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DRUM

DRUM

Regie Zola Maseko
Kinostart 01.12.2005

Kritiken • DRUM

01. Dezember 2005 | DRUM • Kritik • Berliner Zeitung

Sabine Vogel hat sich von der wahren Geschichte das Herz erweichen lassen. "Schadebergs Fotos dokumentieren die Existenz einer hippen selbstbewussten schwarzen intellektuellen Szene, die es im postkolonialen Afrika der 60er-Jahre in mehreren Metropolen gab: Wir sind jung und stolz, wir saufen und tanzen, und wir haben den Jazz. Sophiatown wurde 1956 geräumt. Plattgemacht mit Bulldozern und Militär. Es ist wieder eine reinweiße Vorstadt Johannesburgs und heißt bis heute, zynisch, "Triumph". ... Zola Masekos Film, der sich als Nacherzählung historischer Ereignisse versteht, setzt dies mit allen filmischen Mitteln der musikalisch-emotionalen Überwältigung mitreißend in Szene. Das alte Sophiatown ist ausradiert, die Erinnerung ein Film voller Musik. Das ist viel besser als nicht schlecht."

01. Dezember 2005 | DRUM • Kritik • Die Tageszeitung

Für Sebastian Frenzel ist DRUM ein Film, "der vom Widerstand gegen das Apartheidsregime handelt. Dabei bewegt er sich jenseits der gewohnten Bilder von Township-Armut und ANC-Demonstrationen. Auch wenn Masekos Inszenierung der Barszenen und des verkaterten Redaktionsalltags ein wenig plump und stilisiert daherkommt, so ist dieser Ansatz doch erfrischend: Der Regisseur entwirft ein Südafrika, in dem zumindest für kurze Zeit und beschränkt auf wenige Enklaven so etwas wie ein "bürgerliches" Leben auch für die schwarze Bevölkerung möglich ist, in denen die schwarzen und weißen Autoren des Drum-Magazins mit großer Selbstverständlichkeit miteinander arbeiten und feiern."

01. Dezember 2005 | DRUM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Volker Mazassek hat die Apartheid in hübscher Verpackung wahrgenommen. "Obwohl der politische Hintergrund seiner Geschichte eher vage bleibt, zeigt er in drastischen Szenen, was Apartheid heißt. Dann schiebt Maseko aber immer schnell schöne Bilder hinterher - als ob sich die schlimmen Ereignisse nur so ertragen ließen. Dem Zuschauer, so scheint es, soll nicht zu viel zugemutet werden. Apartheid wird nicht beschönigt, aber hübsch verpackt."

01. Dezember 2005 | DRUM • Kritik • Der Tagesspiegel

Kerstin Decker ist angetan von dem Film. "Nichts in diesem Film ist erfunden. Und doch hat DRUM keinerlei Ähnlichkeit mit einem Dokumentarfilm - sehr breitwandig und scheinbar glatt, besitzt er eher die Hochglanzoptik einer Illustrierten. Und doch, DRUM entwickelt eine wunderbare Kraft, unterläuft jeden Reserve-Blick. Taye Diggs als Henry und Gabriel Mann als Schadeberg geben ihrem Journalisten-Duo allen Leichtsinn und alle Lebenslust, aber auch die dunkle Entschlossenheit, als das Schicksal ihnen auf die Schulter tippt."

30. November 2005 | DRUM • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake hat sich gelangweilt. "Der US-amerikanische Schauspieler Taye Diggs gibt sich alle Mühe, die Anstrengungen der Kamerafrau Lisa Rinzler sind in jeder Sekunde sichtbar - und dennoch: Langeweile. Jede Plotwendung meint man schon zu riechen, alles kommt so wie es kommen muss. Schon in den ersten Einstellungen bereitet Maseko den Zuschauenden ein Menü, auf das man sich so gerne einlässt wie auf eine Mahlzeit von 'Essen auf Rädern': Brennende Öltonnen, Horden gesichtsloser Schwarzer, die sich die Hände wärmen, unterlegt mit trommelnder Bigband-Jazzmusik."

30. November 2005 | DRUM • Kritik • br-online.de

Kirsten Liese sah eine wunderbare, aufwühlende Hommage. "Viel Charisma und Herzblut stecken in diesem ersten Spielfilm von Zola Maseko, der sich wie frühere Dokumentationen dieses Regisseurs glaubwürdig dicht an der Realität bewegt. Emotional aufwühlend und unpathetisch folgt DRUM den Anfängen der schwarzafrikanischen Befreiungsbewegung. Zugleich beweist der Regisseur große Sicherheit bei der Wahl seiner filmischen Mittel. Die Kneipenszenen besitzen eine eindrucksvolle atmosphärische Dichte, in dem mitreißenden Jazz-Soundtrack spiegelt sich der damalige Zeitgeist wider. DRUM ist eine wunderbare Hommage an einen außergewöhnlichen Journalisten, der sich von niemandem einschüchtern ließ und im Kampf für Menschenrechte selbstlos alle Möglichkeiten ausschöpfte."

24. November 2005 | DRUM • Kritik • film-dienst 24/2005

Dem Film geht es laut Stefan Volk darum, ein Zeichen der Hoffnung zu setzen. "Der symbolische, sinnträchtige Handlungsaufbau entspringt einem Erzählstil mit leichtem Hang zum Pathetischen, Plakativen, unter dem die Authentizität der Geschehnisse bisweilen leidet. Die staubigen Straßen, die verräucherten Bars in Sophiatown mit ihrem grün-goldenen Licht, die Abschiede bei Nacht und Regen: So manche Einstellung riecht ein wenig zu sehr nach Studio oder schmeckt nach Drehbuch. Offensichtlich war Maseko bemüht, DRUM möglichst geschmeidig, kurzweilig zu inszenieren, um den versöhnlichen, optimistischen Grundton des Films nicht zu stören. DRUM reißt keine Wunden auf."

24. November 2005 | DRUM • Kritik • film-dienst 24/2005

Margret Köhler spricht mit dem Regisseur Zola Maseko.

November 2005 | DRUM • Kritik • filmz.de

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