| Regie | Judd Apatow |
| Kinostart | 29.09.2005 |
Sarah-Mai Dang entdeckt die Aussage des Films: Jungfrauen sind paranoid, neurotisch und introvertiert - und trotzdem irgendwie liebenswert. "Das alberne und höhnische Verhalten der drei Männer hat nichts mit Sex oder Liebe zu tun, mit unbestimmter Aufgeregtheit oder ungelenker Prahlerei, sondern es steht einzig für den schalen und geistlosen Humor dieses Films. Judd Apatow und Steve Carell, von denen das Drehbuch stammt, begegnen den geschlechtlichen Unzulänglichkeiten im Alltag nicht mit heiterer Freizügigkeit, wie es manche Szenen vorgeben wollen, sondern mit biederer Anzüglichkeit."
Der Regisseur geht mit der Charakterisierung des Helden ziemlich weit, meint Bert Rebhandl. "So haarsträubend manche Witze sind, so präzise sind die Figuren entworfen und gespielt. Bis in die Nebenfiguren verraten Carrell und Apatow einen Sinn für Charakter, der viel weiter geht, als es das Format eigentlich erfordert. JUNGFRAU (40), MäNNLICH, SUCHT ... demonstriert wieder, dass nicht das Actionkino, sondern die Komödie das Genre ist, mit dem das amerikanische Kino seine ungebrochene Kreativität beweist."
Kaum eine der erwartbaren Zoten läßt der Film aus, schreibt Thomas Winkler. "So wird minutiös ausgewalzt, was man alles Dämliches mit Kondomen anstellen kann, behauptet, Pinkeln in der Öffentlichkeit gehöre notwendigerweise zur Mannwerdung, und wird ausführlich dargestellt, wie weh es tun kann, sich die Brustbehaarung mit Wachs entfernen zu lassen. Das Ergebnis ist ein ebenso hirn- wie harmloser und zeitweise sogar amüsanter Spaß. Allerdings verlässt der Film dann doch recht zielstrebig das Niveau der AMERICAN PIE-Reihe und wandelt sich zur romantischen, bisweilen kitschigen Komödie, die dann trotz bisweilen unterirdischem Humor die guten alten christlichen Werte propagiert."