffman hat dafür zahllose Preise bekommen."

15. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • fluter.de

Der Selbsterfahrungstrip hat Ula Brunner gefallen. "Unverblümt und mit ausgesprochenem Sinn fürs Absurde packt Regisseur und Drehbuchautor Duncan Tucker in seinem Langfilmdebüt das Thema Transsexualität an. Vor allem jedoch Felicity Huffman in der Rolle von Bree veredelt das simple und stellenweise langatmige Road Movie zu einem ansehnlichen Kinospaß. Hinreißend stolz und gestelzt spielt sich Huffman, bekannt als spröde Lynette aus "Desperate Housewives", aus dem Schatten der TV-Serie. Mit gemauertem Lächeln auf dem sorgfältig geschminkten Gesicht hält ihre Bree das innere Chaos in Schach. Das ist komisch, berührend und niemals tuntig."

14. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • br-online.de

Unkonventionell, fabelhaft gespielt und rührend nennt Gunnar Mergner das Drama. "Regisseur und Drehbuch-Autor Duncan Tucker erzählt in TRANSAMERICA schonungs-, aber nicht humorlos von einer sich langsam aufbauenden, unkonventionellen Vater-Sohn-Beziehung, die Scham, Lügen und Missverständnisse überstehen muss. ... Die große Leistung des Debütfilmers Tucker ist es, diese wüste Geschichte nicht in Kitsch, Klamotte oder depressives Melodram abgleiten zu lassen. Im Gegenteil: Er weckt Verständnis und Anteilnahme für Figuren, deren Leben herzlich wenig Berührungspunkte mit dem des europäischen Durchschnittsbürgers haben. Großen Anteil am Gelingen von TRANSAMERICA haben auch die zwei Hauptdarsteller des Films."

13. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • film-dienst 06/2006

Sein Sujet hat TRANSAMERICA allgemeine Aufmerksamkeit gesichert, doch die Ambiguität, die sein Titel verspricht, begegnet einem auf der Leinwand allzu selten, meint Michael Kohler. "Immerhin hat es Duncan Tucker vermieden, seine Protagonistin zum Studienobjekt zu machen oder seinen Film zum wohlfeilen Plädoyer für Toleranz zu stilisieren. Die Wahl seiner Hauptdarstellerin ist zudem im doppelten Sinne ein Glücksgriff. Von A. O. Scott, dem Filmkritiker der New York Times, stammt der Hinweis, 'Desperate Housewives' sei eigentlich eine mit Frauen besetzte Transvestitenshow und Felicity Huffmans Bree auch ein Kommentar zu ihrer Fernsehrolle. So lässt sich in Tuckers Film verfolgen, wie die Transsexualität endgültig aus der Nische der Geschlechterparodie herauskommt: ein wenig zaghaft noch und ohne die Bedeutung dieses Schrittes wirklich auszumessen."

02. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • Die Zeit

Georg Diez stellt die Schauspielerin Felicity Huffman vor, die in TRANSAMERICA einen transsexuellen Vater und auf einen Oscar hoffen darf.

01. März 2006 | TRANSAMERICA • Kritik • epd-film 03/2006

Eine Vater-Sohn-Geschichte der besonderen Art sah Birgit Roschy. "Weiblichkeit bedeutet in diesem Road-Movie, ähnlich übrigens wie zuletzt in Geisha, auch Inszenierung und anstrengende Zurichtung, das Geschlecht auch soziales Rollenspiel jenseits von Testosteron und Östrogen. Und es ist faszinierend, wie Felicity Huffman als Frau einen Mann spielt, der verzweifelt versucht, eine Frau zu sein, und wie sie dabei Transvestiten-Klischees von CHARLIE'S TANTE bis MANCHE MÖGEN'S HEISS über die Klamotte hinaus in Erkenntnisgewinn verwandelt."

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