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KALTES LAND

KALTES LAND

Regie Niki Caro
Kinostart 09.02.2006

Kritiken • KALTES LAND

13. Februar 2006 | KALTES LAND • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Busche sah eine brillante Hauptdarstellerin. "Therons Josey Aimes befindet sich in bester Gesellschaft mit Arbeiterheldinnen wie Sally Fields Norma Rae, Meryl Streeps Karen Silkwood und Julia Roberts Erin Brockovich. Frauen wie sie im Kino nicht oft zu sehen sind - und offensichtlich nur, wenn "wahre Begebenheiten" ihren Geschichten Legitimation verleihen. Gerade im Anbetracht von Charlize Therons zurückhaltender Darstellung muss daher auch die unverhohlene Häme einiger Kritiker verblüffen, denen Therons jüngster Hang zu unglamourösen Rollen - nach ihrem Oscar für MONSTER - immer noch suspekt ist. Der Weg vom Exmodel zur Darstellerin komplexer White-Trash-Frauenfiguren übersteigt ihre Vorstellungskraft. Und doch gibt es derzeit in Hollywood einfach keine Schauspielerin, die ihren Vokuhila mit einer solchen Würde zu tragen versteht."

09. Februar 2006 | KALTES LAND • Kritik • Berliner Zeitung

Elegisch schwelgt die Kamera und durch die Musik kommt prima sentimentalen Stimmung auf, findet Sabine Vogel. "Alle Personen dieses Films - und das ist das herzerwärmend Erlösende an diesem Bergarbeiterdrama - machen eine Verwandlung zum Besseren durch. Langsam wächst ein Glaube daran, dass doch alles gut werden könnte. In steigenden Wogen schwillt ein wühliges Gefühl von einigem Kampfesgeist gegen die Tränendrüsen an, das doch nie in Sentimentalität überschwappt. Das mag ein Verdienst des düsteren Naturalismus der Arbeitswelt sein, der nasskalten Brauntöne, der schlierigen Himmelsfetzen über einem sterbenden Industriezeitalter.

09. Februar 2006 | KALTES LAND • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß sagt es frei heraus: Das ambitionierte Malochermelodram versuppt im Kitsch. "KALTES LAND hätte durchaus ein erhellender Film über den anstrengenden weiblichen Widerstand in männlichen Hoheitsgebieten werden können. Regisseurin Caro hätte dazu allerdings zeigen müssen, wie zermürbend und langwierig so ein Prozess ist. Aber das ist wohl nicht plakativ genug für eine Big-Budget-Produktion dieser Art. ... Dabei spielt Charlize Theron die aufbegehrende Grubenarbeiterin doch so überzeugend: Hinter der pittoresk verschmutzten Visage tritt die nach Gerechtigkeit und Würde strebende universale Kämpfernatur hervor. Wahrscheinlich ist es in Hollywood dann doch wie in so vielen anderen Arbeitsverhältnissen: Charakterrollen sind Knochenarbeit - aber den Lohn streichen am Ende männliche Flachpfeifen ein."

07. Februar 2006 | KALTES LAND • Kritik • fluter.de

Ernst Kramer sieht das Problem des Films: "Dass Regisseurin Niki Caro gerade in der ersten Hälfte des Films Männer nahezu ausschließlich als aktiv widerwärtig darstellt, ist einer der wenigen Schwachpunkte des Films. So gibt sie ihr Thema um ein Haar der Lächerlichkeit preis. ... Niki Caro nutzt den authentischen Fall der ersten Sammelklage gegen sexuelle Belästigung in den USA als Aufhänger, um die Geschichte einer Frau, in der sich die Abgründe der menschlichen Gesellschaft spiegeln, zu erzählen. KALTES LAND ist kein Film über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Es ist ein Film über den elenden persönlichen Kampf, den viele Frauen ihr Leben lang ausfechten müssen, weil ihnen Dinge geschehen sind, die sie nicht wollten, aber für die sie von allen verachtet werden."

07. Februar 2006 | KALTES LAND • Kritik • br-online.de

Das sensibel inszenierte Drama erliegt nicht der Verlockung von Schwarz-Weiß-Malerei, meint Margret Köhler. "Charlize Theron spielt überzeugend die vom Schicksal gebeutelte Hauptfigur, Frances McDormand die couragierte, von schwerer Krankheit gezeichnete Grubenarbeiterin und Gewerkschaftsvertreterin, Woody Harrelson den zynischen Anwalt, der nicht mehr an Justitia glaubt. Das kalte Land mit seiner unverwechselbaren Landschaft und seinem eiskalten Winter ist Spiegelbild der in Gleichgültigkeit erstarrten Seelen."

02. Februar 2006 | KALTES LAND • Kritik • film-dienst 03/2006

Die Regisseurin macht laut Franz Everschor das Beste aus dem Material, das ihr vorgegeben war. "Dass die meisten Figuren zu formelhaft angelegt sind, überdeckt sie mit einem starken Sinn für realistische und gleichzeitig stimmungsvolle Atmosphären. Man glaubt ihr den hoffnungslosen Zustand dieses Städtchens am Ende der zivilisierten Welt, wo primitive Diners und schummerige Bars die einzigen Fluchtburgen aus dem Staub und Dreck des Bergwerks sind. Was man dem Film jedoch nicht so recht glaubt – weniger aufgrund der Regie, sondern wegen des Drehbuchs –, ist die Uniformität des chauvinistischen Arbeitsklimas, in dem sich nicht ein einziger anständiger Kollege findet. Diese undifferenzierte Schwarzmalerei rächt sich, sobald es in der zweiten Hälfte des Films zum Prozess kommt."

09. Januar 2006 | KALTES LAND • Kritik • Die Zeit

Schauspielerin Charlize Theron träumt in der ZEIT.

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