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89 MILLIMETER

89 MILLIMETER

Regie Sebastian Heinzel
Kinostart 17.11.2005

Kritiken • 89 MILLIMETER

17. November 2005 | 89 MILLIMETER • Kritik • Berliner Zeitung

Sehr nahe kommt der Film den sechs Jugendlichen, schreibt Jan Brachmann. Die Regisseure stehen "zu jedem der sechs in ein Vertrauensverhältnis, stellen ihn als liebenswert vor, unabhängig von dem, was er sagt, denkt, macht, erlebt hat. ... Der Film als ganzer aber setzt die schmerzhafte Dialektik ins Bild, was es heißt, sich als Mensch einzigartig zu fühlen auf Grund dessen, was man durchgemacht hat - und sich doch nach einer Freiheit zu sehnen, die nach solchen Widerfährnissen nicht fragt."

17. November 2005 | 89 MILLIMETER • Kritik • Der Tagesspiegel

Hans-Jörg Rother hat sich nicht von dem Film überzeugen lassen. "Zu Beginn nennt der Regisseur das Land eine 'Diktatur', aber davon ist außer bei einem scheuen Blick auf die Wagenkolonne des Präsidenten und viele Polizisten nichts zu sehen. Heinzel porträtiert die Menschen nicht in ihrem Umfeld. Stattdessen regiert Folklore pur. Man müsste geduldig beobachten, fragen und zuhören können."

17. November 2005 | 89 MILLIMETER • Kritik • Junge Welt

In diesem Film gab es alles in Idealkombination, schreibt Arnold Schölzel. "Tunnelmäßig läuft auch der Film ab, in dem sechs junge Frauen und Männer aus Belarus etwas über ihr Verhältnis zu ihrem Land erzählen. Das ist unterdurchschnittlich langweilig, filmisch Spurweite 0."

16. November 2005 | 89 MILLIMETER • Kritik • fluter.de

Philipp Bühler erklärt ersteinmal den komischen Titel. Die gespielte Naivität des Regisseur "im Kommentar geht einem zuweilen auf die Nerven, aber er ist seinen Gesprächspartnern/innen sichtlich näher gekommen als der normale Auslandskorrespondent. Der Film ist das stimmungsvolle Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, zwischen Perspektivlosigkeit und Hoffnung. Vor allem zeigt er, wie eine Diktatur funktioniert: gar nicht so sehr durch Unterdrückung und Angstmache, sondern durch das stumme Einverständnis der Mehrheit. Wer wegschaut, sagt eine längst gefeuerte Journalistin, kann sich hier sogar frei fühlen."

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