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THE GIANT BUDDHAS

THE GIANT BUDDHAS

Regie Christian Frei
Kinostart 03.08.2006

Kritiken • THE GIANT BUDDHAS

12. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • programmkino.de

Laut Michael Meyns nimmt der Filmemacher "den Zuschauer auf eine Reise mit, die ihn an den Schauplatz der Zerstörung selbst führt, aber auch zu zahlreichen buddhistischen Stätten in China, Forschungseinrichtungen in der westlichen Welt und auch ins Büro von Al Jazeera, wo der einzige Journalist arbeitet, der die Sprengung der Figuren filmte. Interviews mit Wissenschaftlern und Autoren sowohl aus der westlichen, als auch der arabischen Welt vervollständigen das vielschichtige Bild der unterschiedlichen Methoden, mit der Zerstörung umzugehen."

11. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Der Freitag

Für Barbara Schweizerhof sammelt der Film allerlei Kuriositäten. "Nein, The Giant Buddhas will nicht bloß in Erinnerung rufen, was vermeintlich schon in Vergessenheit geraten ist, sondern will eine filmische Reflexion sein über Bilderstürmerei, Kriegsfolgen und die Ungerechtigkeit der Welt, über Erbe und Kultur im Allgemein und womöglich noch Einiges mehr, wovon eben nur die Ambition als solche übrig geblieben ist. Leider. ... Aber wer sucht, der findet mehr, und Frei hat sich alle Mühe gegeben, sein Thema nicht auf vermeintlich langweilige Art und Weise direkt anzugehen, sondern Umwege einzuschlagen, deren Sinn sich manchmal nur langsam und manchmal gar nicht erschließt."

04. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Der Spiegel

Für Bert Rebhandl unternimmt der Regisseur eine umfassende Rekonstruktionsarbeit. "Für Christian Frei stehen die Giant Buddhas im Mittelpunkt eines globalen Zusammenhangs. Zwar nimmt auch er seinen Ausgangspunkt vor Ort, wo er in dem Bauern Sayyed Mirza Hussain einen wichtigen Zeugen findet. Wie so viele andere Menschen in Afghanistan in er ein Flüchtling, der in den Höhlen von Bamiyan untergekommen ist. Er beschreibt eindringlich, mit welch unzulänglichen Mitteln die Taliban anfangs zu Werk gingen: mit Spitzhacken wollten sie die Statuen abtragen, erst viel später kamen erfahrene Sprengmeister zum Zug."

03. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Der Tagesspiegel

Dies ist für Silvia Hallensleben kein filmischer Schnellschuss. "Denn Frei nimmt die Geschichte der Statuen zum Ausgangspunkt einer umfassenderen historischen und kulturellen Suchbewegung; und zum Startpunkt einer Reise, die nach China und Kanada, in die heutige UN-Bürokratie und ins Mittelalter führt und die Frage religiöser Bilderverbote ebenso anspricht wie den Ausverkauf kultureller Traditionen an Verwertungsinteressen und Machtpolitik. ... Leider verlässt Christian Frei seine höchst interessanten Schauplätze – ideell oder faktisch – immer kurz vor dem Moment, wo wir selbst in ihnen auf echte Entdeckungsreise gehen könnten, während sein Kommentar ersatzweise die offensichtlichsten Aspekte der Bilder für uns deutet."

03. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Die Tageszeitung

Trotz aller poetischer und essayistischer Anflüge ist THE GIANT BUDDHAS laut Birgit Glombitza "vor allem eine journalistische Dokumentation geworden. Bienenfleißig recherchiert, sorgfältig ausgewählt und mit elegant kombinierten Blickwinkeln aus unterschiedlichen Zeiten und Epochen. ... Doch so spannend einzelne Fährten sind, die Frei rund um die Skulpturen und ihren Mythos verfolgt, so zenartig seine Bilder die Landschaften einfangen, so brav bleibt das Ganze auch. Bis auf die Panoramen wirkt alles fernsehkompatibel."

03. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Berliner Zeitung

Melancholisch nennt Sabine Vogel den Filmessay. Der Regisseur "verwebt die Geschichten aus Mythologie, und Legende, aus dokumentarischer Anschauung vor Ort und vielen Interviews zu einem luzide flimmernden Netz, in dem die wahnsinnig schönen Landschaftsaufnahmen (Kamera: Peter Indergand) wie golden glänzende Kiesel hängen. Zur poetischen Stimmung trägt nicht unwesentlich die sphärisch angejazzte Kunstmusik von Philipp Glass, Jan Gabarek, Steve Kuhn und Arvo Pärt bei. Es entsteht eine verhaltene Traurigkeit über unwiederbringlich Zerstörtes, die sich unter den sanften Klängen in wirbelnden Sand- und Staubgeistern auflöst."

02. August 2006 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • film-dienst 16/2006

Laut Hans Jörg Marsilius sammelt der Film immer wieder Reizpunkte. "Frei organisiert unterschiedlichste Perspektiven, spannt große weltanschauliche Bögen, enthält sich dabei jedoch weitgehend vorschneller Bewertungen und konfrontiert den Zuschauer mit dem Problem, diese Pluralität an Meinungen erst einmal zuzulassen, um sich dann in einem zweiten Schritt darin zurecht zu finden. ... So souverän Frei alle Facetten auch zusammensetzt, unterstützt von den Bildern seines Kameramannes Peter Indergand und untermalt von einem subtil emotionalisierenden Soundtrack, so bemüht wirkt sein Kunstgriff, in den Briefen an Nelofer seine eigene Perspektive und eine Art Erzähler zu etablieren."

11. Oktober 2005 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Die Tageszeitung

Edel nennt Dietrich Kuhlbrodt den Film. Das Feldmassiv wurde "zum Weltkulturerbe erklärt. In China wurde kurz nach der Sprengung eine verkitschte Kopie erstellt und hernach wieder wegen schlechter Presse mit riesigen Tarntüchern verhängt. Wissenschaftler erwägen, die Gesprengten wieder hinzustellen oder durch ein Hologramm zu ersetzen. Man ärgerte sich ein bisschen, weil dieser Film eigentlich toll ist, jedoch dramaturgisch schwächelt."

11. Oktober 2005 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Die Tageszeitung

Silvia Hallensleben ist nicht von der Preisvergabe überzeugt. "Christian Freis mit der Silbernen Taube ausgezeichneter Reportage-Essay THE GIANT BUDDHAS dagegen, der die Bedeutung der beiden von den Taliban gesprengten Buddhafiguren in Bamiya untersucht, verliert sich bald in Geschwätz - und begibt sich damit, künstlich geheimnistuerisch, ins seichte Fahrwasser entsprechender TV-Expeditionen."

09. Oktober 2005 | THE GIANT BUDDHAS • Kritik • Erklärung der Jury des DokFilms Leipzig

"Der Filmemacher hat ein politisch sensibles und höchst symbolisches Nachrichtenereignis, das in der letzten Zeit höchst interessant war, aufgegriffen und eine nachdenkliche, gut recherchierte und wunderbar gefilmte Analyse der Komplexität des Problems und der kulturellen Perspektiven gegeben, die hinter solchen Fernsehnachrichten stehen. Die Silberne Taube wird einstimmig an THE GIANT BUDDHAS, Regie Christian Frei, verliehen."

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