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MERRY CHRISTMAS

MERRY CHRISTMAS

Regie Christian Carion
Kinostart 24.11.2005

Kritiken • MERRY CHRISTMAS

24. November 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Landserdrama fürs Herz hat Christian Schröder nicht wirklich überzeugt. Hier "wirkt der Krieg altbacken und merkwürdig aufgeräumt. ... Regisseur Christian Carion hat den Stoff mit Pathos bis zur Lächerlichkeit aufgeblasen. ... Es folgt: Verbrüderung der Feinde, Austausch von Geschenken, gemeinsames Essen und Fußballspiel. Fürmann pumpt die Lungen auf und wirft heldenhafte Blicke. Seinen Gesang übernimmt das Playback. MERRY CHRISTMAS soll 'ein Plädoyer für Menschlichkeit und Liebe' sein. Der Film ist aber nur saurer Kitsch."

23. November 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • Berliner Zeitung

Respektvoll behält Peter Uehling im Hinterkopf, daß dieser Film die Menschen zu etwas bewegen will. "Ein Film, der so viel wirken will, muss massenwirksam sein. Zuweilen hat man zwar den Eindruck, dass er gerade das nun gar nicht wirklich sein will, denn manche Einstellung, manches Szenenbild wirkt unbeholfen, aber an Vereinfachungen, schlagkräftigen Gefühlsaufwallungen und effektvoller Optik mangelt es dennoch nicht. ... Dass man auf die nicht mehr schießen kann, die man als Menschen kennen gelernt hat, ist das eine. Dass der Hass, nicht nur im Krieg, aber durchaus ein Gesicht haben kann, ist eben leider auch wahr. Dies nicht zu vergessen, verleiht diesem Film eine Wahrhaftigkeit, deren Wirkung weit über weihnachtliche Rührung hinausreicht."

23. November 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • br-online.de

Treffend und unglücklich ist der Filmtitel für Thorsten Fuchs. Der Regisseur "inszeniert den gefühlsgeladenen Stoff als charmant-rühriges und tatsächlich gesamteuropäisches Weihnachtsmärchen, das sich streckenweise an der Grenze zum Kitsch bewegt, dem aber sein ernster Hintergrund nie abhanden kommt. Schlichtweg brillant ist die ebenfalls gesamteuropäische Besetzung."

23. November 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • fluter.de

Das Filmteam hat laut Sascha Rettig große Gefühlskino im Blick; er sah ein bewegendes Drama über Menschlichkeit und die absurde Sinnlosigkeit des Krieges. "Die Grenzen zwischen Gut und Böse verlaufen dabei so klar, wie man es bei dieser Geschichte auch vermutet: Die einfachen Soldaten und Verantwortlichen an der Front, egal welcher Nationalität, vergessen kurzzeitig ihre Befehle und verbrüdern sich. Das Böse hingegen existiert nur durch die Vorgesetzten außerhalb dieser temporären Friedensinsel, die dafür sorgen, dass das militärische System aus Befehl und Gehorsam schnell wiederhergestellt und der Krieg mit aller Härte weitergeführt wird."

21. November 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • film-dienst 25/2005

Die biedere Inszenierung kann Michael Kohler der Regie vielleicht noch verzeihen, aber nicht die nationalen Stereotypen. Der Film ist "in seiner Verdichtung auf einen einzigen Schauplatz und einige herausgehobene Protagonisten zwar historisch weitgehend akkurat, doch hat kaum eine Figur ein Eigenleben über ihre dramaturgische Funktion hinaus. Es menschelt zudem unentwegt auf eine Weise, die das Offensichtliche im Dialog ein weiteres Mal beschwört und das Außerordentliche der Situation im inszenatorischen Klischee erstickt. Immerhin erliegt Carion dabei nicht der Versuchung, aus dem geradezu surrealen Geschehen ein naives Plädoyer für die Völkerverständigung abzuleiten."

November 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

16. Mai 2005 | MERRY CHRISTMAS • Kritik • Der Spiegel

Für Wolfgang Höbel wird aus der authentischen Geschichte "ein pazifistisch-bombastisches Melodram draus, in dem vielen bedeutenden Schauspielern der Heldenmut im Gesicht steht und schauderhafte Dialogsätze aus den Mündern quellen. ... Wie schade es ist, dass dem Regisseur Carion nur betuliche Bilder zu einer sensationellen Geschichte einfallen, merkt man jedenfalls, wenn der tolle deutsche Schauspieler Thomas Schmauser in einigen Szenen als kaiserlicher Kronprinz auftritt: Nur er ganz allein spielt ein Seelendrama aus halbverschluckter Angst und tobsüchtigem Patriotismus, musischer Empfindsamkeit und schierer Mordlust. Der Rest ist leider historische Kinoschinkenware."

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