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THE PRODUCERS

THE PRODUCERS

Regie Susan Stroman
Kinostart 16.03.2006

Kritiken • THE PRODUCERS

21. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • Die Tageszeitung

Das Problem der Neuverfilmung ist, dass sie altbacken wirkt, kritisiert Andreas Resch. "In THE PRODUCERS swingen die Songs zwar nett daher, aber nach einiger Zeit nervt das Gesinge. Vor allem, weil keine Metaebene dahinter steht, die mitgrooven könnte. Außerdem ist THE PRODUCERS eher einfallslos inszeniert. Die Kamera hält meistens still; sie lässt die Sänger singen und die Tänzer tanzen. Gleich ob beim Bühnenbild, den langen Einstellungen, den vielen Innenaufnahmen, dem Ablauf der Szenen - überall schimmert die Bühnenfassung durch. Komisch wird der Film immer dann, wenn es um "Springtime for Hitler" geht. Dieses Musical im Musical ist in seiner Absurdität eindeutig das bessere."

17. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier ist Mel Brooks begegnet. "Bedeutung zu produzieren, das ist in den Augen von Mel Brooks bloß eine leidige Pflicht der Sprache, das Tagwerk, das sie verrichten muss. Aber als Schöne der Nacht besteht ihre eigentliche Aufgabe darin, begnadeten Unsinn zu produzieren, Liedzeilen, wie ein enthemmter Hitler in THE PRODUCERS sie trällert."

16. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • Der Tagesspiegel

Sebastian Handke ist unsicher: "Kann sein, dass man den Charme der Aufführung bewahren wollte (von dem gleichwohl nichts durchscheint). Kann aber auch sein, dass das Ding nur schnell hingehudelt wurde, in einer Theaterpause sozusagen. Regisseurin Susan Stroman, die das Stück am Broadway mit großem Erfolg auf die Bühne brachte, mag eine gute Choreographin sein – mit einer Kamera weiß sie nichts anzufangen. Die Darsteller springen wild grimassierend und gestikulierend durch die Kulissen, sie reißen die Augen auf und schreien herum. Vor allem Matthew Brodericks hysterische Übertreibungen haben etwas erschreckend Mechanisches – ganz so, als sei er vor lauter Routine selber gar nicht mehr anwesend."

16. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • Neues Deutschland

Marion Pietrzok sagt es geradeaus: "Wenn Sie zweieinviertel Stunden fantastisches Entertainment erleben, sich einfach mal gut unterhalten wollen, dann sehen Sie sich diesen Film an, auch wenn sie kein Musical-Fan sind! Er hat Schauwert, mitreißende Musik, glänzende Darsteller, intelligente Dialoge, Komik und Tempo – er ist einfach perfekt gemacht. ... Der Film ist eine grandiose Karikatur auf gegenwärtige Geisteshaltung. – Eine so ganz andere, aber sehr wirksame Art, über sich selbst und seine Zeit nachzudenken. Ganz wichtig: Versäumen Sie nicht das Bild nach dem Abspann!"

15. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • Berliner Zeitung

Hinreißend gemein ist der Film laut Carmen Böker. Der Film wirkt "tatsächlich wie eine abgefilmte Version des Bühnen-Musicals, die allerdings den Vorzug hat, mit der Kamera jeder auftretenden Person in Mimik und Gestik sehr nahe treten zu können. Doch es ist gerade diese beibehaltene unrealistische Komponente, die dem Film seinen besonderen Reiz verleiht. Die Reminiszenz an die großen Hollywood-Musikproduktionen; das Schwelgen im klassischen Look; die ganze, auf jähen Effekt getrimmte Ausstattungs-Hysterie - all das verbindet sich mit einer Geschichte, die wiederum eine formale Übersteigerung vornimmt: Die dreisten Witze, die bodenlose Bosheit werden zur großen Groteske."

15. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • fluter.de

Mit dem derben jüdischen Humor des Originals hat dieser Film für Andreas Busche kaum noch etwas zu tun. "Wer meint, [die Story] klänge viel versprechend, dem sei in jedem Fall angeraten, sich Brooks Original zu besorgen. Auch an Brooks Film haben die Jahre ihre Spuren hinterlassen – 1968 waren Nazi-Verarschungen durchaus noch eine Provokation. Doch zumindest führt uns dieser lasche Aufwasch von EIN KÄFIG VOLLER NARREN noch einmal (schmerzlich) vor Augen, was für ein Genie Brooks einst gewesen ist."

13. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • br-online.de

Perfekte, schwarzhumorige Unterhaltung sag Antje Harries. "Die Schauspieler tanzen und singen perfekt. Uma Thurman, die die schwedische Sekretärin der beiden Ganoven spielt, begeistert. Überhaupt merkt man an diesem Film wieder einmal, wie gut die Hollywoodstars ausgebildet sind. Alles erscheint so unendlich leicht und gut gelaunt, dass es beim Zuschauen das reinste Vergnügen ist. Der böse stechende Humor von Mel Brooks bewährt sich auch hier. Nachdem man ein paar mal geschluckt hat, weil das mit dem "Frühling für Hitler" gewöhnungsbedürftig ist - schließlich sind wir Deutsche - kann richtig gelacht werden. Glücklicherweise ist die Synchronfassung gut gelungen und die Songs im Original belassen."

12. März 2006 | THE PRODUCERS • Kritik • film-dienst 06/2006

Rolf-Ruediger Hamacher hat die sarkastischen Botschaft von THE PRODUCERS erkannt: "Hat man das Publikum erst einmal mit einer Ungeheuerlichkeit wie "Springtime for Hitler" auf einen Trend eingestimmt, muss man es melken, solange es stillhält. ... Stromans Konzept geht auf, weil sie bei der bildhaften Umsetzung auf hektische Schnitte und den Tanz störende Großaufnahmen verzichtet, was der Eleganz der Bewegungen zugute kommt; allerdings überrascht insbesondere Uma Thurman, die ungeahnte tänzerische Fähigkeiten entwickelt. Selbst der makabre Gehgestell-Tanz der alten Damen gerät durch Stromans distanzierte optische Auflösung nicht zur Peinlichkeit. Trotzdem steht und fällt der Film mit seinen beiden Hauptdarstellern, die ihre Rollen am Broadway schon oft interpretiert haben."

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