Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN

ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN

Regie Miranda July
Kinostart 23.02.2006

Kritiken • ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN

16. März 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • Die Tageszeitung

Wie jeder wahre Künstler überschreitet Miranda July hier auch Grenzen, schreibt Wilfried Hippen. "Eine Zeitlang scheinen in ihrem amerikanischen Suburbia ähnliche seelische Abgründe und Perversionen zu lauern wie in Todd Solondz zutiefst pessimistischem HAPPINESS. Doch ihr Weltbild ist viel menschenfreundlicher. Mit großer Souveränität umspielt sie die moralischen Tabus und löst die Konflikte dann in Unschuld und Gelächter auf. ... Dies ist einer der originellsten Filme der letzten Zeit."

25. Februar 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • Die Tageszeitung

Ein romantisch-abgründiges Suburbia-Gefühl stellte sich bei Madeleine Bernstorff ein. "Der Film ist voller Berührungen, intimer und weltlicher Kontrollmethoden, komischer versteckter Mechanismen. Inszeniert ist das mit dokumentarischer Qualität, mit der Unmittelbarkeit von Performance. Und immer voller Verletzlichkeit, die aber ganz undüster daherkommt und keinesfalls um der Schmerzen willen ausgestellt wird. Seltsame Substitute treten an die Stellen des Erwarteten. ... Der San Francisco Chronicle warnt vor verstörendem sexuellem Inhalt. Der ganze Film strahlt ein romantisch-abgründiges Suburbia-Gefühl aus, ist voller emphatischer Gesten und schmeckt ein bisschen wie ein Brausebonbon."

23. Februar 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der preisgekrönte Film hat es auch Brigitte Böttcher angetan. "Gewiss ist es nicht zuletzt die ironische und dennoch herzerwärmend bodenständige Art, mit der July das Schaffen und Verkaufen von Kunst thematisiert, die dem episodenhaften Film Glaubwürdigkeit verleiht. Hier geraten Figuren, die anderswo als neurotische Zombies daherkämen, zu Zwittern, gleichzeitig traumgeneriert und allzu menschlich. .. So entfaltet der Film eine Suggestivkraft, die von Julys Handlungsanweisungen zur Selbstliebe nicht weit entfernt ist. Wie befremdlich deine Entwürfe dir auch vorkommen mögen: Vertraue darauf, dass es jemanden gibt, der sie versteht. Es mag sich um ein Missverständnis handeln. Vielleicht ist es aber auch Freundschaft und Liebe."

22. Februar 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • Jungle World

Der Film entzieht sich für Sonja Eismann einer Verschlagwortung. "In jeder der potenziell höchst entflammbaren Begegnungen lässt July die ProtagonistInnen verletzlich und unsicher wirken, ohne sie je zu denunzieren. Eine der befreiendsten Szenen des Films ist jene, in der die zwei neugierigen Teenager-Mädchen mit dem erwachsenen Absender der erotischen Botschaften die Phantasien in die Tat umsetzen wollen. Der versteckt sich jedoch, entsetzt von seinen eigenen Obsessionen, woraufhin die Mädchen erlöst lachend davonrennen."

22. Februar 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • fluter.de

Einen Glücksmacher nennt Philipp Bühler den Film. "Eben wollte man noch den Tod des Independent-Kinos verkünden, weil es nur noch den selben Mist fabriziert wie Hollywood, nur mit weniger Geld, und weil es zur ohnehin schon trüben Stimmung passt – da kommt so ein kleiner Film von einer Performancekünstlerin aus den USA und rettet den Tag. Man ist traurig, dass er schon vorbei ist. Und froh, ihn gesehen zu haben. ... [Der Film] ist schräg, ohne je in Verschrobenheit abzukippen. Seine Helden sind allesamt schüchtern, aber nicht tatenlos. Er steht in einer gewissen Tradition des Independentfilms, ohne irgendwelchen beliebig reproduzierbaren Formeln zu folgen. Lebt er doch ausschließlich von Julys Autorensensibilität und ihrer unkonventionellen Kunst, versponnene Ideen in einer eigenen Filmsprache zu verdichten."

16. Februar 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • film-dienst 04/2006

Der Film ist für Holger Römers ganz und gar unprätentiös. "Der eigenwillige Zauber des Films ergibt sich auch daraus, dass die Figuren inmitten der Banalität ihres Alltags einen Vorgeschmack auf das erhoffte erfüllte Leben erhalten. In einer Szene, deren federleichte Poesie gar nicht zu beschreiben ist, malen sich Christine und Richard aus, dass der kurze Fußweg von einer Shopping Mall bis zum Parkhaus ein glückliches gemeinsames Leben darstelle. Dabei ist jeder Moment mit Bedeutung gefüllt. Wie der Film ganz zum Schluss in Erinnerung ruft, mag selbst sinnloser Zeitvertreib eine mysteriöse Schönheit bergen."

Februar 2006 | ICH UND DU UND ALLE, DIE WIR KENNEN • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,33756