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IM SCHWITZKASTEN

IM SCHWITZKASTEN

Regie Eoin Moore
Kinostart 30.03.2006

Kritiken • IM SCHWITZKASTEN

31. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Der SPIEGEL

Der Regisseur packte ein exzellentes Ensemble in die Sauna - seine klischeestrotzende Komödie IM SCHWITZKASTEN hat Peter Luley aber trotzdem kalt gelassen. "In Sachen Milieustimmigkeit und Spannung erreichen Moore und seine Co-Drehbuchautoren Jens Köster und Sven Poser bei weitem nicht die Qualität von Andreas Dresens tragikomischem SOMMER VORM BALKON ... Vor allem aber bleibt schleierhaft, was diese doch arg klischeehaften Charaktere jenseits aller geschilderten existenziellen Nöte immer wieder zur ausführlich-entspannten gemeinsamen Nutzung der Schwitzstätte treibt. ... Politisch will der Film durch Präsentation so ziemlich aller denkbaren Facetten ausgewogen wirken, hinterlässt aber nur einen indifferenten Eindruck."

31. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film schlägt laut Christiane Peitz eine "heiter-spröde Tonart an, angereichert um eine gehörige Portion Berliner Schnauze, Marke extra dry. ... Lauter Sisyphos-Typen. Man wurschtelt sich durch, packt was an und kommt nicht vom Fleck. Sogar die toughe Stewardess muss sich in der Bewerbungsrunde bei der Billigfluglinie demütigen lassen. ... IM SCHWITZKASTEN ist ein bisschen böser, chaotischer, schwärzer als SOMMER VORM BALKON, die Komödie kippt in die Farce. Ein Aufguss macht eben noch keinen Aufschwung. Und nicht jedes Herz verträgt hohe Temperaturen."

31. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Neues Deutschland

Hanno Harnisch wünscht IM SCHWITZKASTEN eine freundliche Publikumsaufnahme. "Dieses Bild, das Schicksale so schweißtreibend und vernebelt verbindet, hat den irischen Regisseur Eoin Moore so fasziniert, dass aus einer originellen Idee auch ein liebenswerter Film wurde. ... Zwischen Komödie und Groteske – ein Kinospaß für alle."

30. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Berliner Zeitung

Eine Deutschland-Posse sah Peter Uehling. "Gut, ein kleiner Film ist das halt, in den sich jeder Schauspieler eine Rolle hineingedichtet hat. Die Leute hatten ihren Spaß beim Dreh, und das ist es dann auch - da mag das Schwanken zwischen flauer Komödie und Sozialschmonzette verzeihlich sein. Andererseits ist es aber ganz und gar nicht verzeihlich, in den empfindlichsten Bereich des gegenwärtigen Sozialwesens - das Schwinden des allgemeinen Wohlstands - vorzudringen und irgendein Gesülze abzuliefern, das sich nur episodenweise, aber nicht als Ganzes, auf die Verhältnisse projizieren lässt. IM SCHWITZKASTEN liefert nicht nur keine Antworten zur Lage der Nation, sondern stellt nicht mal Fragen."

30. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Die Tageszeitung

Sympathisch und harmlos findet Claudia Lenssen den Film. "Trotz des Tempos lahmen einige Ideen. Das Projekt stammt aus der Schröder-Ära, als Hartz IV noch eine Wolke am Horizont war und die Parole galt, man müsse Langzeitarbeitslosen nur die Alimente entziehen, dann würden sie in den Arbeitsmarkt zurückkehren. Dass kaum neue Jobs entstanden, wissen wir heute, Moores Film sieht das nicht so eng. Wenn er seine Saunafreaks durch ihren Alltag begleitet und ihre Tricks und Ticks offenbart, scheint die Zukunft überschaubar."

30. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine seltene Spontaneität kennzeichnet IM SCHWITZKASTEN, schreibt Sascha Westphal. "In jedem Moment spürt man, dass jeder der Darsteller aktiv Einfluss auf seine Rolle genommen hat und sich so weitaus persönlicher einbringen konnte, als es in der Regel möglich ist. Dieser gemeinschaftlichen Arbeit verdankt die Komödie auch ihren demokratischen Touch. Jeder hat sich in diesem Chor seine eigene Stimme bewahrt. Gerade in den Soli, den schauspielerischen Kabinettstückchen, die vor allem Edgar Selge, Charly Hübner und Steffi Kühnert zum Besten geben, in seiner Vielstimmigkeit und seinen weltanschaulichen Dissonanzen kommt IM SCHWITZKASTEN dem Wesen unserer Zeit näher als die Konstrukte eines Andreas Dresen oder einer Vanessa Jopp."

30. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • film-dienst 07/2006

Für Andrea Dittgen hat diese leichte Sozialkomödie in Deutschland Seltenheitswert. "Eoin Moore inszeniert diese Bande von Losern in seinem munteren Kammerspiel nie verletzend. Selbst wenn sie alle nackt da sitzen, strahlen sie noch Würde aus und wirken nie peinlich. Moore lässt sie das tun, was Politiker gerne beschwören: Arbeit suchen, sich nicht hängen lassen und trotz allen Jammerns optimistisch sein. Hinzu kommen pointierte Dialoge und starke Schauspieler, allen voran Christiane Paul als lebensfrohe Nadine und Edgar Selge als elitär-skurriler Professor. Auch wenn im Prinzip nur Einzelgeschichten aneinander gereiht werden, ist IM SCHWITZKASTEN kein beliebiger Episodenfilm, sondern eher eine lange Kabarettsendung auf ungewohnt unintellektuelle Weise."

29. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake fühlte sich verarscht. "Die Dialoge stolpern hölzern umeinander; Jetzt bist du dran, sag' dein Sprüchlein auf. Die triste Inszenierung der scheiternden Existenzen gaukelt eine Komödie mit ernstem Hintergrund vor – und ist doch nur seichter Aufguss. Alles scheint vorhersehbar wie der dritte Aufzug im Ohnesorg-Theater; die Situationskomik gebiert keine Lacher. ... Die neunzig Minuten schleppen sich dahin wie die Abschlussproduktion eines Video-Workshops für Filmanfänger/innen. Aber alle haben sich ganz viel Mühe gegeben. Scheitern als Chance?!"

29. März 2006 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • br-online.de

Der schwarzhumorige Film hat Margret Köhler mit einem glänzenden Darsteller-Ensemble überzeugt. "Da kehren die Protagonisten ihr Inneres nach Außen, kämpfen mit den Widrigkeiten des Alltags und entpuppen sich als Meister einer geschickten Überlebensstrategie. Dabei sitzen die Pointen punktgenau. Mit einem Budget von nur 640 000 Euro und in nur 20 Drehtagen entstand ein amüsantes Kino-Stückchen mit einem exzellenten Darsteller-Ensemble, allen voran Christiane Paul, Edgar Selge und Andreas Schmidt. Tragik und Komik - selten lagen sie in einem deutschen Film so nahe beieinander. Also nichts wie rein ins Saunavergnügen, selbst wenn das so seine Tücken hat."

01. November 2005 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Der Spiegel

Laut Wolfgang Höbel dreht der Regisseur "ein auf rührend schlichte Weise theaterhaftes Hartz-IV-Movie. Bei Moore sitzen die Arbeitslosen und Alleinerziehenden in einer Berliner Sauna. Der Laden ist kleinbürgerlich-alternativ, wird allerdings auch vom Redenschreiber und Gatten einer wichtigen konservativen Politikerin besucht. Moore präsentiert Schauspieler wie Christiane Paul, Steffi Kühnert, Edgar Selge und die hier großartige Esther Zimmering in einer schön austarierten Farce, und nur ganz selten stürzt seine Geschichte ein bisschen ab in die Niederungen der Schweiß- und Sexkomödie."

01. November 2005 | IM SCHWITZKASTEN • Kritik • Die Tageszeitung

Barbara Schweizerhof mußte über das Thema Arbeitslosigkeit hier etwas lachen. "Das liegt daran, dass Moore seinem Arbeitslosen einen politischen Redenschreiber gegenübersetzt, und das dazu noch in der Sauna. ... Für Regisseur und Drehbuchautor Moore ist der SCHWITZKASTEN eine Art "Modell Deutschland": ein sympathisches, aber schlecht geführtes Unternehmen, in dem die verschiedenen Lebensstrategien aufeinander treffen ... Schwer zu sagen, wo hier die Grenze zwischen falschem und richtigem Leben verläuft."

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