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DER FISCHER UND SEINE FRAU

DER FISCHER UND SEINE FRAU

Regie Doris Dörrie
Kinostart 27.10.2005

Kritiken • DER FISCHER UND SEINE FRAU

28. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Berliner Zeitung

Bettina Aust führt ein Interview mit dem Schauspieler Christian Ulmen über genügsame Männer, Fische und die Bakterien am Bierglas.

27. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Die Tageszeitung

Die Mischung aus Japanklischees und staubigen Geschlechterrollen hat Claudia Lenssen nicht überzeugt. "Doris Dörrie hat ein Händchen für Zeitgeist-Befindlichkeiten, seit 20 Jahren besetzt sie damit ihren Platz im deutschen Mainstreamkino. Hier aber entschädigen das Design, die Nummernrevue der Modenschauen, der hysterische Spaß der Akteure nicht über ihre lahme Botschaft hinweg. Unter der Hand gerät ihr die Geschichte über die wahre Liebe in Zeiten verschärften Aufstiegskampfes zu einer pathologischen Typenlehre: Ida und Otto wirken wie zwei notorisch liebessüchtige Narzisse, die quengelnd Gefühle fordern: anstrengend statt komisch."

27. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Frankfurter Rundschau

"Der Regisseurin geht es um das Phänomen, dass Frauen, die Beruf und Familie unter einen Hut bekommen wollen, ziemlich Gas geben müssen und Männer da nicht mehr mitkommen. Der Film, der aus dieser Idee entstanden ist, funktioniert nur sehr leidlich. Das liegt daran, dass Dörrie mehr eine These ausbreitet als eine Geschichte erzählt, dass sie den Paarkampf als moderne Version eines Märchens inszeniert und dass in dieser überkonstruierten Form nur ein diffuses Bild entsteht."

27. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte setzt sich mit deutschen Liebesfilmen auseinander. Die Regisseurin, "die außerhalb der Leinwand das seltene Talent besitzt, pointierte Kurzgeschichten schreiben zu können, bleibt im Folgenden bei ihrer einen Seite Grimm. Wie plausibel muss sich das alles im Konzeptstadium angehört haben: Eine Neulektüre des politisch so herrlich unkorrekten Märchens über die weibliche Gier nach materiellem Wohlstand und die Hilflosigkeit des Waschlappens an ihrer Seite. Mit "frauenfeindlich" ist das Märchen nur unzureichend charakterisiert. Freundlich ist es nur gegenüber den Fischen. ... So gern man dieses Comeback in ihrem alten Paradegenre mit Doris Dörrie feiern möchte, ist Der Fischer und seine Frau doch selbst wieder so ein Koi, ein hochgezüchtetes Wesen, dem es zu gut geht in seinem schicken Pool."

27. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Junge Welt

Eine nicht gerade frauenfreundliche Fabel hat sich die Regisseurin laut Peer Schmitt entsponnen, schwer erträgliche Kost.

26. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • fluter.de

Vieles an diesem Film ist für Jenni Zylka falsch. "Eine schlimm-spießige Story, furchtbar hausbackene Ideen, eine gähnend langweilige Erzählstruktur, eine katastrophale Hauptdarstellerin, die hässlichsten Kostüme seit langem - fertig ist der neue Doris-Dörrie-Film über die Liebe einer ehrgeizigen Modedesignerin zu einem Loser-Fischarzt. ... Vielleicht stimmt es, dass Frauen immer mehr wollen, und Männer beim Versuch, es ihnen recht zu machen, regelmäßig verzweifeln. Aber für diese anfechtbare Wahrheit braucht es keinen solchen Film. Da reicht das Märchen dicke aus."

26. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich empfiehlt, sich von den märchenhaften Elementen des Films nicht täuschen zu lassen. In seinem Kern verbirgt sich ein zeitdiagnostischer Kommentar. "Auch wenn sich Dörrie zunächst um einen ausgeglichenen Blick auf die Geschlechter bemüht, schiebt sie unter dem Strich doch dem weiblichen Ehrgeiz die Schuld in die Schuhe. Christian Ulmens schluffiger Otto steht letztlich als sympathischer Loser da, während Alexandra Maria Lara ihrer Ida einen leicht hysterischen Hautgout verleiht. ... Für diese zweifelhafte Argumentation benützt Dörrie Bilder, die bunter als eine Tüte Gummibärchen sind. Sie schiebt ein Übermaß an Popsongs dazwischen, von denen nicht alle die Höhe ihrer Tantiemen rechtfertigen. Und sie bedient sich eines Humors, der nicht selten in die Untiefen des Klamauks abrutscht."

26. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Berliner Zeitung

Bis zu einem gewissen Momenten ist der Film die leicht hingetuschte, anrührende, präzise und witzige Komödie, die Harald Jähner von Doris Dörrie erwartet hat. "Doris Dörrie hat auch einen Sinn für einen guten Soundtrack (gut vor allem Keren Ann und Maximo Park) sowie für vielsagende Drehorte. Verdorben wird das Vergnügen allerdings durch allzu bemühte Nebenrollen (vorneweg Ottos Mutter als alternde Hippie-Hexe) und durch die Halbherzigkeit, mit der die ökonomischen Zwänge Komödienstoff werden. Der Film spielt ja am Rand der Marktwirtschaft. Mit der Pflege und dem Handel von Kois, für die bis zu 350 000 Euro bezahlt werden, handelt er von grotesken Tätigkeiten, für die mächtige Menschen bezahlen, die sonst schon alles haben."

26. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • Der Spiegel

Farblos nennt Gabriele Meierding die Liebesgeschichte. "Dafür leuchten die rotgepunkteten Silberschuppen des Koi tapfer durch diesen Film, der in exotischer Kulisse beginnt, dann aber schnell verblasst und zu keiner Kontur findet. DER FISCHER verzettelt sich zwischen Gesellschaftsfarce, postfeministischer Märchenadaption und Partnerschaftsdrama. Dabei wird die im Untertitel suggerierte Antwort auf die Frage, warum Frauen nie genug bekommen, weder empirisch noch satirisch aufgelöst. Gerade das hätte man von der Regisseurin und Schriftstellerin aber erwartet."

25. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • film-dienst 22/2005

Ulrich Kriest erklärt, woran man einen Doris Dörrie-Film erkennt. "Sehr prägnant beschreibt Dörrie die vielschichtigen Probleme, die entstehen, wenn Selbstverwirklichungsansprüche, Familiengründung, Liebe und moderne Rollenzuschreibungen unter einen Hut gebracht werden müssen und zu permanenten Überforderungen führen. ... Die Besetzung der Protagonisten ist perfekt, weil gerade keine besonderen Darstellerleistungen, sondern Typen gefragt waren: Christian Ulmen lässt hier einfach seinen lässigen Charakter aus HERR LEHMANN noch etwas weiter vor sich hintreiben. Die bemerkenswert überschätzte Alexandra Maria Lara verfügt über genau zwei unterschiedliche Gesichtsausdrücke: W'Wundern und Staunen' sowie 'Freuen', die sie indes durchaus variabel einzusetzen versteht."

23. Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • br-online.de

Sehr realistisch kommt Margret Köhler der Film vor. "Mit Blick fürs Detail werden die immer gleichen Differenzen zwischen den Geschlechtern dargestellt, weibliches Durchsetzungsvermögen gegen männliches Phlegma. Bis sich alles in Wohlgefallen auflöst, leiden die Liebenden am gegenseitigen Unverständnis, kreisen verwunschene Fische im Aquarium und philosophieren über die unmögliche Zweisamkeit, leuchten die schönsten Farben auf der Leinwand. ... Während Alexandra Maria Lara meist als Power-Frau nur mit großen Augen in die Welt schaut, fliegen Christian Ulmen als liebevollem Loser die Sympathien zu. Bei dem in ein Märchen verpackten Stoff (aus dem Butt wird ein Koi) düst Doris Dörrie leider im Affentempo durch den Beziehungsdschungel, werden die Charaktere etwas zu hastig abgehakt und bleiben als Abziehbilder auf der Strecke. Man kommt ihnen nie wirklich nah und Nebenfiguren geraten zum Klischee."

Oktober 2005 | DER FISCHER UND SEINE FRAU • Kritik • filmz.de

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