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BLINDER SCHACHT

BLINDER SCHACHT

Regie Li Yang
Kinostart 10.11.2005

Kritiken • BLINDER SCHACHT

14. November 2005 | BLINDER SCHACHT • Kritik • Die Tageszeitung

Ein brillanter kleiner Thriller ist BLINDER SCHACHT für Claudia Lenssen. "Li Yang und der Kameramann Liu Yonghong nutzen das Driften ihrer beiden monströsen Verlierer, um sie wie in einem Dokumentarfilm in ihrer objektiven Welt und deren Zeitmaß zu verorten. In einem Meisterstück neuen realistischen Kinos zeigen sie ein von Schächten durchlöchertes, von Kohlebergen, lehmigen Fahrwegen und primitiven Behausungen geprägtes Land, das im Zeichen brutaler privater Geschäftsstrategien zum rechtlosen Raum geworden ist. ... Im Schacht spitzen sich die Dinge noch einmal beängstigend zu, doch dieser brillante kleine Thriller findet ein überraschend lakonisches Ende."

12. November 2005 | BLINDER SCHACHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Dieser Film bietet keine opulent bebilderten Epen, schreibt Annika Hennebach. "Yang bleibt seinen Dokumentar-Mitteln bei der Adaption des Stoffes aus dem Arbeitermilieu treu. Trotz wackelnder Handkamera auf Augenhöhe und fehlender Musikuntermalung bleibt BLINDER SCHACHT fingierte Dokumentation, ein Zwitter zwischen den Genres wie zwischen den Zeiten. Dennoch gelingt ein ungeschönter Blick auf die sich wandelnde chinesische Gesellschaft. Frauen tauchen fast nur als Huren oder abwesende Ehefrauen auf. Die rauen Männer in der kargen Landschaft - über und unter Tage - zeugen in ihrer Skrupellosigkeit von großer Verwirrtheit in der neuen Welt. In China wurde der Film verboten."

09. November 2005 | BLINDER SCHACHT • Kritik • Berliner Zeitung

Hart und ungefiltert zeigt der Film laut Anke Westphal das Explodieren der gesellschaftliche Ordnung in China. BLINDER SCHACHT "ist ein zwangsläufig unruhiger Film: voller existenzieller Bildkommentare zur derzeitigen Verfasstheit der chinesischen Gesellschaft und immer auf Augenhöhe mit den Protagonisten - etwa wenn deren begehrliche Blicke einem protzigen Auto aus Westeuropa folgen, dem sie Platz machen (!) mussten. Ihre Habseligkeiten verwahren Song und Tang in jenen weiß-rot-blau gestreiften Plastiktaschen der Armut, die man auf der ganzen Welt sieht. Ob einer mehr oder weniger auf der Strecke bleibt, spielt keine Rolle."

09. November 2005 | BLINDER SCHACHT • Kritik • fluter.de

Die Sozialkritik aus China bespricht Nana A.T. Rebhan wie folgt: "Mit dokumentarisch anmutender Genauigkeit erzählt Li Yang seine kritische Kriminalgeschichte, die sogleich die zentrale chinesische Zensurbehörde auf den Plan rief. Komplett mit Handkamera gedreht, beschreibt der Film den harten Alltag chinesischer Minenarbeiter. Die beiden Mörder wirken dabei nicht einmal unsympathisch. Vielmehr scheinen sie ebenfalls Opfer ökonomischer Zwänge zu sein."

November 2005 | BLINDER SCHACHT • Kritik • filmz.de

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