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RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF!

RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF!

Regie David LaChapelle
Kinostart 20.10.2005

Kritiken • RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF!

27. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Die Zeit

Susanne Weingarten hat die Filmhelden bei David LaChappelles in Los Angeles besucht.

21. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Berliner Zeitung

Der Celebrity-Fotograf David LaChapelle debütiert furios als Dokumentarfilmer, schreibt Carmen Böker. "David LaChapelle erliegt nur in einer Szene dem Kunstwillen, dem alten "bigger than life"-Ehrgeiz: als er zwei Darsteller in die Schlagschatten eines Sonnenuntergangs hinein manövriert und Aufnahmen groovender Nubier, festgehalten von Leni Riefenstahl, dagegen schneidet. Ansonsten lässt er es zu, dass die Wirklichkeit ihn einholt."

20. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Frankfurter Rundschau

Rauschhaft nennt Daniel Kothenschulte den Film. "Es ist die besondere Kunst des Regisseurs, wie er den Ernst der Lebensumstände, die diese so imposante Tanzkultur hervorgebracht haben, erst in der zweiten Hälfte in den Film einbrechen lässt. Zunächst teilt der Ästhet LaChapelle ausgiebig mit uns sein Staunen über die Schönheit des Krumping und des Clowning. ... Dafür erlaubt sich der Filmemacher in einem grandiosen Finale, die mit der Frequenz eines Maschinengewehrs zuckenden Körper mit der High-Speed-Kamera zu verlangsamen. Ein Hauch von Riefenstahl liegt über den Bildern, die sich zu diesem Zeitpunkt allerdings längst eine nicht mehr korrumpierbare Authentizität erworben haben."

20. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Die Tageszeitung

Katrin Bettina Müller sah in Form gegossene Raserei. "Wie die Spannung in jedem Auftritt gesteigert wird, wie die Energie kulminiert und wie sich in den Gesten Differenzen des Ausdrucks ausbilden, hat allerdings nicht nur mit Geschwindigkeit, sondern auch mit Entwicklung, Dauer und dem Verhältnis zum Raum zu tun. Das ist der Punkt, an dem LaChapelles Film seine Schwachstelle hat und durch eine einfallslose Aufnahme- und Schnitttechnik enttäuscht. Fast alle Einstellungsgrößen gleichen sich, viel zu schnell werden die Tanzenden hintereinander geschnitten, zack, und der nächste, viel zu wenig sieht man von den Orten der Treffen und kein einziges Mal einen Tanz wirklich von Anfang bis Ende. Da arbeitet der Film mit einer Ästhetik, die das Tempo der Moves noch zu steigern versucht und deshalb nicht in der Lage ist, auch das kompositorische Potenzial zu verfolgen."

20. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Film ist für Tobias Schwartz "ein Bildergewitter, das seine Energie aus der Ästhetik von Werbespots und Musikvideos zieht."

20. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Der Spiegel

Geeignet schien der Regisseur dem Kritiker Uh-Young Kim für einen Film über Ghettotänze nicht zu sein. "In RIZE stellt LaChapelle die Tanzgruppen als einzige Alternative zur Gewaltspirale der Gangs dar. In schlicht aufgenommenen und energiegeladenen Bildern zeigt er aber vor allem, wie ihre Körper in einer Mixtur aus Breakdance, Table Dance, Pogo und scheinbar real gewordenen CGI-Sequenzen über den Staub der Straße wirbeln. ... Anstelle der Manipulation der Wirklichkeit, die die Arbeiten des Eskapisten LaChapelle sonst auszeichnet, ist die Unmittelbarkeit der Handkamera getreten, um mittendrin statt nur dabei zu sein."

19. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • Jungle World

Tim Stüttgen behauptet, der Film sei auf keinen Fall der gelungenste, aber auf jeden Fall der explosivste Dokumentarfilm dieses Jahres. "Wo sich sonst makellos belichtete Körper mit der Warenhaftigkeit der beworbenen Produkte vereinen und wir uns in den auratisch bunten Glamourwelten des modischen Melodrams befinden, regiert in RIZE die megarealistisch aufgeladene Ästhetik einer dokumentarischen Pseudowahrheit. Simpel gesagt: Kamera drauf, und ihr seht die Welt. Was wir aber genau sehen in dieser Welt und was an diesem Film so verdammt radikal kickt, sind nicht die ganzen Typen aus South Central und anderen kaputten Ecken von L.A., sind nicht ihre Schusswunden und existenziellen ökonomischen Hoffnungslosigkeiten. Das eigentliche Thema dieses Films heißt Stripping, Clowing und Krumb und ist ungefähr der überraschendste, krasseste, kreativste, selbstverwaltetste und unerwartetste neue Tanzhybrid, den die Menschheit in den letzten Jahren erblicken konnte."

19. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • fluter.de

Sozialdrama statt Clip-Ästethik sah Frank Geissler. "LaChapelles Kamera ist mitten drin im Tanztumult und fängt das Geschehen hautnah ein - mit düster-realistischen Bildern. Von den durch und durch gesättigten und artifiziellen Farbwelten seiner viel gerühmten Modefotografien ist LaChapelle meist meilenweit entfernt. Ganz offensichtlich geht es ihm nicht darum, Krumping zum nächsten großen Trend zu machen - er will dem Publikum einfach eine bisher kaum beachtete Subkultur zeigen, die ihn fasziniert ... Die Tanzszenen mögen beeindrucken, aber sie sind letztlich nur die spektakuläre Fassade, hinter der so viel mehr steckt: RIZE erzählt von einer Gruppe junger Menschen, die in Armut und zerrütteten Familien aufgewachsen sind und nun versuchen, sich den Weg nach draußen zu erkämpfen, ohne dass dabei gleich jemand ums Leben kommen muss."

13. Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • film-dienst 21/2005

Für Sascha Koebner interessiert sich der Regisseur "mehr für den Tanz und die damit verbundene Körperästhetik als für den sozialen Nährboden, auf dem diese Tanzarten entstanden sind. ... Es überwiegt die pure Begeisterung über die elektrisiert Tanzenden, für die Tanz gleichermaßen ein Ventil und einen alternativen Lebensweg darstellt. So wirken die Einstellungen, in denen LaChapelle die Schmink- und Tanzrituale afrikanischer Eingeborenenstämme zwischen Szenen der tanzenden Clownsgruppen schneidet, zumindest unbeholfen in ihrer Symbolik. Das Faszinierendste an dieser Dokumentation ist, dass es diese Gruppen von Jugendlichen, die ihre Rivalitäten im Tanz austragen, tatsächlich gibt."

Oktober 2005 | RIZE - UNS HÄLT NICHTS AUF! • Kritik • filmz.de

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