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THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS

THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS

Regie Neil Marshall
Kinostart 10.11.2005

Kritiken • THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS

11. November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • Der Spiegel

Dem britischen Regisseur Neil Marshall gelingt das Kunststück, sein durchweg weibliches Personal trotz miserabler Beleuchtung glänzen zu lassen, schreibt Christian Buß. "THE DESCENT ist ein exzellenter Schocker, extrem perfide in seiner Erzählweise, aber weitgehend frei von Zynismus. Neil Marshall beherrscht die Kunst, das Schwarz der Leinwand als bedrohliche Projektionsfläche in Szene zu setzen. Mit jedem Flackern der Fackeln und Funzeln werden die Urängste der Zuschauer heraufbeschworen. Gelegentlich weiß man nicht, ob die Leinwand tatsächlich schwarz ist - oder ob man gerade im Schaudern die Augen zugekniffen hat. ... THE DESCENT ist ein Lichtspielwerk. Dieser Film mit seinem bescheidenen, aber extrem effizienten Lichteinwurf entwickelt seine volle Wirkung nur im Kino, dieser Höhle der Imagination."

10. November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • Berliner Zeitung

Der Film hat Größe, meint Peter Uehling. "THE DESCENT ist ein elitäres Kunstwerk, nicht weil er sich "intelligent" geriert, sondern weil man seine visionäre Hybris, seine unstillbare Traurigkeit aushalten muss. Intelligent in jenem schicken Sinn, der den Zuschauer durch ein Spiegelkabinett von Anspielungen jagt und am Ende den Horror zum Gewaltproblem verkleinert und damit das Unbegreifliche auf den gesellschaftlichen Begriff bringt, ist der Film nicht. Vielmehr baut er Stück für Stück die Erwartungen, die er hervorruft, ab. ... THE DESCENT ist eine Filmerfahrung von seltener Endgültigkeit. Ob der Film gut oder schlecht ist, ist angesichts seines Gewichts eine lächerliche Frage. Dieses Gewicht allerdings will ertragen werden."

10. November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur verzichtet auf jeglichen Humor, schreibt Karl Hafner. "Bereits nach wenigen Minuten herrscht eine kalte, angespannte Atmosphäre, die der Film bis zur blutigen Eskalation nicht mehr aufgeben wird. ... Die Leinwand ist selten ganz ausgeleuchtet. Dadurch entsteht ein bedrückendes Gefühl von Klaustrophobie. Leuchtstoffröhren, chemische Fackeln, ein Camcorder werfen nur kurz spärliches Licht auf mögliche Fluchtwege, bevor alle Hoffnung wieder im Dunklen verschwindet. Marshall inszeniert gnadenlos. Mit rigoroser Härte wird getötet und gestorben. Ohne Sentimentalität bleiben erst die Freundschaft, dann die Menschlichkeit auf der Strecke. Die Frauen werden in ihrem Kampf den blutrünstigen Kreaturen immer ähnlicher. Der eigentliche Horror dieses Films ist sein Nihilismus. Es gibt keinen Ausweg, nirgends."

09. November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • fluter.de

Zahlreiche Gelegenheiten zum Schreien bietet der Film laut Ernst Kramer. "Großen Anteil am Gelingen dieses Unterweltreißers hat die rein weibliche Besetzung. Die kann gleich von vornherein klischeefreier agieren als eine Männergruppe, und an den zwischen Angst und Übermut, zwischen Freundschaft und Misstrauen hin und her oszillierenden Wesenszügen wird deutlich, dass hier das grobe Besteck gängiger Charakterzeichnung zu Hause gelassen wurde. Der Film nimmt seine Figuren todernst. So entstehen im Überlebenskampf der Frauen zwar große Kräfte, aber keine strahlenden Heldinnen. Die frei gewordene Energie schießt oft unvorhergesehen quer, im Unheil bewegt sich die Gruppe nahe an der Selbstzerstörung. Ein realistisch anmutender Ansatz."

09. November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • br-online.de

Florian Kummert hat brillanten Horror, packend, aber auch blutig gesehen; sparsam, aber effektiv und grandios. "Endlich mal keine nervtötende Teenie-Truppe, sondern dreidimensionale Erwachsene, zwischen denen sich interne Feindseligkeiten aufbauen, die in den engen Höhlen genauso bedrohlich werden wie die unbekannte, externe Gefahr. Das Licht-und-Schatten-Spiel im Film einem alptraumhaften Malkasten entsprungen. Karmesinrote Fackeln, grüne Leuchtstäbe, der schwarz-weiße Nachtsichtmodus eines Camcorders. ... Neil Marshall hat einen nihilistischen Gruselfilm geschaffen, der wenig Hoffnung in sich trägt. Das Höhlenlabyrinth ist ein dunkler Strudel, der jede Menschlichkeit aus den Figuren saugt. Die Hölle ist um uns herum und in uns drin. Der beste britische Horrorfilm der vergangenen Jahre."

08. November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • film-dienst 23/2005

Eine Stärke des Films ist es für Sascha Koebner, daß das Auftauchen der unterirdisch lebenden Wesen, die der Gruppe nach dem Leben trachten, nicht unglaubwürdig wirkt. "In kürzester Zeit etabliert der Film sechs Figuren, die so überzeugend wirken, dass deren Verschwinden für das Publikum einen Verlust darstellt. Die klaustrophobische Grundstimmung wird durch die spärliche Beleuchtung noch verstärkt. ... Neil Marshall hat einen auf kunstvolle Weise unheimlichen Horrorfilm geschaffen, der seine Schreckmomente nicht ironisiert, und dessen Ernsthaftigkeit, mit der er die Beziehungen innerhalb der Frauengruppe schildert, sich wohltuend von unzähligen Teenie-Horrorfilmen abhebt."

November 2005 | THE DESCENT - ABGRUND DES GRAUENS • Kritik • filmz.de

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