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LEBEN IN MIR

LEBEN IN MIR

Regie Malgorzata Szumowska
Kinostart 29.06.2006

Kritiken • LEBEN IN MIR

30. Juni 2006 | LEBEN IN MIR • Kritik • Neues Deutschland

Ralf Schenk entdeckt es: Die Regisseurin will an das Spätwerk ihres Landsmanns Krzysztof Kieslowski anknüpfen: "Aus tiefstem katholischen Weltverständnis, mit reichlich metaphysischen Zutaten hofft sie die Zuschauer zu bessern und zu bekehren. ... Über all seinen Idealen und dem schon fast zwanghaften Hang zur Allegorie verliert der Film allerdings zunehmend den Blick für soziale Genauigkeit. ... So markiert LEBEN IN MIR sehr deutlich die religiöse Unterfütterung des derzeitigen polnischen Kinos und fügt sich in den gesamtgesellschaftlichen Trend zu Konservatismus und einer heftigen Skepsis gegenüber der Moderne ein."

29. Juni 2006 | LEBEN IN MIR • Kritik • Berliner Zeitung

Die junge Regisseurin hat die Gratwanderung zwischen dem Dringlichen und dem Peinlichen selten gemeistert, kritisiert Jan Brachmann. "Vielleicht ist das nur ein Problem des Drehbuchs, das in seinem erfahrungsmageren, aber gefühlssatten Stil zu nahe an die Tagebuchprosa von Teenagern kommt. Denn darstellerisch wird dieser Film immer schöner. Besonders Teresa Budzisz-Krzyzanowska als Evas Mutter gewinnt an Komplexität, lässt hinter ihrem garstigen Pragmatismus mehr und mehr Güte durchblicken. Die Kameraarbeit von Michael Englert gibt dem Film erst recht Zauber."

28. Juni 2006 | LEBEN IN MIR • Kritik • fluter.de

Jenny Zylka ist enttäuscht von diesem Übermutti-Film. "Den Darsteller/innen kann man in dieser zwanghaft poetischen Geschichte nichts vorwerfen, sogar die Protagonistin, das Supermodel Malgosia Bela, spielt ihren pseudo-verrückten Part hingebungsvoll und professionell. Aber der Film ertrinkt in sinnlos Sinnhaftem. Das Mutterwerden wird auf eine unerfreuliche, fast religiös-spirituelle Weise weichgezeichnet und die Dialoge hauen bis auf wenige Aufnahmen – wie die Szenen zwischen Eva, ihrem kranken Vater und der Mutter – viel zu gewollte, gefühlige Kerben in die eher trist gemalte Umgebung."

22. Juni 2006 | LEBEN IN MIR • Kritik • film-dienst 13/2005

Bei Alexandra Wach hat der Film große Erwartungen geweckt, die aber bereits in der ersten halben Stunde enttäuscht werden. "Während LEBEN IN MIR sämtliche Klischees über den polnischen Katholizismus in immer neuen Volten weiterdreht, fällt der Blick auf die polnische Nachwende-Realität entsprechend bescheiden aus und beschränkt sich auf Skurrilitäten des neuen Trash-Fernsehens. Richtung Telenovela bewegt sich auch das Ende. Spätestens hier ist es längst egal geworden, wer wen ein weiteres Mal vor der Sünde des Selbstmords oder der Abtreibung bewahrt, und auch die Frage, wie Eva ohne Arbeit, Partner und die Einkünfte des verstorbenen Vaters das Kind durchzubringen gedenkt, muss nicht mehr gestellt werden."

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