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DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN

DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN

Regie Dagmar Knöpfel
Kinostart 17.11.2005

Kritiken • DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN

22. November 2005 | DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist laut Silvia Hallensleben nur etwas für Zuschauer, die das ambitionierte Spiel mit der literarischen Form fasziniert. "Ein Eindruck bleibt gleich: Das einzige Glück dieser - mit Corinna Harfouch vorzüglich besetzten - Frau bestand im Kratzen der Feder auf Papier. Nemcovás Leiden wird mit lebhafter Präsenz ausgebreitet, während die Regisseurin biografische Details vermeidet. Dass sie kein übliches Biopic liefern wollte, ist verständlich."

17. November 2005 | DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN • Kritik • br-online.de

Als authentisch und bewegend, sensibel und historisch genau bezeichnet Kirsten Liese das Porträt. "Als Schwachpunkt erweist es sich zwar, dass Dagmar Knöpfel in ihrem Streben nach Präzision einige Sequenzen gleich mehrfach zeigt, was den Fortgang der Handlung ein wenig bremst. Aber glaubwürdig, authentisch und bewegend ist dieser Film dennoch, der mit seiner Fokussierung auf den Geschlechterkampf und einer überwiegend dunklen, pessimistischen Stimmung an frühe Werke wie HELLER WAHN oder SCHWESTERN UND DIE BALANCE DES GLÜCKS von Margarethe von Trotta erinnert."

17. November 2005 | DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Eine interessante Idee, deren Ausführung jedoch scheitert. Knöpfels Interesse gilt dem Wort, dem Leben als Erzählung. Ihre Figuren bleiben deshalb Skizzen, die wie Illustrationen literarischer Sentenzen wirken. Visuell ist das etwas ermüdend, zumal die Variationen sich nicht genug unterscheiden. Um einen Brief zu verfilmen, bedarf es wohl anderer Mittel."

16. November 2005 | DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN • Kritik • fluter.de

Einen langen Blick wirft laut Ula Brunner die Regisseurin auf ihre Hauptfigur. "Dabei spart sie gesellschaftliche Hintergründe weit gehend aus und entwirft ein sich selbst genügendes Leidens-Szenario, dem auch das nuancierte Spiel Corinna Harfouchs als Bozena Nemcová wenig zusätzlichen Sinn einzuhauchen vermag. Immerfort Armut, Hunger, kalte Füße und ein blutendes Unterleibsgeschwür; schreiben zu müssen, aber es nicht zu können, weil der volltrunkene Ehemann in der Stube lärmt. ... Nach 100 qualvollen Filmminuten scheint ihr früher Tod - keine fünfzig Jahre alt war Bozena Nemcová, als sie 1862 verschied - nur noch eine Erlösung zu sein. Nicht zuletzt für die Zuschauenden."

10. November 2005 | DURCH DIESE NACHT SEHE ICH KEINEN EINZIGEN STERN • Kritik • film-dienst 23/2005

Souverän meistert der Film die Problematik, schreibt Thomas Brandlmeier. "Dagmar Knöpfel kommt dabei dem expressiven Kino sehr nahe. Die Kamera schwankt mitunter subjektiv, folgt minutenlang den Passagen und Gängen der Hauptdarstellerin. Die Heterogenität des Materials wird oft durch akustische Überblendungen zusammen gehalten. Corinna Harfouch ist minimalistisch, und wo sie spielt, spielt sie gegen die Rolle an; keine einzige Nahaufnahme verleiht ihr falschen Schein. Der Kameramann Jan Malír, eigentlich ein Dokumentarist, ist ein Glücksgriff. Farbe und Brillanz sind durch Ausstattung und Material (Super 16) stark zurückgenommen, das gilt auch für die Musik."

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