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LADY HENDERSON PRÄSENTIERT

LADY HENDERSON PRÄSENTIERT

Regie Stephen Frears
Kinostart 22.06.2006

Kritiken • LADY HENDERSON PRÄSENTIERT

24. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Der Spiegel

LADY HENDERSON PRäSENTIERT ist für Christian Buß nicht nur großes Ausstattungskino, sondern vor allem auch eine erhellende Konversationskomödie. "Im Zentrum des Zeitgemäldes aber steht die Romanze, die sich zwischen Lady Henderson und ihrem Impresario Van Damm anbahnt. Judi Dench und Bob Hoskins spielen das Paar als Widergänger von Hollywoods legendärem Zankknäuel Katharine Hepburn und Spencer Tracy. Anrührend und anzüglich, butterweich und bitterböse umkreisen Theaterbesitzerin und Manager einander. Dench, die als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert wurde, spielt die Upper-Class-Furie als wandelnden Widerspruch. Sie giert nicht nach Sympathie. Ihre Lady Henderson ist egoistisch, snobistisch und rassistisch, aber auch einfühlsam, aufgeklärt und verletzlich."

24. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Die Tageszeitung

Dietrich Kuhlbrodt hat mitgefiebert und gelacht. "Der Krieg wird durch die Revuen des Windmill-Theaters erzählt, "it never closed", buchstäblich im Underground. Immerhin wird die Realität beglaubigt durch eingeschnittenes Dokumentarmaterial: Hitler in Paris. Die Wehrmacht marschiert durch den Triumphbogen. Deutsche Bomben verwüsten Soho. Irgendwann fällt auf, dass LADY HENDERSON PRäSENTIERT keinen Plot hat, wohl aber Nummern. Das sollte in einem Revuetheater aber nicht verwundern."

22. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Berliner Zeitung

Viele Szenen sind für Carmen Böker amüsant. "Doch seinen komödiantischen Feinschliff erzielt der Film erst anhand seines künstlerischen Leiters Vivian Van Damm: Mit seiner Chefin kapriziert er sich auf eine platonische Hassliebe, die Frears bissigem, trockenem Witz erst das rechte Fundament gibt. Als Van Damm sich nackt macht, um seinen Mädels die Scheu zu nehmen, just da kommt natürlich Lady Henderson vorbeigerauscht, beguckt sich die anatomischen Details äußerst genüsslich und sagt: "Ich wusste doch immer, dass Sie Jude sind!""

22. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Die Tageszeitung

Den altmodisch-gemütlichen Stil der britischen Komödien der fünfziger Jahre hat Wilfried Hippen ausgemacht. "Die größte Überraschung dabei ist, wie dezent, ja keusch der einst so provokante Regisseur von Filmen wie SAMMY & ROSIE TUN ES oder GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN hier die Hüllen fallen lässt. Der einstige Skandal wirkt heute anrührend, und die Blicke der jungen Männer im Publikum sind nicht etwa lüstern, sondern eher voller naiver Ehrfurcht. Frears ist auch kaum an diesem historischen Tabubruch interessiert und so erspart er sich und uns die allzu vorhersehbaren Szenen von puritanischen Eiferern, die gegen das Theater protestieren."

22. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Eine rasante Nummernrevue, heiter und bissig, sah Katja Lüthge. "Stephen Frears eigentlicher Verdienst in LADY HENDERSON PRäSENTIERT ist dann auch die Neuerschaffung der aberwitzigen Tableaus, in denen die jungen nackten Frauen arrangiert werden. Eindrucksvoll offenbart sich hier vor allem die Kunst der Lichtsetzung: so schön, dass sich selbst Zensoren davon blenden lassen würden. Aber nicht nur das Nichtangezogene ist gut gelungen, LADY HENDERSON PRäSENTIERT funktioniert auch ganz tadellos als Kostümfilm, insbesondere die orientalisch inspirierte Garderobe von Judi Dench gibt der Figur einen märchenhaft abgehobenen Charakter."

22. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Der Tagesspiegel

Anzüglich nennt Daniela Sannwald den Film. Der Film "ist ein visueller und akustischer Genuss: schwungvoll und respektlos wie die Revuefilme der frühen dreißiger Jahre, farbenfroh und dekorfreudig wie die Musicals seines großen Kollegen Vincente Minelli aus den Fünfzigern. Entstanden ist eine Genre-Hommage, die alles enthält, was das Herz begehrt: ausgedehnte Auditions und launische Stars, eine auf Gedeih und Verderb zusammengeschweißte Theaterfamilie, Chorus Girls in erotischen Verstrickungen, Aufstieg und Fall, Probenkrach, Hysterie und am Ende die versöhnende Galapremiere."

21. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Berliner Zeitung

Mariam Schaghaghi spricht mit Schauspielerin Judi Dench über die Prüderie der Briten und ihren neuen Revue-Film

20. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • film-dienst 13/2006

Einen munteren Revuefilm sah Stefan Volk. "Insgesamt präsentiert sich Frears’ Komödie eher hausbacken, harmlos-frech, nett und kuschelig. Die berührenden zwischenmenschlichen Momente, die seine Filme sonst häufig auszeichnen, misslingen, wirken dramaturgisch aufgesetzt, leinwand-sentimental. Für ernste Untertöne sorgen der Zweite Weltkrieg und die verhängnisvolle Affäre eines der "Windmill Girls" mit einem jungen Soldaten. Das Kriegsgeschehen, die brennende Stadt, erstarrt jedoch zur pittoresken, wildromantischen Kulisse, wie sich der Film überhaupt kaum je von seiner artifiziellen Studio-Optik freimachen kann. Als Starvehikel für die hinreißende Judi Dench könnte der Film dennoch von Erfolg gekrönt sein."

19. Juni 2006 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • br-online.de

Die spitzzüngige Komödie mit Judi Dench in der Hauptrolle lässt keine noch so kleine Süffisanz aus, findet Margret Köhler. "Wie Dame Judi Dench spitzzüngig und mit allen Finessen ihren Partner Bob Hoskins ("very british") aus der Reserve lockt, das entpuppt sich als Feuerwerk an trefflichem Witz. Die Geschichte des Londoner Theaters vor und während des Zweiten Weltkrieges, Inspiration für das Rita-Hayworth-Musical "Tonight And Every Night", ist auch die Geschichte einer Frau, die sich im Künstler-Milieu durchsetzte mit gesundem Menschenverstand, manchmal fast rüdem Charme und dominanter Mütterlichkeit. ... Ein wenig nostalgisch und im besten Sinne altmodisch gibt sich LADY HENDERSON PRäSENTIERT, aber keineswegs verstaubt."

16. Dezember 2005 | LADY HENDERSON PRÄSENTIERT • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Für Daniele Muscionico ist LADY HENDERSON PRäSENTIERT ein britisches Erzeugnis im besten Sinn. "Es erhellt eine Episode der englischen Kultur-(und Theater-)Geschichte auf eine Weise, die an die Hellsicht des Gesellschaftskritikers Oscar Wilde erinnert. Stephen Frears hat dabei zwei Hochkaräter zur Hand, die sich die geistreichen Auseinandersetzungen liefern: Judi Dench und Bob Hoskins, sich stürmisch hassend und von fern bewundernd - wer hat hier das Sagen? ... Frears hat sich detailgenau an die historischen Gegebenheiten gehalten. Originalgetreu liess er Bühnenbilder nachbauen sowie die "Millerettes" - ihre Sprecherin: eine mutige, doch unterkühlte Kelly Reilly - und ihre Revuenummern auferstehen."

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