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C.R.A.Z.Y.

C.R.A.Z.Y.

Regie Jean-Marc Vallée
Kinostart 25.05.2006

Kritiken • C.R.A.Z.Y.

02. Juni 2006 | C.R.A.Z.Y. • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Andreas Maurer wünscht dem Film viel Publikum. "Schöner ist seit Todd Haynes' Glam-Rock-Hymne VELVET GOLDMINE (1998) keine Selbstsuche mit einem Soundteppich unterlegt worden. Dieser hier lässt die Hauptfigur allem entschweben, buchstäblich: hinaus aus der Enge des katholischen Zuhauses, fort über den grossen Teich nach Jerusalem - wo an einem Basar ein Exemplar der raren C.R.A.Z.Y.-Pressung aufliegt - und immer noch weiter, bis zur Schwelle des Todes. Magischer Realismus? Schwulendrama? Oder eher Familiensatire?"

25. Mai 2006 | C.R.A.Z.Y. • Kritik • fluter.de

Für Sascha Rettig ist der Film "viel mehr als eine weitere Geschichte vom Erwachsenwerden: Es geht um die Chronik einer ganz normal verkorksten Familie, um Streitigkeiten zwischen Brüdern und Zacs Selbstfindung mit finalem Coming-Out, zu dem er erst nach einem wundersam mythisch überhöhten Trip ins gelobte Land Israel den Mut aufbringt. ... Vor allem in der ersten Hälfte schiebt Vallée immer wieder verspielt, träumerisch und wundervoll montiert die kanadische Kleinstadtrealität und Zacs Vorstellungswelt ineinander. Damit stellt er sich in die Reihe fantasievoll ausgebreiteter Eskapismen."

23. Mai 2006 | C.R.A.Z.Y. • Kritik • br-online.de

Leichtfüßig und dennoch tiefgründig erzählt der Regisseur aus Montréal von familiären Konflikten und Problemen, die zumeist an Weihnachts-, Geburtstags- oder gar Hochzeitsfeiern ausbrechen, schreibt Margret Köhler. "Das Aufstöbern von Erinnerung in dieser poetischen Zeitreise durch Mode, Musik und Lebensgefühl der 60er und 70er Jahre verführt zum wunderlichen Mitfühlen und Mitleiden. Ein launiger Nachhilfeunterricht in Sachen Lust auf Leben: trotz einer Portion Wehmut erfrischend und befreiend. Und irgendwie kommt man glücklich aus dem Kino."

23. Mai 2006 | C.R.A.Z.Y. • Kritik • film-dienst 11/2006

Oliver Rahayel lobt den Film: "Ein bestechendes Element an dem Film ist seine Balance zwischen sehr eigenwilligen Geschichten und Regie-Einfällen sowie den allgemeingültigen Beobachtungen, die dahinter stecken. Meistens leise, manchmal wehmütig und selten grell ist der Humor des Films, und obwohl sich die erzählte Handlung über zwei Jahrzehnte hinzieht, behält sie anhand einiger wesentlicher Themen die Kontinuität der Geschichte im Auge. ... Das Prinzip der Überhöhung, das den Film kennzeichnet, greift auch hier: Die Dinge werden zu Ende gedacht und -fantasiert, bis der Geist frei ist und die Katharsis einsetzt, die Erlösung. So ist der brillant gespielte Film zugleich hautnah und metaphysisch, realistisch und allegorisch, familiär und soziologisch. Unter den zahlreichen kanadischen Filmen zum Thema Homosexualität ist er zweifellos eine Perle."

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