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CAPOTE

CAPOTE

Regie Bennett Miller
Kinostart 02.03.2006

Kritiken • CAPOTE

11. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Der Philosoph Slavoj Zizek fragt, wie ein Film heute mit dem Thema Homosexualität umgehen sollte? BROKEBACK MOUNTAIN und CAPOTE dienen ihm als Beispiele.

03. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Eine Hymne sah Dieter Meier. "Philip Seymour Hoffman schöpft die Darstellung Truman Capotes aus der präzisesten Sezierung des Daseins eines Künstlers, der in der Analyse des geliebten Mörders auf sein eigenes, verwundetes Innerstes vorstösst, davon in seinem Buch "Kaltblütig" berichtet und daran zugrunde geht. Das Bild Capotes von Seymour Hoffman ergreift mich wie die Selbstporträts von Rembrandt und jede wahre Kunst: Unerhört stöbert es mich auf und bringt mich mir selber näher. O wie ich ihn liebe, den wunderbaren Schauspieler, wenn er ..."

02. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Der Spiegel

Kaltblütig, im besten Sinne, ist der Film für Daniel Haas. "CAPOTE hätte leicht ein beflissener Rundgang durch die Kulissen der vielfach kolportierten Truman-Show werden können, eine dieser Künstlerhagiografien, die stets der Dramaturgie von Aufstieg, Fall und Läuterung folgen. Regisseur Bennett Miller und Drehbuchautor Dan Futterman haben Capotes Geschichte jedoch auf eine Reflexion des Verhältnisses von Kunst und Leben zugespitzt und dafür konsequent jenen Ausschnitt seiner Biografie gewählt, in dem dieser Konflikt am schärfsten deutlich wurde."

02. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Neues Deutschland

Diesem Film eilt ein gewaltiger Ruf voran (5 Oscar-Nominierungen, Golden Globe), den er eigentlich nur enttäuschen kann. Das Wunder: Bei Gunnar Decker übertrifft er noch die kühnsten Voraussagen. "CAPOTE und besonders sein Hauptdarsteller folgen dem Dokumentarprinzip aus "Kaltblütig": nichts ist erfunden. Das funktioniert, das erzeugt kammerspielartig verdichtet einen unheimlichen Sog. Capote ist trotz Fistelstimme ein Diktator, der rücksichtslos sein Buch Seite um Seite vorantreibt. Er kennt nur ein Mitleid: das Selbstmitleid. Wer ist hier eigentlich die Bestie, fragt man sich."

02. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Heike Kühn findet den Film atenberaubend. "Die Fakten, die Kunst, das Leben, diese Mischung macht den Film und seinen überragenden Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman unwiderstehlich. Der Dichter ist nicht der machiavellistische Strippenzieher, der im Dienst der Kunst lügt, betrügt und heuchelt. Nach der Gier auf die Fakten folgt bei Capote das heulende Elend über die eigene Verwerflichkeit, nach verletzter Eitelkeit die Angst vorm Verletzen, nach dem Auflodern des Ehrgeizes das Spülwasser der Vergeblichkeit. Die Kunst, die gern eine hohe genannt wird, ist nicht anders zu haben."

01. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist der Film weniger ein Biopic als eine Parabel über einen Künstler, der von seinem Stoff aufgefressen, ja zerstört wird. "Bennets Film sieht seinen Helden mit den Augen derer, die ihm nahe kamen, und diese Augen sind scharf: Sie sehen ein Genie, daran zweifelt hier niemand, aber sie übersehen auch nicht, dass dieses Genie nur eine wirkliche Liebe kannte - die zum Genie. ... So erzählt Bennett Millers Film letztlich auch die Geschichte eines erfolgreichen Marketings - das in die Gegenwart reicht. CAPOTE basiert auf Gerald Clarkes Biografie; dreizehn Jahre hat Clarke an ihr gearbeitet - das würde noch einen tollen Film abgeben."

01. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Die Tageszeitung

Eine elegante Biopic-Manier hat Harald Fricke ausgemacht, lobt besonders den Hauptdarsteller. "Wie Hoffman sich allerdings in dieses Dilemma vortastet, ist eine Sensation. Nicht weil er sich auch physisch in die Statur des echten, schmächtigen Truman Capote hineingehungert hat und noch im Lispeln den gezierten Zungenschlag der grande old Südstaatentunte trifft. Es sind eher die Momente, in denen durch die queere Performance hindurch die dünnen Wände von Capotes Gemütsverfassung sichtbar werden."

01. März 2006 | CAPOTE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte spricht mit dem Regisseur Bennett Miller über falschen Charme und den Fluch des Erfolgs.

18. Februar 2006 | CAPOTE • Kritik • Der Spiegel

Für Olaf Schneekloth Philip Seymour Hoffman, abonniert auf Außenseiterrollen und gestörte Figuren (HAPPINESS, BOOGIE NIGHTS) ist eine Sensation. "Dass dieser Film außer Konkurrenz [auf der Berlinale] läuft, weil er im letzten Herbst bereits auf dem Filmfestival von Toronto uraufgeführt wurde, ist ein Glück für sämtliche Bären-Mitbewerber. Den Darstellerpreis hätten sich sonst schon mal alle abschminken können. Für sein phantastisches Truman-Capote-Porträt nahm Hoffman bereits einen Golden Globe mit nach Hause."

17. Februar 2006 | CAPOTE • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist begeistert von dem faszinierende Porträt des ersten Popstars der US-Literatur. "Diese Biografie, aus der auch Journalisten viel über ihren durchinstrumentalisierten Wahrnehmungsapparat lernen können, setzt der Film in ihrer dramatischen Umschlagphase spannend, dynamisch und unaufwendig tiefgründig in Szene. Philip Seymour Hoffman hat sich dafür nicht nur die legendäre näselnd drängende Fistelstimme dieses literarischen Popstars der fünfziger und sechziger Jahre antrainiert; er verkörpert auch dessen Zynismus, Selbstmitleid, zunehmende Egomanie und Vereinsamung mit entspannter Meisterschaft."

Februar 2006 | CAPOTE • Kritik • filmz.de

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