Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

DARK WATER

DARK WATER

Regie Walter Salles
Kinostart 22.09.2005

Kritiken • DARK WATER

22. September 2005 | DARK WATER • Kritik • Berliner Zeitung

Eine interessante Gemengelage bestimmt laut Bert Rebhandl den Film. "Walter Salles lässt, während es über Roosevelt Island unaufhörlich regnet, die Ebenen der Phantasie immer undurchdringlicher ineinander übergehen. Ist es die Tochter, die sich einbildet, dass in der Wohnung einen Stock höher ein Mädchen lebt? Sind es jugendliche Vandalen, die immer neue Überschwemmungen verursachen? Oder verliert hier gerade eine Mutter den Verstand, weil sie selbst nie Tochter sein durfte? Walter Salles beweist mit DARK WATER viel Sinn für den Schauplatz. Er begründet, auf den Spuren von Roman Polanskis EKEL, beinahe so etwas wie ein neues Genre: den Immobilienthriller."

22. September 2005 | DARK WATER • Kritik • Die Tageszeitung

Die Mischung aus Mystery und Thrill hat Dietmar Kammerer schon zu oft gesehen. "Die Wahl der Location gehört zu den besten Einfällen des Films, der vereinzelt gute Momente findet, die Situation einer alleinerziehenden Mutter, das Leben zwischen neoliberalem Sozialstaatsabbau, Niedriglohnsektor und einer infamen Hausverwaltung, abzubilden. Leider gehen diese weitgehend unter, weil der Film sofort wieder umschwenkt auf übernatürlichen Gespenster-Grusel, ganz so, als würde das ganz alltägliche Leben nicht selbst genügend davon bieten. Nicht nötig, weit weg danach zu suchen."

22. September 2005 | DARK WATER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Sascha Westphal hat sich von dem Film und dessen Regisseur überraschen lassen. "So geläufig einem der Look seiner früheren Filme war, so fremd und neu ist hier sein Blick auf New York und das Leben in den Vereinigten Staaten. ... So ist DARK WATER nur auf seiner Oberfläche ein Horrorfilm. Salles' Geister sind nichts als Spiegelungen der Lebenden, deren Einsamkeit und Verlorenheit in den Zeiten der Globalisierung und des Spätkapitalismus sie symbolisch auf den Punkt bringen. Aber die eigentliche Aufmerksamkeit des Filmemachers gilt nicht ihnen, sondern dem Schauplatz dieser melancholischen Geschichte von verlassenen Töchtern, hilflosen Müttern und abwesenden Vätern."

22. September 2005 | DARK WATER • Kritik • Der Tagesspiegel

Gute Horrorfilme definieren sich durch ihre Location, behauptet Martin Schwickert. In DARK WATER sieht er darin einen Beweis. "Auch wenn Drehbuch und Dramaturgie nicht gänzlich wasserdicht sein mögen und Salles sich manchmal arg freizügig am Grabbeltisch der Genrevorlagen bedient: DARK WATER hat Stärken, die man in diesem Genre oft vermisst. So ist die Geschichte in ihrem sozialen Kontext fest verwurzelt. Und der Horror ist eine glaubwürdige Mischung aus den Ängsten, die im Menschen stecken - und aus dem, was über sie hereinbrechen kann. Auch visuell überzeugt DARK WATER."

22. September 2005 | DARK WATER • Kritik • Der Spiegel

David Kleingers sah ein subtil verstörendes Melodram mit einer grandiosen Jennifer Connelly als Hauptdarstellerin. "Weil DARK WATER auf mittlerweile abgenutzte Schockstandards des Japan-Horrors verzichtet, vermittelt er diese zutiefst verunsichernde Erkenntnis mit einer fast somnambulen Stilsicherheit, die dem Wesen der japanischen Vorlagen weit mehr entspricht als die effektheischende Panikmache anderer US-Remakes. Bewundernswert ist zudem die Konsequenz, mit welcher Salles die soziale Realität seiner Protagonistin mit der Sphäre des Phantastischen verschränkt: Eine alleinerziehende, intelligente, oft zweifelnde aber zugleich beeindruckend bestimmte junge Frau als glaubwürdige Heldin eines Horrorfilms zu etablieren, ist ein Verdienst, das man angesichts eines immer noch virulenten Sexismus und des altbackenen Familienbilds im Genre gar nicht hoch genug bewerten kann."

21. September 2005 | DARK WATER • Kritik • fluter.de

Die klamme Atmosphäre kroch Sascha Rettig ungemütlich unter die Haut. "Doch anders als das japanische Original verzichtet dieses Remake weitestgehend auf die Schockmomente, die sekundenschnell den Adrenalinspiegel hoch pumpen und für einen kurzen Moment das Blut erstarren lassen. Stattdessen setzt DARK WATER seine Zuschauer/innen einem überwiegend viel zu leisen Grusel aus und konzentriert sich auf die psychologische Ebene seiner Scheidungsgeschichte und eines vergangenen Mutter-Tochter-Traumas. Statt ein modrig schauriger Angstmacher ist Salles' starbesetzter Abstecher ins Psychothrillergenre so nur ein zwar ambitionierter, aber letztlich doch gähnend spannungsarmer Anreiz, um sich schnell aus der Videothek das Zehennägel- hochklappende Original zu besorgen."

20. September 2005 | DARK WATER • Kritik • br-online.de

Roman Polanski läßt grüßen, meint Margret Köhler. Der Film überzeugt "vor allem durch starke Visualität, Kameramann Affonso Beato taucht das Innere des Gebäudes in diffuses Licht, das die klaustrophobische Stimmung unterstreicht. Es gibt sie, die Momente der Spannung ... Nur verliert man irgendwann die Fährte und will sie auch nicht mehr aufnehmen, das Herumstochern in einer Geschichte, die ohne roten Faden mit zuviel Horror-Versatzstücken arbeitet, ermüdet. Lichtblick sind die Schauspieler, allen voran die tapfer gegen innere Dämonen kämpfende Jennifer Connelly, Pete Postlethwaite als undurchschaubarer Hausmeister und John C. Reilly als gewiefter Immobilienmakler. Ein etwas überambitioniertes Horror-Movie."

19. September 2005 | DARK WATER • Kritik • Der Spiegel

Lars-Olav Beier porträtiert Jennifer Connelly, eine der sinnlichsten Schauspielerinnen Hollywoods.

15. September 2005 | DARK WATER • Kritik • film-dienst 19/2005

Als Horrorfilm alter Schule bezeichnet Franz Everschor DARK WATER. "Es wird mehr angedeutet und vorgetäuscht als im Detail ausgespielt. Die in Hollywood fast vergessene Kunst, Normales und Alltägliches durch den Betrachtungswinkel zu etwas Bedrohlichem, Mysteriösem, Angst Einflößendem zu stilisieren, feiert in DARK WATER noch einmal Auferstehung. ... Mit hervorragenden Schauspielern wie Jennifer Connelly, John C. Reilly, Pete Postlethwaite und Tim Roth gelingt es Walter Salles tatsächlich, eine psychologisch stimmige Geschichte zu erzählen, wo es die japanische Vorlage bei Andeutungen belässt. Der Drang, alles zu erklären, läuft dann aber im letzten Drittel des Films den Regeln des Horrorfilms entgegen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,3849