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AM SEIDENEN FADEN

AM SEIDENEN FADEN

Regie Katarina Peters
Kinostart 06.10.2005

Kritiken • AM SEIDENEN FADEN

06. Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • Berliner Zeitung

Katja Lüthge ist von dem eigenwilligen Plädoyer für die Macht der Liebe überzeugt. "Ihre Ängste und ihre Überforderung hat die Regisseurin jedoch wesentlich in seltsam schöne Spielszenen verpackt, die sich schon durch das 35mm-Format deutlich vom dokumentarischen DV-Material abgrenzen. Parallel zu den Fortschritten ihres Mannes ist dort auch immer wieder eine Katarina Peters zu sehen, die mit geduldiger Hingabe einen sehr dünnen Faden zu einem sonderbaren Gebilde verhäkelt, das schließlich als Gehirn erkennbar wird. Die Fähigkeit, sich mit Hilfe der Kunst aus tiefstem Elend zu befreien, ist beiden Protagonisten gemein - und unterscheidet sie von der Mehrheit derjenigen, die eine vergleichbare Zäsur erleben."

06. Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • Die Tageszeitung

Detlef Kuhlbrodt bringt es auf den Punkt: Der Film beschreibt den Prozess, dessen Ergebnis er ist. "Der Regisseurin ist es gelungen, sehr private, subjektive Empfindungen, Situationen zu objektivieren, also mitteilbar zu machen, ohne sich oder ihren Mann zu verraten. Ein großes Wagnis, denn der Grat ist schmal zwischen Kunst und Ausbeutung, Wahrhaftigkeit und peinlicher Entblößung. ... Vielleicht ist dieser, durchaus auch manchmal anstrengende Film so gut gelungen, weil beide den Mut hatten, sich in ihrer Hilflosigkeit preiszugeben."

06. Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • Der Tagesspiegel

"Die Filmerin rettet den geliebten Mann in ein Projekt, das ihn fordert. Und findet selbst Zuflucht in etwas, das sie irgendwann für ihre Arbeit verwandeln kann. Und der Film bringt, wie sich am Ende eines jahrelangen Prozesses zeigt, das Paar auch kreativ zusammen: Boris macht die Filmmusik, hilft beim Schnitt, und irgendwann wird er auch wieder ein Cellokonzert geben. Katharina Peters erzählt von dem Wunder, das ein dem beschädigten Leben abgerungenes Kämpfen ist, im Off: kritisch und selbstkritisch, ohne Beschönigung."

06. Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • Neues Deutschland

Caroline M. Buck hätte sich einen anonymen Sprecher gewünscht. Die Dokumentation "ist das, was die frühere Experimentalfilmerin Katarina Peters aus der Vernichtung aller ihrer Träume machte: eine schonungslose Dokumentation seines Kampfes um Beweglichkeit, Sprache – und Musik. Eine Dokumentation der totalen Veränderung ihrer beider Leben, des Endes aller Pläne. Und eine Chronik ihrer eigenen Gefühle von Wut, Einsamkeit und Zurückgelassenheit, dargestellt in einer Reihe inszenierter Bildfolgen."

05. Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • fluter.de

Silke Kettelhake fragt, wessen Film das ist. Ihrer? Seiner? "Entstanden ist eine gemeinsame Dokumentation, die ohne den oder die Partner/in nicht möglich gewesen wäre. Ein ergreifender Film, der nicht ganz ohne Kitsch auskommt - nach dem man sich aber am liebsten an irgendeiner Stelle bedanken möchte, dass man noch einmal davongekommen ist und jeden Tag aufstehen kann, um einfach zu leben."

Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • filmz.de

Infos, Links und Kommentare bei filmz.de.

Oktober 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • br-online

Der Kampf ums Überleben hat Thilo Wydra beeindruckt. "Nahe, ganz nahe geht Katarina Peters in diesem sehr persönlichen Dokumentarfilm ran. Vielleicht zu nahe. Nicht alles, was hier gezeigt und gesagt wird, möchte man eigentlich sehen und hören. Da werden Grenzen überschritten, ist die Gratwanderung zum Exponieren eine sehr schwierige, dünne. Gewiss, hier wird vom Überleben erzählt, vom Kampf gegen das Nein, gegen ein mögliches Ende. Das mag Antrieb für andere Menschen bedeuten, zugleich aber sei dahingestellt, ob man den verkabelten, ans Bett gefesselten Boris wirklich sehen respektive zeigen muss. Das Leiden, es sollte nur seiner selbst wegen gezeigt werden, und in Maßen. Leicht kann das umkippen und einen faden, bitteren Beigeschmack mit sich bringen."

29. September 2005 | AM SEIDENEN FADEN • Kritik • film-dienst 20/2005

Einen Mutmacher-Film sah Josef Lederle, aber nicht nur. "Vielmehr geht die emphatische Perspektive einer neuen Beziehung, mit der Peters ihren Film beginnt, auch in der extremen Zuspitzung der Erkrankung nicht völlig verloren, wenngleich sie hier nur noch in Traum- und Kunstbildern angedeutet wird, in denen die Filmemacherin auch um ihren Eigenstand ringt. ... Gleichwohl ist der Film weder voyeuristisch noch larmoyant, sondern ganz im Gegenteil das geschickt strukturierte Dokument des Überlebenskampfes eines Künstlerpaares, das wie die meisten Dokumentarfilme in der ersten Person aus der Not geboren, aber durch die Kelter der filmischen Genese gegangen ist."

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