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WÄCHTER DER NACHT

WÄCHTER DER NACHT

Regie Timur Bekmambetow
Kinostart 29.09.2005

Kritiken • WÄCHTER DER NACHT

02. Oktober 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • Der Tagesspiegel

Totales Kino, nennt Sebastian Handke die Arbeit von Regisseur Timur Bekmambetov. "Totales Kino, wie ein ehemaliger Werbefilmer es versteht, äußert sich in einem entfesselten Stil-, Schnitt- und Schwenkgewitter, dargeboten in einem Erzählrhythmus permanent sich ablösender Zeitdehnung und -raffung. Voraussetzungen und Wendepunkte des mehrfach gewundenen Geschehens werden einmal - und nur einmal! - erklärt ... In seiner Erfindung komplexer Welten des Unwirklichen und seiner expressionistischen Optik ist WäCHTER DER NACHT einfallsreicher, dunkler und vielschichtiger, als es ein vergleichbarer Hollywood-Film je sein könnte. Das mit 4 Millionen Dollar Produktionskosten lächerlich preiswerte Machwerk ist ein rasendes urbanes Schauerstück, ein postsowjetischer 'trip noir'. Peter Jacksons HERR DER RINGE wirkt dagegen beschaulich wie eine Teezeremonie im Grünen."

01. Oktober 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • Die Tageszeitung

Philipp Bühler dachte, der Film kostet 400 Millionen Dollar, dabei waren es nur 4. "Was zieht man aus so einem Film außer der Erkenntnis, dass der russische Film das alles auch kann und offensichtlich auch will? Man mag sich an den Schauplätzen erfreuen, Moskauer U-Bahn-Schächte und Wohnblocks. Man kann Anspielungen auf Kalten Krieg, Terrorismus und Tschernobyl aufspüren. Aber es macht keinen Unterschied. Auch nicht, würde hier besser geschauspielert und weniger wirr inszeniert. Das Wesen von WäCHTER DER NACHT ist die Kopie. Wer hier nach einer russischen Seele sucht, wird sie nicht finden. Oder irgendeine andere."

29. September 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • film-dienst 20/2005

Rüdiger Suchsland hält WÄCHTER DER NACHT nicht für einen Film, sondern für ein Phänomen. "Insgesamt ist die Story von WäCHTER DER NACHT extrem konfus, von zahlreichen Haupt- und Nebencharakteren bevölkert, die unvermittelt auftauchen und zusammen mit zahlreichen Erzählsträngen und der pseudomythischen Grundierung für einen verworrenen Gesamteindruck sorgen. Die Narration ist sprunghaft und durch wirres Vor und Zurück in der Zeit geprägt, wobei man zweifelt, ob die Fülle der Flashbacks wirklich der Notwendigkeit der Story geschuldet ist und nicht doch eher erzählerischer Not. Die Bilder sind durch schnelle Schnitte und spektakuläre Kamerafahrten bestimmt ... Am Ende fragt man sich, ob das alles nicht doch als Parodie auf Fantasy-Klischees gemeint war. Dem aber wäre aber auch mit einem Kurzfilm Genüge getan."

29. September 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • Berliner Zeitung

Trotz allem ist der Film irgendwie originell und charmant für Peter Uehling. "In Russland soll die Optik des Films stilbildend gewirkt haben. WäCHTER DER NACHT hatte dort mehr Zuschauer als HERR DER RINGE oder SPIDERMAN und wird schon jetzt als grundlegendes Werk des russischen Action-Films gehandelt. An mehr als der Optik allerdings kann das nicht liegen. ... Deutlicher kann man seinen Anspruch, nun auch mal einen auf HERR DER RINGE, MATRIX oder DER RING zu machen, nicht anmelden: Horror, Action und Mythos werden berechnend zu einem Publikums-Lockmittel verquirlt, das dann eben auch kaum mehr ist als der Anlass für ein buntes, mehrfach verwertbares Blendwerk - soeben ist Lukjanenkos Roman in Deutschland erschienen."

29. September 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte hat den Regisseur besucht. Der Kritiker sieht auch, warum der Film als Blockbuster funktioniert: "Der Grund liegt allein in der Location: Moskau ist eine Stadt, in der jeder Spaziergang zur Reise zwischen den Zeiten wird. Der in Werbefilm und Popvideo groß gewordene Regisseur Timur Bekmambetow hat ein besonderes Talent, die besonders bewunderten Sehenswürdigkeiten seiner Heimatstadt mythisch aufzuladen - winterlich dampfende Freibäder, festliche Metrogewölbe und verwildernde Plattenbauten."

28. September 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • fluter.de

Reichlich bekannt kommt die Handlung Philipp Bühler vor. "Die Form der Trilogie, das Motiv des Auserwählten und die sorglose Kopie bombastischer Spezialeffekte erinnert vor allem an MATRIX (1999) und DER HERR DER RINGE (2001-2003), die düsteren visuellen Styles an DELICATESSEN (1991) und kreischende Vampire an BLADE (1998). Eine eigene Note bekommen die blutigen Gemetzel zwischen Gut und Böse - Wirbelsäulen werden als Schwerter benutzt, um Schädel zu spalten - nur durch das ungewohnte Ambiente Moskauer U-Bahn-Schächte und Wohnblocks. Freunde gemäßigten Horrors kann der Film, den Timur Bekmambetow nach den Romanen von Sergei Lukjanenko inszeniert hat, zwar gut unterhalten. An die wirre Handlung hat man sich irgendwann gewöhnt."

28. September 2005 | WÄCHTER DER NACHT • Kritik • br-online.de

Mit vollen Händen bedient sich der Regisseur bei anderen Genrefilmen, schreibt Florian Kummert. "Sein Film hat, trotz des mageren Budgets von nur fünf Millionen Dollar, eine fantastische Optik. Die pechschwarze Welt von WäCHTER DER NACHT, mit ihren vermoderten Moskauer Plattenbauten, den winzigen, tristen Appartements, und dem eher elenden Look der Mächte des Lichts wie auch der Finsternis, verleihen dem Film eine faszinierende Aura. Die Spezialeffekte setzt Bekmambetov sparsam, aber höchst effektiv ein. Wie sich aus einem Flugzeug hoch über den Wolken von Moskau eine Niete löst, in den Wolken flattert, durch einen Lüftungsschacht rauscht und schließlich in einer Kaffeetasse landet, das muss man gesehen haben. Aber leider schwächelt der Film bei seiner Erzählhaltung."

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