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UNSER AMERICA

UNSER AMERICA

Regie Kristina Konrad
Kinostart 03.11.2005

Kritiken • UNSER AMERICA

10. März 2006 | UNSER AMERICA • Kritik • Neues Deutschland

Geri Krebs faßt ihre Kritik wie folgt zusammen: "Herausgekommen ist ein ambivalentes, von einer sehr persönlichen und parteilichen Optik geprägtes Filmdokument, das gar nicht den Anspruch erhebt, ein ausgewogenes Bild des heutigen Nicaragua zu zeigen, sondern in der häufigen Gegenüberstellung von 'Damals' und 'Heute' viele Fragen aufwirft. ... Dabei verweigert Konrad trotzig die Vermittlung eines Geschichtsbilds, welches das Scheitern dieser Revolution ins Zentrum stellt. Vielmehr will sie denjenigen eine Stimme geben, die - wie sie selber - ihren Idealen treu geblieben sind."

08. November 2005 | UNSER AMERICA • Kritik • mehrfilm

Einzigartig nennt Christian Gertz den Film. "Wortreich aus dem Off beschwört Kristina Konrad immer wieder die Vergangenheit und lässt an der 'neoliberalen' Gegenwart kein gutes Haar. ... Kristina Konrads Film ist wie eine gut abgestimmte Zündkerze, wenn man denn überhaupt einen Vergleich dafür finden kann. Er arbeitet zurückhaltend ohne groß aufzufallen, hat stets die richtigen 'Mittel' zur Hand, spielt sich nicht in den Vordergrund und ist dennoch bewegend und Mut machend zugleich."

08. November 2005 | UNSER AMERICA • Kritik • flim-dienst 23/2005

Für Reinhard Lüke ist der Film "weder der rührselige Nostalgie-Tripp einer ehemaligen Revolutionstouristin, noch eine moralisierende Geschichtsstunde, die erklären wollte, warum von den ehemals hochfliegenden Visionen kaum etwas übrig geblieben ist. Vielmehr kommen die Erkundungen im heutigen Nicaragua, das von einer frei gewählten neoliberalen Partei regiert wird, als sehr persönliche, aber überaus reflektierte und differenzierte Bestandsaufnahme daher. ... So ist UNSER AMERICA, der Titel ist einem Poem des vielfach zitierten Dichters Rubén Dario entlehnt, eine ehrliche, ebenso wehmütige wie ernüchternde Bestandsaufnahme der jüngsten Geschichte eines Landes, die fernab einer Reportageform nicht zuletzt durch ihre dezidiert filmischen Qualitäten überzeugt."

07. November 2005 | UNSER AMERICA • Kritik • Die Tageszeitung

Für Cristina Nord geht es in der Dokumentation nicht darum, die Frente Sandinista einer kritischen Revision zu unterziehen. "Stattdessen geht es Konrad um die Euphorie, die Aufbruchstimmung - um das, was sie in Anlehnung an Gilles Deleuze das "Revolutionärwerden der Menschen" nennt. ... Im heutigen Nicaragua findet Konrad davon nur wenig - vielleicht in den lebendigen Augen Herty Lewites' oder in der emanzipierten Selbstverständlichkeit, mit der Magaly Cabrera ihrer Arbeit nachgeht. So bleibt ihr der melancholische Blick auf das, was war und heute nicht mehr ist. Das verhindert leider einen präzisere Erkundung des Landes heute, zumal sich Konrad etwas verzettelt."

02. November 2005 | UNSER AMERICA • Kritik • fluter.de

Für Ula Brunner ist die Dokumentation eine sehr persönliche, poetische und unverhohlen polarisierende Bestandsaufnahme. "Mit nostalgischer Wucht lässt Konrad den energiegeladenen, revolutionären Geist jener Zeit hochleben und konfrontiert ihn mit dem seltsam unideologischen, desillusionierten Nicaragua von heute. Selbst eine der ehemaligen Aktivistinnen, eine Anwältin, bekennt, nie mit ihren Söhnen über den Krieg gesprochen zu haben. Was ist geblieben vom revolutionären Traum?"

02. November 2005 | UNSER AMERICA • Kritik • fluter.de

Ula Brunner spricht mit der Regisseurin Kristina Konrad.

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