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Regie Marcus Lenz
Kinostart 06.10.2005

Kritiken • CLOSE

08. Oktober 2005 | CLOSE • Kritik • Die Tageszeitung

CLOSE ist für Dietmar Kammerer ein psychodramatisches Kammerspiel in undekorierter Wohnung. "Markus Lenz inszeniert die Nichtbegegnung zweier unfertiger Menschen, die sich in ihren Emotionen wie in verwitterten Trutzburgen eingesperrt haben, als geschlossenes Zeichensystem und streng nach Regiehandbuch. Da darf kein Element ablenken von der Grundidee, in der nicht nur die Figuren, sondern der gesamte Film wie in einem Korsett gefangen steckt. Alles funktioniert als verdoppelnde Unterstreichung. ... In diesem perfekt um ein Prinzip herum konstruierten Kosmos gesteht der Regisseur seinen Figuren dabei bestenfalls das Gefühlsleben von Bremsscheiben zu: Immerzu muss es glühen, aber irgendwie geht dabei nichts vorwärts. Schade."

06. Oktober 2005 | CLOSE • Kritik • Berliner Zeitung

In CLOSE ist alles aufs Minimum reduziert, schreibt Philipp Bühler. Der Film "ist der letzte Tango oder der neueste Schrei einer Art deutschen Kinos, das Regisseure wie Michael Klier und Christian Petzold in den letzten Jahren durchgesetzt haben. Mit viel Geduld und kargen Bildern haben sie Entfremdung wirksam zum Ausdruck gemacht, deren Tauglichkeit als Filmmotiv aber bisweilen auch überschätzt. Wie sie vertraut auch der dffb-Absolvent Lenz in seiner durchaus eigenständigen Dramaturgie vor allem auf seine Darsteller. Die unendlich verloren wirkende Jule Böwe, der erneut eindrucksvolle Christoph Bach mit seinem manisch-konzentrierten Schelmenblick - zu sagen, sie spielten intensiv, wäre untertrieben. Aber als nicht hinterfragbare Filmfiguren bleiben sie einem doch recht fremd."

05. Oktober 2005 | CLOSE • Kritik • fluter.de

Ein Fall für Verhaltensforscher sah Kirsten Schulz. "Das Ganze wirkt ein wenig wie ein klinischer Versuch, bei dem zwei ausgehungerte und verhaltensgestörte Laborratten in denselben Käfig gesperrt werden, um zu sehen, was die beiden sich so alles antun werden. Jule Böwe und Christoph Bach spielen ihre psychischen Ausnahmeexistenzen beeindruckend und mit großer Intensität. Doch das ändert nichts daran, dass man ihrem Zweikampf zwar manchmal durchaus interessiert, aber doch eher mit kühler und verständnisloser Distanz beiwohnt."

Oktober 2005 | CLOSE • Kritik • filmz.de

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