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POMMERLAND

POMMERLAND

Regie Volker Koepp
Kinostart 29.09.2005

Kritiken • POMMERLAND

29. September 2005 | POMMERLAND • Kritik • film-dienst 20/2005

Klug ist der Film für Hans Messias. "Koepp hält auch in POMMERLAND mit seiner eigenen Meinung scheinbar hinter dem Berg, stellt nur knappe Fragen und überlässt seinen Protagonisten das Feld, damit sie ihre Gedanken entfalten können. Worte und Bilder gehen dabei aber eine Symbiose ein, die weit beredter ist als alle wohlfeilen Absichtserklärungen. Dass er mit dieser subtilen Methode mitunter erhellender operiert als andere Filmemacher, die insistierend ihr Ziel im Auge behalten, ist eines seiner großen Verdienste. ... POMMERLAND ist ein stilles, aber doch beredtes Plädoyer für die Osterweiterung der EU, dessen Fokus in die Zukunft gerichtet ist, ohne dass dem andenkenden Rückblick die Berechtigung abgesprochen würde."

29. September 2005 | POMMERLAND • Kritik • Berliner Zeitung

In den Filmen des Regisseurs lärmt für Anke Westphal die Stille. "Seit langem schlägt sich dieser Regisseur mit seiner Arbeit auf die Seite eines vorbehaltlichen Antimodernismus, der seinen hohen Preis sehr wohl kennt. Daraus rührte denn wohl auch die Melancholie seiner Filme: In ihnen wird ein Zustand aufrichtiger Schlichtheit und stiller Größe des Lebens bewundert, von dem man doch weiß, dass es ihn so vermutlich nie gegeben hat. Der aber vital als eine schöne Möglichkeit einer authentischen Existenz überdauert. Und immer findet Koepp ja auch Protagonisten, die dieses Ideal repräsentieren."

29. September 2005 | POMMERLAND • Kritik • Die Tageszeitung

Wiedereinmal ist der Regisseur in seinem Element, meint Bert Rebhandl. "Er kann - wie sonst in Deutschland nur noch Thomas Heise - durch Zeugen lange Zeiträume erschließen. ... Wo immer er hinkommt, schreibt Koepp das letzte Kapitel der deutschen Expansion nach Osten und der sozialistischen Expansion nach Westen. ... In POMMERLAND zeigt sich, dass das Historische sich nicht im Großraum erfüllt, sondern in den Verästelungen von individuellen Plänen und Träumen, die selbst für die EU-Bürokratie zu spezifisch sind. Dass sie für das Kino erreichbar bleiben, ist das Verdienst von Volker Koepp."

29. September 2005 | POMMERLAND • Kritik • Frankfurter Rundschau

Mit Bravour und Souveränität wird bekanntes Terrain abgearbeitet, schreibt Lasse Ole Hempel. "Es geht um Heimat, Vertreibung, Hass und dessen mögliche Überwindung - Geschichte, erzählt mit milder Melancholie und Gelassenheit. POMMERLAND fügt sich in die Koepp'sche Chronik Osteuropas, die Filme wie HERR ZWILLING UND FRAU ZUCKERMANN, KURISCHE NEHRUNG und UCKERMARK umfasst, und lebt von diesem speziellen Zauber, der einen den Atlas aufschlagen lässt, um den Ort namens Slupsk, ehemals Stolp, ausfindig zu machen, an den es Koepp diesmal verschlagen hat. ... Überhaupt ist es bewundernswert, wie Koepp die Balance zwischen den porträtierten Menschen und Geschichten findet. Alle scheinen vor dem Auge des Regisseurs gleichberechtigt zu sein, dürfen aussprechen, Pausen machen und sich auch mal verhaspeln."

28. September 2005 | POMMERLAND • Kritik • fluter.de

Martin Maaß ist etwas enttäuscht von der Dokumentation. "Volker Koepp zeichnet wundervolle Bilder von einem Land im Dornröschenschlaf, von deutschen und polnischen Pommern, von Veränderungen und Hoffnungen, die durch den EU-Beitritt Polens geweckt werden. Aber die Auswahl von Interviewpartnern oder Menschen, die Koepp begleitet, wird nie ganz klar. POMMERLAND wirkt, als habe sich sein Regisseur einfach treiben lassen ... Dabei entsteht ein Bild, aber ein manchmal zu träumerisches und willkürliches, und allemal ein sehr isoliertes. Dieser Blick ist zu persönlich und das lange Verharren auf verlegenen Gesichtern zu sehr alte Dokumentationsschule."

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