Inhalt • MONTE GRANDE - WAS IST LEBEN?
Wie können Körper und Geist als ganzheitliches Wesen existieren? Der chilenische Neurobiologe Francisco Varela (1946-2001) beschäftigte sich von seiner Kindheit bis zu seinem frühzeitigen Tod mit dieser Frage. Drei Kernthemen prägen den Film: die Beziehung zwischen Körper und Geist (Verkörperung), der Sinn persönlicher Verantwortung (Autonomie) und die Spiritualität. Die Struktur des Films basiert auf Varelas nicht-linearem Denken und fokussiert auf Autopoiesis, Ethik, Bewusstsein, Meditation und Sterben. Erzählt und reflektiert wird von ihm selbst, von seinen Familienangehörigen, von führenden Wissenschaftern, engsten Freunden und Denkern wie dem Dalai Lama, Heinz von Foerster, Evan Thompson, Anne Harrington, Humberto Maturana und anderen.
Crew • MONTE GRANDE - WAS IST LEBEN?
Regie: Franz Reichle
Verleih/Copyright: RealFiction
Kritik • MONTE GRANDE - WAS IST LEBEN? • 29. September 2005 • film-dienst 20/2005
Hans Messias empfiehlt, um den Film halbwegs zu verstehen, sich zurückzulehnen und tief durchzuatmen. "Für den einfachen Kinogänger ohne entsprechende Vorkenntnisse stellt der Film des Züricher Professors Reichle, der bereits 1997 mit seinem Film DAS WISSEN VOM HEILEN tibetanische Medizin und buddhistische Philosophie vorstellte und mit Grenzbereichen konfrontierte, einen recht steinigen Weg dar. Trotz der im Entstehungsprozess immer wieder augenfälligen Teigtaschen ist MONTE GRANDE alles andere als eine leicht verdauliche Dokumentation, die die Trennung zwischen Wissenschaft und Kunst zwar als aufgehoben behauptet, den Beweis dafür aber schuldig bleibt: ein filmisches Proseminar für Grenzwissenschaftler."